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Rekordinflation in Deutschland: Wie können sich Anleger schützen?

Die Inflationsrate in Deutschland hat den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht. Da die Lebenshaltungskosten inmitten wachsender geopolitischer Spannungen weiter ansteigen, befasst sich dieser Artikel mit Möglichkeiten, wie Deutsche ihr Geld durch ETFs und Aktien gewinnbringend anlegen können, um ihr Vermögen zu schützen.
26.04.2022 10:52
Aktualisiert: 26.04.2022 10:52
Lesezeit: 3 min

Die Inflationsrate in Deutschland hat den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht. Da die Lebenshaltungskosten inmitten wachsender geopolitischer Spannungen weiter ansteigen, befasst sich dieser Artikel mit Möglichkeiten, wie Deutsche ihr Geld durch ETFs und Aktien gewinnbringend anlegen können, um ihr Vermögen zu schützen.

Inflation in Deutschland: Ein Ausblick

Die Inflation ist in vollem Gange und Verbraucherpreise steigen weiter an. Dies betrifft nicht nur Artikel für den täglichen Bedarf, sondern auch an den Zapfsäulen macht sich der Preisanstieg deutlich bemerkbar. Und dies bei gleichbleibenden Gehältern und anhaltender Pandemie.

Der Vizechef der Deutschen Bank Karl von Rohr warnt sogar davor, dass die Inflation noch dieses Jahr die 8-Prozent-Marke überschreiten könnte. Im Falle von eingeschränkten Energieimporten könnte die Inflation sogar in den zweistelligen Prozentbereich ragen.

Für Verbraucher hätte dies weitreichende Folgen. Die Preise würden somit im Schnitt um 10 % ansteigen, wobei wichtige Bereiche, wie der Energiesektor sogar noch stärker betroffen werden. Dies ist besonders ärgerlich für Sparer, die sich neben den Negativzinsen auf den Sparkonten nun auch noch mit dem Wertverlust ihres lang ersparten Geldes abfinden müssen.

Denn selbst die optimistischsten Prognosen gehen von einer starken Inflation aus, wie man sie seit Jahrzehnten nicht mehr in Deutschland gesehen hat. Sparer sind daher angehalten, ihr Geld auf dem Bankkonto schnellstmöglich in profitable Anlageformen zu investieren. Wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden, kann auch der neue Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht ausreichend Schutz gegen die drohende Inflation bieten.

Der neue Kurs der EZB schützt nicht vor Inflation

Die EZB hat nach langer Zeit angedeutet, ihre Nullzinspolitik auf lange Sicht zu verändern. Laut EZB werden die Änderungen der EZB-Leitzinsen einige Zeit nach Ende der Nettoankäufe im Rahmen des Asset Purchasing Programs (APP) vorgenommen.

Kurz- bis mittelfristig bedeutet dies für Sparer, dass das Vermögen auch weiterhin schrumpft. Denn langfristig wird von der EZB geplant, die Inflationsrate bei einem Wert von 2 % zu stabilisieren, was sicherlich einen Schritt in die richtige Richtung darstellt, jedoch den Wertverfall lediglich verzögert.

Sparbücher sind schon lange keine sichere Anlageform mehr. Dies ist bereits seit vielen Jahren ins Bewusstsein der meisten Verbraucher vorgedrungen. Die Frage stellt sich, wie man sich in Zeiten der Inflation bestmöglich vor einem Wertverfall schützen und gleichzeitig das Privatvermögen maximieren kann. Hier sind nach wie vor die Börsenmärkte die richtige Anlaufstelle, um das Geld sicher und gewinnbringend anzulegen.

Der Börsenmarkt als effektiver Inflationsschutz

Aktien oder Indexfonds gelten seit Langem als Grundpfeiler für den Vermögensaufbau, sowohl für professionelle Investoren als auch für Kleinanleger. Während es bei Einzelaktien zu Schwankungen kommen kann, sichert ein gut diversifiziertes Portfolio langfristige Profite, die gut und gerne jährlich in den zweistelligen Prozentbereich reichen können.

Maxim Manturov, Abteilungsleiter Anlageberatung bei Freedom Finance Europe, sagt hierzu Folgendes: „Aktien werden traditionell als Inflationsschutz angesehen, da im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass Unternehmen in der Lage sein werden, steigende Kosten durch höhere Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen auszugleichen. In diesem Umfeld wird von den meisten Unternehmen ein Umsatz- und Gewinnwachstum selbst bei steigender Inflation erwartet. In Zeiten hoher Inflation ziehen viele Anleger eine Steigerung ihres Aktienportfolios in Betracht. Da seit langem mit einer höheren Inflation gerechnet wird und viele Vermögenswerte eine steigende Inflation in ihre Bewertungen „einkalkuliert“ haben, ist es möglich, dass sich die Inflation bereits ihrem Höhepunkt nähert. Denn die Inflationsrate ist aufgrund der starken Verbrauchernachfrage und des anhaltenden Arbeitskräfte- und Angebotsmangels bereits stark angestiegen.”

Die obere Statistik belegt die Expertenmeinung. Von 1987 bis ins Jahr 2021 konnte sich der Deutsche Aktienindex (DAX) in seinem Wert verfünfzehnfachen. Einige Krisen, wie beispielsweise die Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008, konnten in den folgenden Jahren wieder aufgefangen werden.

Weniger risikofreudige Anleger sollten sich nicht nur mit Einzelaktien begnügen, sondern darüber hinaus in ETFs investieren. ETFs bilden Teile der Indizes ab, sodass Anleger nicht nur in eine, sondern gleich in eine Vielzahl von profitablen Unternehmen investieren. Dies senkt das Anlagerisiko im Vergleich zu Einzelaktien und sichert eine stabile Wertsteigerung. Als Faustregel gilt: Je früher investiert wird und je länger die Wertpapiere gehalten werden, desto größer ist der Wertzuwachs.

Fazit: Der Börsenmarkt als Vermögensgrundpfeiler

Die Inflation ist bereits in vollem Gange. Experten sind sich einig, dass die Inflation weiter anhalten wird. Die Frage stellt sich nur, wie schnell das angesparte Vermögen an Wert verlieren wird. Die neue Politik der EZB wird erst mittelfristig in Kraft treten und kann aufgrund starker externer Faktoren, wie dem Ukraine-Krieg und der drohenden Energiekrise den Wertverfall nur abmildern.

Darum sind Kleinanleger gerade jetzt dazu angehalten, ihr Handelsportfolio zu erweitern oder falls noch nicht vorhanden, in den Aktienmarkt einzusteigen. Denn nur eine vernünftige Investition in ein ausbalanciertes Portfolio kann als Inflationsschutz dienen und gleichzeitig das Anlagevermögen auf mittel- bis langfristige Sicht steigern. Wir empfehlen gerade Anfängern, den Großteil des Portfolios nicht in Einzelaktien, sondern in vielversprechende ETFs zu investieren, um das Risiko bestmöglich zu senken und gleichzeitig das angesparte Vermögen langfristig zu vermehren.

Quelle: Inflationsrate.com/ Statista


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