Ratgeber
Anzeige

Ölkonzern BP schafft 2021 Sprung in die schwarzen Zahlen

Der britische Ölkonzern BP kommt wieder auf Kurs. Im Schlussquartal kam es aufgrund höherer Preise und größerer Fördermengen bei Rohöl und Gas zu einem deutlichen Gewinnsprung. Damit gelang BP auf Jahressicht eine Rückkehr in die Gewinnzone. Konzernchef Bernard Looney zeigt sich optimistisch, die eigenen Ziele zu erreichen.
03.03.2022 16:50
Lesezeit: 1 min

Dieser Text stammt aus der Zusammenarbeit mit einem Gastautor:

An der Londoner Börse konnte die BP-Aktie zuletzt wieder zulegen. Damit nähert sich ihr Kurs weiter ihrem Vorkrisenniveau. Zu Beginn der Corona-Pandemie musste die Aktie einen deutlichen Einbruch verkraften. Ende Oktober 2021 sah es für die Aktionäre sogar noch düsterer aus. Seither erholt sich der Kurs wieder.

Wie der Konzern mitteilte, verdiente BP im vierten Quartal (bereinigt um Sondereffekte) gut 4,1 Milliarden US-Dollar – umgerechnet sind das etwa 3,6 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis übertraf die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. Zum Vergleich: Noch ein Jahr zuvor erreichte der bereinigte Gewinn aufgrund niedrigerer Ölpreise lediglich 115 Millionen US-Dollar.

Im Gesamtjahr schaffte BP nun den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen. Nach dem von Verlusten geprägten Corona-Jahr 2020 verdiente der Konzern bereinigt um Sondereffekte jetzt 12,8 Milliarden US-Dollar.

Wie BP nun ankündigte, werde für das vierte Quartal – wie in den drei Monaten zuvor – eine Dividende von 5,46 US-Cent je Schein ausgezahlt. Außerdem wird es eine weitere Aufstockung seines Aktienrückkaufs auf nun insgesamt 4,15 Milliarden US-Dollar geben. Bis dato hatte das Management nur rund 2,65 Milliarden US-Dollar genannt. Aus dem Betrieb flossen BP im vierten Quartal zudem netto Finanzmittel in Höhe von rund 6,1 Milliarden US-Dollar zu. Dabei gibt öl profit aufschlussreiche Informationen und Beratung.

Der netto auf die Aktionäre entfallene Gewinn der vergangenen drei Monate beträgt rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet ein Mehr von etwa 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dank des ordentlichen Plus konnte BP seinen Verlust aus dem dritten Quartal nahezu kompensieren. Nach einem rund 20 Milliarden US-Dollar schweren Verlustjahr 2020 verdiente BP im abgelaufenen Jahr nun fast 7,6 Milliarden US-Dollar.

Für Konzernchef Looney sind dies alles Anzeichen dafür, dass sich BP auf dem richtigen Weg befindet, um seine Mittelfristziele zu erreichen. Das Ebita soll bis Ende dieses Jahrzehnts ansteigen – neun bis zehn Milliarden US-Dollar sollen aus neuartigeren Geschäften wie zum Beispiel Bioenergie, Wasserstoff oder dem Laden von E-Fahrzeugen kommen. Es ist daher nur konsequent, dass mehr als 40 Prozent der Investitionsausgaben in diesem Bereich fließen sollen.

Auf der anderen Seite plant BP, seine Förderungsvolumina von Öl und Gas um 40 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau zurückfahren. Nichtsdestotrotz sollen dank Kostensenkungen bis 2025 jährlich 33 Milliarden Dollar aus diesem Bereich ins operative Ergebnis einfließen. Bis Ende dieses Jahrzehnts soll der Wert dann zwischen 30 und 35 Milliarden US-Dollar liegen.


DWN
Unternehmen
Unternehmen Pentagon und Anthropic im Konflikt: KI im Militäreinsatz entfacht Debatte
21.03.2026

Der Konflikt zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und dem Pentagon zeigt, wie eng Technologieunternehmen inzwischen in militärische...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Bosch-Dominoeffekt: Wie Deutschland seine Industrie verliert
21.03.2026

Was bei Bosch in Waiblingen beginnt, endet in einer existenziellen Zerreißprobe für den gesamten Industriestandort. Wir erleben gerade...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Rückgang der US-Aktien verschärfte sich die vierte Woche in Folge
20.03.2026

Die US-Aktien gaben am Freitag weiter nach und die Ölpreise stiegen, da der seit fast drei Wochen andauernde Nahostkonflikt keine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spritpreise im Vergleich: Deutschland verliert Sonderrolle
20.03.2026

Lange galt Deutschland als Spitzenreiter bei steigenden Spritpreise – doch das Blatt scheint sich zu wenden. In vielen EU-Staaten ziehen...

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus bleibt blockiert: 40.000 Seeleute ohne Ausweg
20.03.2026

Tausende Seeleute sitzen im Persischen Golf fest, während der Iran-Krieg zentrale Handelsrouten blockiert und die Lage auf See weiter...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Bulthaup: Brauchen wir noch Küchen im Zeitalter künstlicher Intelligenz?
20.03.2026

Der Name Bulthaup steht seit Jahrzehnten für Luxus-Küchen aus Deutschland. In Zeiten der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz...

DWN
Politik
Politik Krieg gegen Iran: Wie erfolgreich ist Israels Strategie? Und was ist das Ziel?
20.03.2026

Der Konflikt zwischen Israel, Iran und der Hisbollah erreicht eine neue Eskalationsstufe. Militärische Erfolge stehen wachsenden...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Gilt Gold noch als sicherer Hafen?
20.03.2026

Am Freitag ist der Goldpreis erneut in die Verlustzone gerutscht. Bei Anlegern sollten nun die Alarmglocken schrillen: Wenn der...