Wirtschaft

Studie: Pandemie drittgrößter Versicherungsschaden aller Zeiten

Durch die Pandemie ist den Versicherern der größte Schaden aller Zeiten entstanden.
04.01.2022 15:05
Aktualisiert: 04.01.2022 15:05
Lesezeit: 1 min

Die Corona-Pandemie ist einer Studie zufolge mit bisher rund 44 Milliarden Dollar der drittgrößte Versicherungsschaden aller Zeiten. Nach Berechnungen des Versicherungsmaklers Howden musste die Branche nur nach dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005 und nach dem Angriff auf das World Trade Center vom 9. September 2001 mehr zahlen. Expertenschätzungen aus der Anfangszeit der Pandemie, dass Covid-19 die Versicherer rund 100 Milliarden Dollar kosten werde, erschienen derzeit aber „unwahrscheinlich“, erklärte der Makler in einer Studie zur aktuellen Erneuerungsrunde mit den Rückversicherern zu Jahresbeginn.

Die Versicherer mussten vor allem wegen erzwungener Betriebsschließungen und des Ausfalls von Großveranstaltungen in die Tasche greifen. Viele von ihnen haben Zahlungen infolge von Pandemien inzwischen in den Vertragsbedingungen ausgeschlossen.

Die Prämien in der Schaden-Rückversicherung seien zum 1. Januar im Schnitt um neun Prozent gestiegen, hieß es in dem Bericht von Howden. Der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter bezifferte die Preissteigerungen weltweit sogar auf fast elf Prozent. Das lag aber nicht nur an der Corona-Pandemie: In Europa hätten Rückversicherer die Preise angesichts der Häufung von Überschwemmungen und Stürmen auf dem Kontinent in einigen Fällen um mehr als 50 Prozent angehoben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Steuerbetrug mit Luxusautos: Festnahmen bei EU-weiter Razzia
08.03.2026

Großaktion gegen Steuerbetrug: In neun EU-Ländern durchsuchen Beamte Objekte. Die Köpfe des weit verzweigten Netzwerks sollten in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Produktion unter Druck: Warum Deutschland die Verlagerung nach Osteuropa bereut
08.03.2026

Die Verlagerung der Produktion nach Osteuropa galt lange als bewährte Strategie deutscher Industrieunternehmen, um Kosten zu senken und...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation in der Eurozone: EZB vor dem nächsten Zinsschock
07.03.2026

Die Inflation in der Eurozone galt vielen bereits als gebändigt. Doch ausgerechnet Frankreich und Spanien liefern neue Preissignale, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsengänge 2026: Diese zehn IPO könnten den Aktienmarkt prägen
07.03.2026

Raumfahrt, Künstliche Intelligenz, Rüstung und Fintech - Unternehmen aus verschiedenen Bereichen planen in diesem Jahr Börsengänge....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rekrutierung von Führungskräften: Wie Unternehmen Fehlbesetzungen vermeiden
07.03.2026

Fehlbesetzungen im Management entstehen oft weniger aus mangelnder Qualifikation als aus Schwächen im Rekrutierungsprozess und in der...

DWN
Finanzen
Finanzen Angriff auf PayPal, Visa, Mastercard: Digitaler Euro rückt näher
07.03.2026

Der digitale Euro soll Europa unabhängiger von US-Zahlungsanbietern machen. In Brüssel wird über den finalen Gesetzestext verhandelt,...

DWN
Politik
Politik Europas Volkswirtschaften unter Reformdruck: Leistungsanreize als Schlüssel zur Stabilität
07.03.2026

Deutschland und andere europäische Volkswirtschaften stehen durch steigende Sozialausgaben, hohe Krankenstände und eine alternde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Elektroauto-Euphorie ist vorbei: Jetzt kommt die Rechnung
07.03.2026

Abschreibungen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro, gestoppte Projekte und eine strategische Kehrtwende zurück zum Verbrennungsmotor: Die...