Politik

Ukrainische Armee tötet fünften russischen Top-General

Die ukrainische Armee hat bisher fünf Generäle und weitere wichtige Offiziere in den Reihen der Russen eliminiert. Ob das am Ausgang des Kriegs etwas ändern wird, ist fraglich.
19.03.2022 21:14
Aktualisiert: 19.03.2022 21:14
Lesezeit: 1 min
Ukrainische Armee tötet fünften russischen Top-General
Generalleutnant Andriy Mordvichev wurde getötet. (Screenshot)

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurde der Kommandeur der 8. Militärarmee des südlichen Militärbezirks der Russischen Föderation, Generalleutnant Andriy Mordvichev, von ukrainischen Truppen getötet.

Anfang März 2022 wurde Generalmajor Andrei Sukhovetsky, Kommandant der 41. kombinierten Waffenarmee des Zentralen Militärbezirks und Chef der 7. Luftlandedivision, von einem Scharfschützen getötet.

Der ukrainische Geheimdienst meldete anschließend die Tötung des ersten stellvertretenden Befehlshabers der 41. russischen Armee, Generalmajor Vitaly Gerasimov. Er soll außerhalb von Charkiw getötet worden sein. Gerasimov hatte mit russischen Streitkräften in Syrien und Tschetschenien gekämpft und 2014 an der Annexion der Krim teilgenommen.

Der russische Generalmajor Andrei Kolesnikov wurde am 11. März 2022 bei Kämpfen um Mariupol getötet. Er war der Kommandeur der 29. kombinierten Waffenarmee des östlichen Militärbezirks in der Region Zabaykalsky.

Der russische Generalmajor Oleg Mityayev wurde bei der Erstürmung der belagerten südlichen Hafenstadt Mariupol getötet.

Generalmajore sind die niedrigsten der höchsten Ränge im russischen Militär, was dem NATO-Rang OF-6 entspricht.

Oberst Andrei Sacharov, der Kommandant des 6. Panzerregiments der 90. Panzerdivision, wurde nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums in der Nähe von Kiew getötet.

Ukrainische Beamte zitierten ein abgehörtes Funkgespräch, das zusammen mit einem Video eines Hinterhalts auf die Panzer veröffentlicht wurde und den Tod von Oberst Sacharow bestätigte.

Der Tod von Konstantin Zizevsky, einem Oberst der Nationalgarde, wurde von Mikhail Vedernikov, dem Gouverneur der Region Pskov im Nordwesten Russlands, auf Instagram gemeldet. Er wurde bei Kämpfen in den östlichen Regionen Donezk und Lugansk getötet.

In demselben Post auf Instagram meldete Gouverneur Vedernikov den Tod von Oberstleutnant der Wache, Juri Agarkow. Laut einem Bericht russischer Medien in Kamyschin befehligte er ein motorisiertes Schützenregiment.

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurde Oberstleutnant Dmitry Safronov, der Kommandeur der 61. Separaten Marinebrigade, bei einer Operation in der Stadt Chuhuiv getötet.

Leutnant Denis Glebov, der stellvertretende Kommandeur der 11. Separaten Luftlande-Brigade, wurde ebenfalls während der Befreiung von Chuhuiv getötet. Der russischen Nachrichtenagentur „Tass“ zufolge sei er posthum mit dem Tapferkeitsorden ausgezeichnet worden.

General Magomed Tushaev führte eine Kolonne tschetschenischer Spezialeinheiten an, als er in der Nähe von Hostomel getötet wurde. Er war der Kommandant der 141. Brigade der motorisierten National-Garde.

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass sich die ukrainische Armee auf die Ausschaltung der Kommandanten der russischen Armee konzentriert. Ob das am Ausgang des Kriegs etwas ändern wird, ist fraglich.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

DWN
Finanzen
Finanzen Trump setzt auf Kevin Warsh als Fed-Chef: Neuer Kurs für die US-Notenbank?
30.01.2026

US-Präsident Donald Trump bringt mit Kevin Warsh einen möglichen neuen Fed-Chef ins Spiel. Doch kann ein Machtwechsel die Geldpolitik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation in Deutschland steigt wieder über zwei Prozent: Lebensmittelpreise steigen
30.01.2026

Die Inflation in Deutschland zieht zu Jahresbeginn wieder an und belastet viele Verbraucher spürbar. Besonders bei Lebensmitteln steigen...

DWN
Politik
Politik Tarifverhandlungen: Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks im Nahverkehr auf
30.01.2026

Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr angekündigt. Vielerorts dürften Busse und Bahnen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dollar unter Druck: Neue Risiken für Finanzmärkte und Weltwirtschaft
30.01.2026

Der Wertverlust des Dollars verschiebt globale Preisrelationen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch-Gewinneinbruch: Operatives Ergebnis fast halbiert
30.01.2026

Bosch verdient so wenig wie seit Jahren nicht. Insbesondere die horrenden Kosten für die Stellenabbau-Pläne belasten den Gewinn. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage: Warum Aktien langfristig keine Rendite bringen – und was Investoren tun können
30.01.2026

An den Börsen hält sich die Vorstellung, dass Geduld langfristig zum Erfolg führt. Doch was, Aktien langfristig keine Rendite bringen...

DWN
Politik
Politik US-Iran-Konflikt: Steigende Spannungen wirken sich auf den Ölpreis aus
30.01.2026

Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise spürbar steigen lassen und die geopolitischen Risiken am Energiemarkt neu in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2025 stärker als gedacht
30.01.2026

Nach zwei Jahren Rezession wächst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. Das Schlussquartal fällt sogar positiver aus als erwartet....