Finanzen

Die Fed ist die mächtigste Institution des globalen Finanzsystems

Der Analyst Graham Summers sagt, dass die US-Notenbank Fed die mächtigste Einheit der globalen Finanzwelt sei. „Die Fed war in der Lage, den aggressivsten Marktcrash der Geschichte zu stoppen (…) und die Aktien auf neue Allzeithochs zu treiben – zu einer Zeit, als die Realwirtschaft geschlossen“, so Summers.
06.04.2022 19:13
Aktualisiert: 06.04.2022 19:13
Lesezeit: 1 min

Der Analyst Graham Summers führt in einem Artikel der Webseite „Phoenix Capital Research“ aus: „Die wichtigste Regel beim Investieren lautet: ,Kämpfe nicht gegen die Fed‘. Die Fed ist die mächtigste Einheit im Finanzsystem. Und wie wir im Jahr 2020 entdeckten, ist ihre Macht fast grenzenlos: Die Fed war in der Lage, den aggressivsten Marktcrash der Geschichte zu stoppen (…) und die Aktien auf neue Allzeithochs zu treiben – zu einer Zeit, als die Realwirtschaft geschlossen.“

Lesen Sie auch: Federal Reserve: Bekannte „Taube“ wechselt ins Lager der „Falken“: Inflation außer Kontrolle geraten?

In den vergangenen sechs Wochen hatten mehrere Fed-Beamte, darunter der Fed-Vorsitzende Jerome Powell (der mächtigste Fed-Insider der Welt), erklärt, dass die Fed in Bezug auf die Inflation sehr stark hinter der Inflationskurve zurückbleibt und in diesem Jahr mehrmals mit Zinserhöhungen um 0,5 Prozent beginnen muss.

„Wenn Sie mir nicht glauben, glauben Sie vielleicht Lael Brainard. Ms. Brainard ist die stellvertretende Vorsitzende der Fed. Sie ist wohl die liberalste und gelddruckfreundlichste Fed-Beamtin, die derzeit im Amt“, so Summers.

Kürzlich hielt Brainard eine Rede, in der sie Folgendes sagte:

· Hohe Inflation „belastet arbeitende Familien“.

· Es ist von „höchster Bedeutung“, dass die Fed die Inflation stoppt.

· Die Fed wird bereits im Mai damit beginnen, ihre „Bilanz in rasantem Tempo“ zu reduzieren.

· Die Fed ist bereit, bei Bedarf noch „stärkere Maßnahmen“ zu ergreifen.

„Noch einmal, dies ist die gelddruckfreundlichste Fed-Beamtin. Und ausgerechnet sie erklärt öffentlich, dass der wichtigste Fokus für die Fed heute auf der Beendigung der Inflation liegt. Das bedeutet aggressive Zinserhöhungen und eine schnellstmögliche Schrumpfung der Fed-Bilanz“, stellt Summers fest.

Schlaue Anleger würden trotz der Kursrückgänge an den Börsen keine Aktien mehr kaufen, weil sie wissen, dass der Börsen-Crash komme. Die Fed wolle die Inflation stoppen, indem sie die aktuelle Spekulations-Blase zum Platzen bringt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Renditen von US-Staatsanleihen belasten die Wall Street
07.10.2026

Steigende Renditen und neue Zinsängste bringen die US-Märkte ins Wanken – erfahren Sie, welche Schwergewichte es besonders hart trifft.

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Millionen Bürger müssen mehr vom Lohn abgeben
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
07.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...