Finanzen

EU-Bankenabwicklerin König: Folgen des Ukraine-Kriegs für Geldhäuser bewältigbar

Die Folgen des Ukraine-Kriegs sind aus Sicht von Europas oberster Bankenabwicklerin Elke König für die Geldhäuser in der EU zu bewältigen.
30.03.2022 13:07
Lesezeit: 1 min

Die Folgen des Ukraine-Kriegs sind aus Sicht von Europas oberster Bankenabwicklerin Elke König für die Geldhäuser in der EU zu bewältigen. "Wir beobachten den gesamten Bankensektor, schauen auf Erstrundeneffekte, die nach allem, was wir sehen, bewältigbar erscheinen", sagte König am Mittwoch auf einer Medienkonferenz. König leitet das in Brüssel ansässige Single Resolution Board (SRB). Die Behörde beschäftigt sich mit der Abwicklung maroder Geldhäuser in der Ländergemeinschaft.

Wie sich die Entwicklung an den Rohstoffmärkten auf die Banken auswirke, müsse allerdings im Blick behalten werden, sagte König. Derzeit könne sie nichts zutiefst beunruhigendes sehen. Die SRB-Chefin rechnet jedoch damit, dass aufgrund einer Konjunkturverlangsamung die Anzahl der Problemkredite zunehmen werde. Die russische Invasion der Ukraine hat erhebliche Schwankungen auf den Rohstoffmärkten ausgelöst und Befürchtungen angeheizt, es könne zu einer massiven Konjunkturabschwächung kommen.

Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen des Westen gegen Russland haben bereits europäische Ableger russischer Banken ins Schlingern gebracht. So schaltete sich das SRB Ende Februar bei EU-Töchtern der russischen Großbank SberbankSBER.MM ein, die wegen massiver Abflüsse von Einlagen ins Taumeln geraten waren. Das SRB hatte drei EU-Töchter als nicht mehr überlebensfähig eingestuft. Hingegen führt die russische Bank VTBVTBR.MM ihre Geschäfte in Europa weiter. König zufolge haben die vor allem deutschen Einleger nicht die Flucht ergriffen.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ripple startet RWA-Strategie, AMT DeFi-Verträge für erneuerbare Energien gehen live – XRP beginnt einen neuen Aufwärtszyklus

Mit der beschleunigten Einführung der RWA-Strategie (Real World Assets) durch Ripple entwickelt sich die Blockchain-Branche von reinem...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Digitale Souveränität: Europas Weg aus der US-Tech-Abhängigkeit
18.01.2026

Europas Abhängigkeit von globalen Technologiekonzernen rückt zunehmend in den Fokus politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen. Wird...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Basel IV: Warum viele Unternehmen plötzlich keinen Kredit mehr erhalten
18.01.2026

Basel IV verändert die Kreditlandschaft grundlegend – und der Mittelstand zahlt den Preis. Immer mehr Unternehmen stoßen auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Trump im zweiten Amtsjahr: Wachsende Risiken für globale Finanzmärkte
18.01.2026

Donald Trumps zweite Amtszeit fällt in eine Phase erhöhter politischer und ökonomischer Verwundbarkeit der Märkte. Droht den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflationsschock, Schuldenfalle, Rezession: Das neue ökonomische Dreieck
18.01.2026

Deutschland geht der finanzielle Spielraum aus. Hinter der Fassade steckt ein Staat, der ganz langsam unter explodierenden Schulden, hoher...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 03: Die wichtigsten Analysen der Woche
18.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 03 des neuen Jahres fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands Industrie am Wendepunkt: Strukturwandel prägt die Entwicklung
18.01.2026

Die deutsche Industrie verharrt nach dem Abschwung in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. Handelt es sich um eine vorübergehende...

DWN
Technologie
Technologie Speicherchips: Der wahre Engpass der Künstlichen Intelligenz
18.01.2026

Jahrelang drehte sich im KI-Boom alles um Rechenleistung. Doch nun zeigt sich, dass nicht Prozessoren, sondern Speicherchips den Takt...

DWN
Technologie
Technologie BDEW kritisiert Infrastruktur auf dem Silbertablett: Was sich nach dem Angriff aufs Berliner Stromnetz dringend ändern muss
18.01.2026

Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz übt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) scharfe Kritik an geltenden...