Wirtschaft

Putin teilt Baerbock & Co. mit: „Nord Stream 2 ist betriebsbereit“

Die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist nach den Worten von Russlands Präsident Wladmir Putin betriebsbereit. Die Gaspipeline, die Russland direkt mit Deutschland durch die Ostsee verbindet, werde zu einer Senkung der hohen Gaspreise in Europa führen.
29.12.2021 19:16
Aktualisiert: 29.12.2021 19:16
Lesezeit: 1 min

Die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist nach den Worten von Russlands Präsident Wladmir Putin betriebsbereit. Die zweite Röhre sei mit Gas befüllt worden, sagte er am Mittwoch bei einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung in Anwesenheit des Chefs des staatlichen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller. „Ich gratuliere Gazprom und seinen Partnern“, sagte Putin. Die Gaspipeline, die Russland direkt mit Deutschland durch die Ostsee verbindet, werde zu einer Senkung der hohen Gaspreise in Europa führen. „Die Verbraucher in den Ländern, die das russische Gas erhalten, werden das spüren“, zitiert „Reuters“ Putin.

Eine Inbetriebnahme der Gaspipeline hängt allerdings unter anderem von der Genehmigung durch die deutschen Behörden ab. Die zuständige Bundesnetzagentur hatte Mitte Dezember erklärt, eine Entscheidung über die Zertifizierung der Pipeline werde es nicht vor dem Sommer nächsten Jahres geben.

Das elf Milliarden teure Projekt hatte eigentlich schon 2019 fertig gestellt werden sollen, doch der Bau war durch die Androhung von Sanktionen durch die USA unterbrochen worden. Ihrer Ansicht nach wird Europa durch die Pipeline abhängiger von russischem Gas. Polen und die Ukraine sind ebenfalls Gegner der Pipeline, und auch die neue rot-grün-gelbe Bundesregierung sieht das Projekt kritischer als ihre Vorgängerin. An der Finanzierung der Pipeline sind auch die deutschen Konzerne Uniper und Wintershall Dea beteiligt.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik Grönlands Ressourcen: NATO und USA sprechen über Zugriff auf seltene Erden
23.01.2026

Die strategische Bedeutung Grönlands rückt stärker in den Fokus westlicher Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen. Welche Folgen hat...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zalando-Aktie: Osten ringt um Erfurter Logistikzentrum – Ramelow setzt auf Rettung
23.01.2026

Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht die Zukunft des von Schließung bedrohten Zalando-Standorts in Erfurt mit 2.700...

DWN
Politik
Politik Kriegstüchtigkeit in Europa: Deutschland und Italien stärken Rüstungspartnerschaft
23.01.2026

Kanzler Merz und Ministerpräsidentin Meloni bauen die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien in den Bereichen Rüstung,...

DWN
Finanzen
Finanzen Intel-Aktie fällt vorbörslich stark - von Lieferengpässen ausgebremst
23.01.2026

Intel kämpft auf seinem Sanierungskurs weiterhin mit Kapazitätsengpässen. Die für das laufende Quartal prognostizierten Umsätze von...

DWN
Finanzen
Finanzen Bund überschreitet fast die Schuldenbremse – Finanzminister warnt vor anderem Risiko
23.01.2026

Das Grundgesetz legt dem Bund enge Grenzen bei der Kreditaufnahme auf. Die jüngste Abrechnung für 2025 zeigt, dass die erlaubte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Eurozonen-Stimmung stagniert: Deutschland sieht Hoffnungsschimmer
23.01.2026

Während die Unternehmensstimmung in der Eurozone insgesamt zum Jahresbeginn auf der Stelle tritt, zeichnet sich in Deutschland eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Herzklopfen vor dem Chefgespräch? Wie Sie Angst im Job überwinden – und Vorgesetzte Signale erkennen
23.01.2026

Ein Gespräch mit dem Chef steht an – und plötzlich werden Puls und Gedanken schneller. Viele erleben Angst vor Vorgesetzten, obwohl...

DWN
Politik
Politik Selenskyj rügt Europas Spitzenpolitiker: „Orientierungslos“
23.01.2026

Europa agiert zu passiv und verfügt nicht über die Fähigkeit, ohne Hilfe der Vereinigten Staaten eigene Initiativen für einen Frieden...