Wirtschaft

Weltmarktpreise für Lebensmittel steigen auf Rekordhoch

Die Weltmarktpreise für Lebensmittel sind im März wegen des Kriegs in der Ukraine auf ein Rekordhoch gestiegen.
08.04.2022 12:21
Lesezeit: 1 min

Die Weltmarktpreise für Lebensmittel sind im März wegen des Kriegs in der Ukraine auf ein Rekordhoch gestiegen. Denn die Folgen des russischen Einmarschs hätten die Märkte für Getreide und Pflanzenöl erschüttert, erklärte die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) am Freitag. Auf Russland und die Ukraine zusammen entfielen demnach in den vergangenen drei Jahren rund 30 Prozent der weltweiten Weizenexporte und etwa 20 Prozent der globalen Maisausfuhren. „Die Weltmarktpreise für Weizen stiegen im Laufe des Monats um 19,7 Prozent, was durch Sorgen um die Erntebedingungen in den USA noch verstärkt wurde“, teilte die FAO mit. Die Preise für Mais kletterten zum Februar um 19,1 Prozent und erreichten damit ebenso wie die Preise für Gerste und Sorghum (Hirse) ein Rekordhoch.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte zuvor vor einer beispiellosen Lebensmittelkrise. Die Lage werde in zwölf bis 18 Monaten noch schlechter sein, da die Ukraine die Saaten nicht ausbringen könne.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten hatten am 26. Januar 2021 in einem Artikel mit dem Titel „Corona 2021: Kommt es in der EU bald zu einer Nahrungsmittel-Krise?“ ausgeführt: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es in Europa zur Nahrungsmittel-Krise kommt. So ist davon auszugehen, dass der Nahrungsmittel-Preisindex kontinuierlich steigen wird, während eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen innerhalb der EU die Nahrungsmittel-Lieferketten zum Erliegen bringen könnte. Eine Risikoanalyse.“

In einer weiteren Analyse vom 18. Dezember 2021 mit dem Titel „Risikoanalyse: Große Inflations-Unruhen beginnen im Jahr 2022“ heißt es: „In Europa, Deutschland und dem Rest der Welt könnte die inflationäre Entwicklung bis 2023 und darüber hinaus zu großen sozial-wirtschaftlichen Unruhen führen. Denn der Nahrungsmittelpreis-Index steigt rasant an. Europas Politiker sollten soziale und wirtschaftliche Präventiv-Maßnahmen treffen, bevor es zu spät ist.“

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