Politik

Russland verlegt Truppen nach Kasachstan

Russland hat im Rahmen eines Militärabkommens Truppen nach Kasachstan entsandt. In Kasachstan toben seit Tagen schwere Unruhen.
06.01.2022 09:40
Aktualisiert: 06.01.2022 09:40
Lesezeit: 1 min

In die seit Tagen anhaltenden Unruhen in Kasachstan hat das von Russland geführte internationale Militärbündnis OVKS eingegriffen. Im Rahmen eines Friedenseinsatzes habe Russland Soldaten nach Kasachstan geschickt, teilte die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS, englisch CSTO) am Donnerstag mit. „Gemäß dem Beschluss des Rates für kollektive Sicherheit der OVKS vom 6. Januar 2022 wurde eine kollektive Friedenstruppe der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit für einen begrenzten Zeitraum in die Republik Kasachstan entsandt, um die Lage zu stabilisieren und zu normalisieren“, teilt das OVKS nach Informationen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur „Tass“ mit.

Kasachstan gehört dem Bündnis an und hat um Unterstützung gebeten. Die Hauptaufgabe der OVKS-Soldaten sei es, wichtige staatliche und militärische Einrichtungen zu schützen und den kasachischen Ordnungskräften zu helfen, erklärte das Bündnis. Es wird von Russland geführt, ihm gehören neben Weißrussland auch Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan an.

Die Proteste in Kasachstan haben sich an der von der Regierung verhängten Erhöhung von Treibstoff-Preisen entzündet. Der Rücktritt der Regierung und die Rücknahme der Preiserhöhung für Autogas durch Präsident Kassym-Jomart Tokajew konnten die Menschen nicht beruhigen. In der Metropole Almaty hielten die Proteste den dritten Tag in Folge an. Es kam erneut zu Zusammenstößen von Polizei und Protestierenden, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Es seien Schüsse zu hören gewesen. Die Polizei erklärte der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge, mehrere Unruhestifter seien „eliminiert“ worden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter: Wird das Regime in Teheran gestürzt?
21.03.2026

Der Iran-Krieg zwingt die Staaten am Persischen Golf zu einer grundlegenden Neubewertung ihrer Strategie und trifft besonders die...

DWN
Technologie
Technologie Neuer Audi RS5 kombiniert V6-Biturbo mit Elektro-Power
21.03.2026

Audi bringt mit dem neuen RS5 erstmals einen Hochleistungs-Plug-in-Hybrid von Audi Sport. Setzt das Modell neue Maßstäbe für Performance...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EuGH kippt Schienenmaut-Deckel: Drohen weniger Züge? Was Sie wissen sollten
21.03.2026

Der Schienenmaut-Deckel steht vor dem Aus – mit weitreichenden Folgen für den Bahnverkehr in Deutschland. Das EuGH-Urteil zwingt die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Payroll, Urlaub, Equal Pay: Diese 5 BAG-Urteile müssen Unternehmen kennen
21.03.2026

Ein Blick auf Urteile des Bundesarbeitsgerichts aus den Jahren 2024 und 2025 zeigt, wie stark arbeitsgerichtliche Entscheidungen inzwischen...

DWN
Technologie
Technologie Kernenergie: China und Russland bauen Atomkraft weiter aus
21.03.2026

Chinas Ausbau von Kernkraftwerken hält die globale Atomindustrie auf Rekordniveau. Doch außerhalb Chinas stagniert der Markt...

DWN
Politik
Politik S.EU im Gesetzgebungsprozess: Neue EU-Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital
21.03.2026

Die EU-Kommission plant mit der S.EU eine einheitliche Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital und schneller Online-Gründung. Wird sie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Pentagon und Anthropic im Konflikt: KI im Militäreinsatz entfacht Debatte
21.03.2026

Der Konflikt zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und dem Pentagon zeigt, wie eng Technologieunternehmen inzwischen in militärische...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Bosch-Dominoeffekt: Wie Deutschland seine Industrie verliert
21.03.2026

Was bei Bosch in Waiblingen beginnt, endet in einer existenziellen Zerreißprobe für den gesamten Industriestandort. Wir erleben gerade...