Politik

Lambsdorff fordert Lieferung deutscher Ausrüstung für die Ukraine

FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat sich für eine militärische Ausrüstungshilfe an die einen russischen Angriff fürchtende Ukraine ausgesprochen.
19.01.2022 11:50
Lesezeit: 1 min
Lambsdorff fordert Lieferung deutscher Ausrüstung für die Ukraine
Alexander Graf Lambsdorff (FDP) gilt als Hardliner. (Foto: dpa) Foto: Tom Weller

FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat sich für eine militärische Ausrüstungshilfe an die einen russischen Angriff fürchtende Ukraine ausgesprochen. Er nannte dabei am Mittwoch „nicht kinetische Ausrüstungsgegenstände“: Schutzwesten, Helme, Radar oder Nachtsichtgeräte. Waffenlieferungen lehne er ab, machte der FDP-Außenpolitiker am Mittwoch in einer Runde mit Journalisten deutlich.

Für schwierig halte er auch den Begriff Defensivwaffen. Wenn man sich die Geschichte militärischer Auseinandersetzung anschaue, könnten diese Waffen auch für andere Zwecke genutzt werden, sagte er.

„Der Koalitionsvertrag gilt, und das deutsche Recht gilt. Deutsches Recht ist dabei wichtiger als der Koalitionsvertrag für eine Rechtsstaatspartei“, sagte Lambsdorff. „Das Kriegswaffenkontrollgesetz, die Außenwirtschaftsverordnung verbieten die Lieferung von Waffen in Spannungsgebiete, Krisengebiete, Kriegsgebiete.“

Allerdings sei auch klar, dass die Ukraine selber Rüstungsgüter produziere und Exporteur von Militärgerät sei, so Lambsdorff. Es könne sein, dass sie auf Ausrüstungshilfe nicht angewiesen sei.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Deutschland entkommt russischem Gas und landet in der nächsten Falle
04.09.2026

Deutschland hat sich vom russischen Pipelinegas gelöst und setzt nun stark auf Flüssiggas. Doch inzwischen kommt ein Großteil des...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Xiaomi-Autos: Elektro-Offensive startet 2027 in Deutschland
04.09.2026

Xiaomi bereitet den Einstieg in den europäischen Automarkt vor. Der chinesische Elektronikkonzern will seine Elektroautos ab 2027 in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der September-Fluch: Sollten Anleger davor Angst haben?
04.09.2026

Der September hat am Aktienmarkt einen schlechten Ruf. Historisch ist er für US-Aktien der schwächste Monat des Jahres. Auch verschiedene...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: US-Aktien legen zu, während sich die Renditen von Staatsanleihen stabilisieren
03.09.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die US-Märkte beflügelt haben und welche Sektoren jetzt besonders im Rampenlicht...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Hilfe: Deutschland gibt 250 Millionen Euro für Energie-Reparaturen
03.09.2026

Deutschland unterstützt die Ukraine erneut mit einer hohen Millionensumme beim Wiederaufbau beschädigter Energieinfrastruktur. Mit...

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt: Diese neuen Steuern liegen auf dem Tisch
03.09.2026

Die EU braucht Geld für den nächsten Siebenjahreshaushalt und für die Rückzahlung der Corona-Schulden. Deshalb liegen nun acht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunktur: Licht am Ende des Tunnels? Ende der vierjährigen Flaute rückt näher
03.09.2026

Nach Jahren der Schwäche kommt überraschend Optimismus für die deutsche Wirtschaft auf. Führende Institute heben ihre Prognosen für...

DWN
Politik
Politik Goethe-Institute vor dem Aus: Moskau verschärft Konflikt mit Berlin
03.09.2026

Nach der Schließung des Russischen Hauses in Berlin droht Moskau mit der Schließung der Goethe-Institute in Russland. Außenminister...