Politik

Öffentlicher Dienst: Italien vor neuer Streikwelle

Lesezeit: 1 min
21.10.2013 23:56
Die italienischen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst haben Streiks gegen den geplanten Haushalt für 2014 angekündigt. Sie kritisieren, dass die Gehälter der Beamten vorerst nicht weiter steigen sollen. Der Kampf Staat gegen Privat geht in die nächste Runde.
Öffentlicher Dienst: Italien vor neuer Streikwelle

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die drei großen italienischen Gewerkschaftsverbände planen Streiks gegen die Haushaltspläne der Regierung. Sie wollen erreichen, dass die Regierung mehr Geld für die öffentliche Verwaltung ausgibt. Dies ist ein Rückschlag für Premier Enrico Letta, der das Staatsdefizit unter 3 Prozent halten will.

In den kommenden Wochen werde es zu einer Serie von Streiks und Protesten gegen den von der Regierung geplanten Haushalt 2014 kommen, zitiert Reuters den Chef der Gewerkschaft UIL, Luigi Angeletti. Dieser war zuvor mit den Chefs der anderen beiden großen Gewerkschaften des Landes zusammengekommen.

Die Chefin der Gewerkschaft CGIL, Susanna Camusso, sagte, ohne eine starke Binnennachfrage könne es auch keinen Aufschwung geben. Italien steckt seit 2011 in der Rezession. Bereits am Samstag gingen in Rom zehntausende Bürger auf die Straße, um gegen die geplanten Sparmaßnahmen zu protestieren.

Der Chef von Italiens größter Arbeitgeber-Organisation Confindustria, Giorgio Squinzi, kritisiert hingegen, dass die Regierung nicht genug spart. „Bei einem Staatshaushalt von 850 Milliarden Euro könnten schon Einsparungen von 2 bis 4 Prozent enorme wirtschaftliche Ressourcen freisetzen“, zitiert ihn der Corriere della Sera.

Die Regierung Italiens steckt in einer Dauerkrise. In der vergangenen Woche ist der langjährige Goldman-Banker und frühere Premier Mario Monti aus seiner eigenen Partei ausgetreten. Diese soll einen Geheimpakt mit Montis Todfeind Silvio Berlusconi geschlossen haben, um dessen Ausschluss aus dem Senat zu verhindern (hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 



DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Eine neue Macht übernimmt den Fußball: Die Fans werden den reichen Club-Besitzern und Oligarchen noch hinterhertrauern

Früher wurde der Profi-Fußball von selbsternannten Sonnenkönigen beherrscht. Mittlerweile ziehen Multi-Milliardäre die Fäden. Doch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Marc Friedrich: Corona ist bald vorbei - wann wird die Politik mit der ganzen Wahrheit herausrücken?

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten veröffentlichen einen Auszug aus dem im April erschienenen neuesten Buch von Marc Friedrich: "Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lieferketten-Gesetz: "Die Belastungen für die Unternehmer stehen in keinem Verhältnis zum Ergebnis"

Das Parlament diskutiert gerade das neue Lieferketten-Gesetz der Bundesregierung: Unternehmen sollen künftig dafür Sorge tragen, dass...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Politik
Politik Bericht: Türkische Kampf-Drohnen erobern die Welt

Einem Bericht zufolge hat sich die Türkei zu einer Drohnenmacht entwickelt. Dabei soll die Drohne des Typs Bayraktar TB2 in Syrien, Libyen...

DWN
Finanzen
Finanzen Der „IMF Coin“ wird das weltweite Fiatgeld-System zerschlagen

Das Ende des Fiat-Geldsystems steht bevor. Digitale Zentralbankwährungen bedrohen angeblich den US-Dollar. Doch wahrscheinlicher ist, dass...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Bevölkerungsrückgang hat Folgen für die ganze Welt

Erstmals seit der großen Hungersnot unter Mao vor 60 Jahren schrumpft die chinesische Bevölkerung nun wieder. In der Folge droht dem Land...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie groß ist die Gefahr einer starken Inflation?

Die Gefahr einer starken Inflation ist derzeit das große Thema in den Unternehmen. Denn vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist es...