Finanzen

Faktisch insolvent: Handel mit Evergrande-Aktien erneut ausgesetzt

Die Insolvenz des chinesischen Immobilien-Riesen Evergrande ist Finanzexperten zufolge unabwendbar. Der Handel mit Aktien des hoch verschuldeten Wohnungsbaukonzerns China Evergrande wurde am Montag in Hongkong ausgesetzt.
03.01.2022 09:47
Aktualisiert: 03.01.2022 09:47
Lesezeit: 1 min

Der Handel mit Aktien des hoch verschuldeten Wohnungsbaukonzerns China Evergrande wird am Montag in Hongkong ausgesetzt. Dies teilte der angeschlagene Immobilienentwickler ohne Angabe von Gründen am Sonntag mit. Evergrande verpasste neue Kuponzahlungen im Wert von 255 Millionen Dollar, die letzten Dienstag fällig waren, allerdings ist bei beiden Zahlungen die 30-tägige Nachfrist noch nicht verstrichen. Bereits im Oktober wurde der Handel mit den Papieren des größten chinesischen Baukonzerns wegen nicht bedienter Anleihenzinsen unterbrochen.

Am Freitag schraubte Evergrande die Rückzahlungen von Anlegern in seine Vermögensverwaltungsprodukte zurück und erklärte, dass jeder mit einer monatlichen Kapitalzahlung von 8.000 Yuan (1257 US-Dollar) für drei Monate rechnen könne, unabhängig davon, wann sie fällig werden. Der Schritt verdeutlicht den sich verschärfenden Liquiditätsengpass bei dem chinesischen Branchenriesen und erhöht den Druck auf die Regierung in Peking, einen Flächenbrand im Immobiliensektor zu verhindern.

Finanzexperten zufolge wird das globale Finanzsystem komplett kollabieren. Die chinesische Immobilienfirma Evergrande werde dieses Ereignis mit ihrer Insolvenz einleiten. Die anstehende globale Finanzkrise werde die Finanzkrise 2008, die durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers eingeleitet wurde, in den Schatten stellen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Steuereinnahmen steigen: Klingbeil sieht trotzdem keinen neuen Spielraum
22.10.2026

Die neue Steuerschätzung bringt dem Bund Milliarden an zusätzlichen Einnahmen. Für Finanzminister Lars Klingbeil bedeutet das trotzdem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rüstungsboom statt Autokrise: Mittelstand drängt in die Wehrtechnik
22.10.2026

Deutschlands Wehretat knackt die 100-Milliarden-Euro-Marke und treibt den industriellen Strukturwandel voran. Weil das klassische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX mit Milliardengewinn: Elon Musk plant die größte Fusion aller Zeiten
22.10.2026

Elon Musk meldet einen Milliardengewinn bei SpaceX und denkt bereits über den nächsten historischen Schritt nach. Eine Fusion mit Tesla...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verbrenner-Aus in der EU: Lockerung nimmt erste Hürden im Europaparlament
22.10.2026

Das geplante Verbrenner-Aus könnte weniger strikt ausfallen als bislang vorgesehen. Im Europaparlament haben sich erste Ausschüsse für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mittelschicht in Deutschland: Ab welchem Einkommen Sie wirklich dazugehören
22.10.2026

Viele Deutsche halten sich für durchschnittliche Verdiener, obwohl sie längst zu den oberen Einkommensgruppen gehören. Eine neue Studie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Barclays streicht 5.000 Stellen: KI soll Produktivität erhöhen
22.10.2026

Die britische Großbank Barclays baut Tausende Arbeitsplätze ab. Ein Teil der Einsparungen wird ausdrücklich mit höherer Effizienz durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Ich überlege schon, mein Portfolio für Weihnachten einzukaufen
22.10.2026

Seit längerer Zeit beobachte ich einen bestimmten Sektor und warte geduldig auf den richtigen Zeitpunkt zum Kaufen. Vielleicht ist er...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin vs. Gold: Zwei Antworten auf das Misstrauen ins Geldsystem
22.10.2026

Gold oder Bitcoin – was schützt Vermögen besser, wenn Märkte unter Druck geraten? Der Vergleich zeigt, warum beide auf dieselben...