Wirtschaft

Pkw-Absatz in der EU stürzt auf Rekordtief

Der EU-Automarkt ist im März um mehr als ein Fünftel eingebrochen, wie der Herstellerverband ACEA mitteilt. Nie zuvor wurden in der EU so wenige Autos verkauft.
20.04.2022 08:07
Lesezeit: 1 min
Pkw-Absatz in der EU stürzt auf Rekordtief
Der Pkw-Absatz in der EU leidet unter mehreren Faktoren. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Hamburg, 20. Apr (Reuters) - Gerissene Lieferketten wegen des Ukraine-Kriegs und damit zusammenhängende Produktionsunterbrechungen haben den Automarkt in der EU einbrechen lassen. Im März fiel der Pkw-Absatz um 20,5 Prozent auf rund 844.000 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Dabei verzeichneten die meisten Länder zweistellige Verkaufsrückgänge. Am höchsten waren sie in Spanien mit minus 30,2 Prozent, gefolgt von Italien mit minus 29,7 Prozent, Frankreich (minus 19,5 Prozent) und Deutschland (minus 17,5 Prozent).

Der russische Einmarsch in die Ukraine hatte bereits im Februar die Probleme der Branche verschärft und bei den Neuzulassungen in der EU für den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor 32 Jahren gesorgt. Die Auswirkungen der Lieferausfälle bei Kabelbäumen schlugen in der Zulassungsstatistik erst im März voll zu Buche. Lediglich im ersten Corona-Jahr 2020 war der Absatz wegen des europaweiten Lockdowns noch niedriger.

Fast alle Autobauer legten im vergangenen Monat beim Absatz den Rückwärtsgang ein: Die Marke VW büßte in der Europäischen Union fast 30 Prozent ein, die Opel-Mutter Stellantis verkaufte ein Drittel weniger als vor Jahresfrist, die Marke BMW schrumpfte um 17,8 Prozent und Mercedes gab 13,2 Prozent ab. Porsche legte dagegen etwas zu (plus 4,8 Prozent). Seit Jahresanfang sanken die Neuregistrierungen aller Hersteller um 12,3 Prozent auf rund 2,2 Millionen Einheiten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street schiebt Unsicherheit beiseite und legt zu
18.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen den Tag im Plus. Der S&P 500 stieg um 0,56 %, der Nasdaq Composite um 0,78 % und der Dow Jones Industrial...

DWN
Technologie
Technologie Ostsee-Stromprojekt: Baltic-German PowerLink geplant
18.02.2026

Das Ostsee-Stromprojekt zwischen Deutschland, Lettland und Litauen nimmt konkrete Formen an. Mit dem Baltic-German PowerLink entsteht ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Dürr-Aktie springt nach Quartalszahlen deutlich an – jetzt Dürr-Aktie kaufen?
18.02.2026

Der Dürr-Aktienkurs ist nach überraschend starken Quartalszahlen nach oben geschossen. Vor allem der Nettogewinn überzeugt Investoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Steuerstreit: Koalition ringt um Spitzensteuersatz – Deutschland bisher im Mittelfeld
18.02.2026

Der Steuerstreit zwischen CDU und SPD spitzt sich in Zeiten schwacher Konjunktur und angespannter Haushaltslage zu. Setzt die Koalition auf...

DWN
Politik
Politik Autonome Kampfdrohnen: Elon Musk steigt in Pentagon-Innovationswettbewerb ein
18.02.2026

Elon Musk bindet SpaceX und xAI in ein sensibles Pentagon-Projekt zur Entwicklung autonomer Kampfdrohnen ein. Welche sicherheitspolitischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Handelspolitik: Regierung prüft Anpassungen bei Stahl- und Aluminiumzöllen
18.02.2026

Die US-Regierung signalisiert Bereitschaft, den Anwendungsbereich und die Durchsetzung der Stahl und Aluminiumzölle anzupassen, hält...

DWN
Finanzen
Finanzen Brüsseler Personalpoker: Spekulationen um vorzeitigen Rückzug von EZB-Chefin Lagarde
18.02.2026

Christine Lagarde könnte die EZB vor Ende ihrer Amtszeit verlassen. Hintergrund sind offenbar Sorgen, dass nach den Wahlen in Frankreich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stellenabbau durch KI-Einsatz: Ergo streicht 1000 Arbeitsplätze bis 2030
18.02.2026

Künstliche Intelligenz verändert die Versicherungsbranche und wirkt sich zunehmend auch auf Arbeitsplätze aus. Wird der Stellenabbau bei...