Ratgeber
Anzeige

Wie wichtig ist die Sicherheit meiner Passwörter?

Dass Betrüger sich sehr für persönliche Daten und Passwörter interessieren, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Die Daten sind teilweise viel Geld wert und es kann mit ihnen ordentlich Schaden angerichtet werden. Wer möchte schon, dass sich jemand anderes unter dem eigenen Namen ausgibt, E-Mails verschickt oder gar kostenpflichtig etwas bestellt? Und die leidtragenden Betroffenen werden meist völlig überrascht.
25.05.2022 17:56
Aktualisiert: 25.05.2022 17:56
Lesezeit: 2 min

Dieser Text stammt aus der Zusammenarbeit mit einem Gastautor:

Doch obwohl man, wenn man sich im Internet bewegt, regelmäßig an die Wichtigkeit eines sicheren Passwortes erinnert wird, nehmen es viele nicht so ernst, wie sie es wohl sollten. Dazu reicht ein Blick in die Top 10 von den in Deutschland am meisten verwendeten Passwörter.

Die häufigsten Passwörter in Deutschland (Stand 2021)

1. 123456

2. passwort

3. 12345

4. hallo

5. 123456789

6. qwertz

7. schatz

8. basteln

9. berlin

10. 12345678

Wie sieht’s international aus? In dieser Infografik findet man die Antwort.

Und wenn sich die Mühe gemacht wird, ein komplizierteres und somit sicheres Passwort zu erstellen, läuft dies meist darauf hinaus, dass ein und dasselbe Passwort für mehrere Websites verwendet wird. Wer soll sich auch schon dutzende komplizierte Passwörter merken?

Hilfreich dabei kann ein Passwort Manager sein, der Passwörter sicher verwaltet und speichert. Mittlerweile gibt es einen breiten Markt an solchen Lösungen und viele Geräte bieten sogar ein internes Passwort-Manager-System an. Ein solches bietet Ihnen den Vorteil, viele starke Passwörter für Sie zu generieren. So können Sie sicher sein, keines davon zu vergessen – und dass, ganz ohne Klebezettel am Monitor.

Wie sicher sind meine Passwörter?

Hacker verfügen über Werkzeuge, die vollautomatisch verschiedenste Kombinationen aus Zeichen, Zahlen und Wörtern oder bereits erlangten Daten bei allen möglichen Diensten in unglaublicher Geschwindigkeit durchtesten.

Websites wie checkdeinpasswort.de können Ihnen helfen, die Sicherheit Ihrer Passwörter zu überprüfen. Dazu rechnen sie die durchschnittliche Zeit aus, die ein Computer brauchen würde, um das jeweilige Passwort zu erraten. Dabei gilt natürlich immer: je länger, desto besser!

Und sollte man dann feststellen, dass bei einigen Passwörtern Änderungsbedarf besteht, machen es die folgenden Tipps ganz einfach, neue starke Passwörter zu erstellen.

Ein Passwort sollte für optimale Sicherheit…

  • mindestens acht Zeichen enthalten,
  • aus einem möglichst willkürlichen Mix aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen,
  • keine leicht erratbaren persönlichen Daten wie das Geburtsdatum oder den Namen der Eltern enthalten,
  • nicht mehrfach verwendet werden und
  • idealerweise über eine 2-Faktor-Authentifizierung geschützt werden.

Bei einer 2-Faktor-Authentifizierung wird zusätzlich zu dem Passwort noch ein Sicherheitscode benötigt, damit sich jemand einloggen kann. Dies funktioniert ähnlich wie das Generieren einer TAN für Online-Banking. Oft wird empfohlen, für die 2-Faktor-Authentifizierung ein zweites Gerät zu verwenden, auf das ein möglicher Hacker höchstwahrscheinlich keinen Zugriff hat.

Um sich das ein oder andere Passwort merken zu können, kann man es auch mit Hilfe einer simplen Gedankenstütze erstellen: Man denkt sich einen Satz mit mindestens einer Zahl darin aus und merkt sich dann jeweils den ersten (oder letzten oder mittleren) Buchstaben jedes Wortes.

Ob eigene Konten oder Login-Daten vielleicht bereits in die Hände unbefugter Dritter gefallen sind, lässt sich anhand Websites wie haveibeenpwned.com testen. Diese zeigen einem für entsprechende Telefonnummern oder E-Mail-Adressen, ob und welche Daten sich im Besitz von Hackern befinden könnten. So lassen sich Sicherheitslücken gut erkennen und schließen.

Sollte ich mein Passwort regelmäßig ändern?

Viele Websites und Unternehmen zwingen ihre Nutzer regelmäßig dazu, ihre Passwörter immer mal wieder zu ändern. Jedoch haben Studien und Erfahrungen gezeigt, dass der dadurch angestrebte Sicherheitsgewinn tatsächlich nicht eintritt und das ständige Wechseln darüber hinaus regelmäßig dazu führt, dass die Nutzer ihre Passwörter häufiger vergessen. Das häufige Ändern von Passwörtern ist demnach nicht notwendig.


DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ein Nobelpreisträger erklärt: Niedrige Geburtenraten töten das Wirtschaftswachstum nicht
26.07.2026

Sinkende Geburtenraten gelten oft als Gefahr für Wachstum und Wohlstand. Doch Nobelpreisträger Daron Acemoglu kommt zu einem anderen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmensmedien: Wer nur Inhalte postet, hat den Kampf um Kunden bereits verloren
26.07.2026

Unternehmen produzieren Podcasts, Videos und LinkedIn-Beiträge, doch das Publikum bleibt aus. Der Grund: Viele behandeln Inhalte wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Geldpolitik wurde unter Greenspan zur Macht über die Märkte
26.07.2026

Alan Greenspan konnte mit einem Halbsatz Märkte beruhigen oder verunsichern. Fast zwei Jahrzehnte lang galt der Fed-Chef als Dirigent der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lohntransparenz: Nordea legt Gehälter offen und verändert die Machtverhältnisse
26.07.2026

Was geschieht, wenn Beschäftigte plötzlich erkennen können, ob ihr Gehalt am oberen oder unteren Ende der vorgesehenen Spanne liegt? Die...

DWN
Panorama
Panorama Hitzefalle Spielplatz: Wie Städte für mehr Schatten sorgen wollen
26.07.2026

Die Sommer werden heißer, und viele Spielplätze geraten an ihre Grenzen. Fehlender Schatten und aufgeheizte Flächen erschweren das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Britische Wirtschaft: Die Heimat des Kapitalismus steckt in der Wachstumsfalle
26.07.2026

Großbritannien wechselt seine Regierungschefs, doch die Wirtschaft bleibt stehen. Seit der Finanzkrise wächst die Heimat des Kapitalismus...

DWN
Politik
Politik Russische Atomtechnik in Deutschland: Was hinter der umstrittenen Kooperation in Lingen steckt
25.07.2026

Die Genehmigung für eine Brennelementefertigung mit russischer Technologie in Niedersachsen wirft weitreichende Fragen auf. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen KI und Geldpolitik: Warum die Fed vor einem Zinsdilemma steht
25.07.2026

Künstliche Intelligenz soll die Produktivität steigern und die Inflation bremsen. Doch ausgerechnet der milliardenschwere KI-Boom könnte...