Politik

Ukrainer töten sechsten russischen Top-General

Die ukrainische Armee hat im Verlauf des Kriegs sechs russische Generäle und den stellvertretenden Kommandanten der Schwarzmeerflotte getötet.
26.03.2022 20:42
Aktualisiert: 26.03.2022 20:42
Lesezeit: 2 min
Ukrainer töten sechsten russischen Top-General
Auf diesem von Planet Labs PBC zur Verfügung gestellten Satellitenbild sind Feuer und Rauch am internationalen Flughafen und Luftwaffenstützpunkt Cherson zu sehen. (Foto: dpa) Foto: Uncredited

Am Freitag wurde in der Ukraine ein weiterer russischer General getötet worden. Generalleutnant Jakow Rjasanzew wurde bei einem Angriff in der Nähe der südlichen Stadt Cherson neutralisiert – offenbar am internationalen Flughafen und Luftwaffenstützpunkt Cherson. Rjasanzew war der Kommandant der 49. Armee des südlichen Distrikts.

Wenige Tage zuvor wurde Admiral Andrej Nikolajewitsch Palii, der stellvertretende Kommandant der Schwarzmeerflotte, in Mariupol von einem Scharfschützen getötet, berichtet „The Times of Israel“. In einer Nachricht auf Telegram beschrieb Mikhail Razvojaev, der Gouverneur von Sewastopol auf der Krim, Palii als einen „offenen und ehrlichen Mann“ und einen „wahren Offizier einer Militärdynastie“, der „große Autorität über die Flotte“ gehabt haben soll.

Liste der getöteten russischen Kommandeure und Generäle:

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurde der Kommandeur der 8. Militärarmee des südlichen Militärbezirks der Russischen Föderation, Generalleutnant Andriy Mordvichev, von ukrainischen Truppen getötet.

Anfang März 2022 wurde Generalmajor Andrei Sukhovetsky, Kommandant der 41. kombinierten Waffenarmee des Zentralen Militärbezirks und Chef der 7. Luftlandedivision, von einem Scharfschützen getötet.

Der ukrainische Geheimdienst meldete anschließend die Tötung des ersten stellvertretenden Befehlshabers der 41. russischen Armee, Generalmajor Vitaly Gerasimov. Er soll außerhalb von Charkiw getötet worden sein. Gerasimov hatte mit russischen Streitkräften in Syrien und Tschetschenien gekämpft und 2014 an der Annexion der Krim teilgenommen.

Der russische Generalmajor Andrei Kolesnikov wurde am 11. März 2022 bei Kämpfen um Mariupol getötet. Er war der Kommandeur der 29. kombinierten Waffenarmee des östlichen Militärbezirks in der Region Zabaykalsky.

Der russische Generalmajor Oleg Mityayev wurde bei der Erstürmung der belagerten südlichen Hafenstadt Mariupol getötet.

Generalmajore sind die niedrigsten der höchsten Ränge im russischen Militär, was dem NATO-Rang OF-6 entspricht.

Oberst Andrei Sacharov, der Kommandant des 6. Panzerregiments der 90. Panzerdivision, wurde nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums in der Nähe von Kiew getötet.

Ukrainische Beamte zitierten ein abgehörtes Funkgespräch, das zusammen mit einem Video eines Hinterhalts auf die Panzer veröffentlicht wurde und den Tod von Oberst Sacharow bestätigte.

Der Tod von Konstantin Zizevsky, einem Oberst der Nationalgarde, wurde von Mikhail Vedernikov, dem Gouverneur der Region Pskov im Nordwesten Russlands, auf Instagram gemeldet. Er wurde bei Kämpfen in den östlichen Regionen Donezk und Lugansk getötet.

In demselben Post auf Instagram meldete Gouverneur Vedernikov den Tod von Oberstleutnant der Wache, Juri Agarkow. Laut einem Bericht russischer Medien in Kamyschin befehligte er ein motorisiertes Schützenregiment.

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurde Oberstleutnant Dmitry Safronov, der Kommandeur der 61. Separaten Marinebrigade, bei einer Operation in der Stadt Chuhuiv getötet.

Leutnant Denis Glebov, der stellvertretende Kommandeur der 11. Separaten Luftlande-Brigade, wurde ebenfalls während der Befreiung von Chuhuiv getötet. Der russischen Nachrichtenagentur „Tass“ zufolge sei er posthum mit dem Tapferkeitsorden ausgezeichnet worden.

General Magomed Tushaev führte eine Kolonne tschetschenischer Spezialeinheiten an, als er in der Nähe von Hostomel getötet wurde. Er war der Kommandant der 141. Brigade der motorisierten National-Garde.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt wegen schwacher Chip-Aktien nach
13.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street heute bewegt haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
13.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...