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Existenzgründerkredit - welche Sicherheiten werden benötigt?

Gründer haben einen hohen Kapitalbedarf, besitzen aber in der Regel geringe Sicherheiten. Wie kommt man trotzdem an einen Existenzgründerkredit?
31.05.2022 14:39
Aktualisiert: 31.05.2022 14:39
Lesezeit: 2 min

Dieser Text stammt aus der Zusammenarbeit mit einem Gastautor:

Die meisten Existenzgründer befinden sich zu Beginn ihres Schaffens in einer schwierigen finanziellen Lage. Investitionen in die Firma belasten ebenso das Budget wie Mieten, Personal und Materialkosten. Mit einem Unternehmenskredit für Gründer kann diese finanzielle Durststrecke überwunden werden.

In der Regel fehlen Jungunternehmern, die sich am Anfang ihres Berufslebens befinden, für eine Kreditaufnahme die nötigen Sicherheiten. Es ist möglich, sich in einer solchen Situation an ein Kreditinstitut wie die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zu wenden, um das benötigte Kapital zu leihen. Auch herkömmliche Kredithäuser und Direktbanken wie z.B. Banknorwegian.de/ vergeben Kredite für Existenzgründer ohne Sicherheiten. Zudem treten neue Formen der Kreditvergabe wie Crowdlending in den Fokus.

Was ist ein Existenzgründerkredit?

Die Finanzierung einer Gründung umfasst u.a. die Kapitalbeschaffung. Wenn eine gute Geschäftsidee besteht, kann diese ohne ausreichende finanzielle Mittel schwerlich umgesetzt werden. Zeichnet sich die Entwicklung eines Produkts doch üblicherweise durch eine mehr oder weniger hohe Anfangsinvestition aus. Einnahmen dagegen sind erst zu erwarten, wenn das Produkt Marktreife erlangt. Für viele Gründungen ist das eine entscheidende Phase, von der ihr langfristiges Überleben abhängt.

An dieser Stelle setzt der Existenzgründerkredit an. Er schafft den finanziellen Background, um die schwierige Anfangsphase zu überstehen. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen klassischen Ratenkredit. Der Kreditnehmer erhält die Summe, die er für seine Kapitaldeckung benötigt und zahlt sie dann Schritt für Schritt zurück.

Die Unterschiede sind bei den Konditionen und in der Beantragung verortet. So erhalten Angestellte mit einem festen Einkommen schneller und zu besseren Bedingungen einen Kredit wie ein Selbstständiger, der keine regelmäßigen Einnahmen vorweisen kann. Zudem bestehen die meisten kreditgebenden Institutionen auf Sicherheiten.

Was verstehen die Banken unter Sicherheiten?

Sicherheiten werden dann benötigt, wenn der Kreditnehmer die anfallenden Ratenzahlungen nicht mehr bedienen kann. Dabei wird zwischen der Personen- und der Sachsicherheit unterschieden. Als Personensicherheit wird ein Bürge verstanden, der mit einer ausreichenden Bonität ausgestattet ist, um im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers dessen Schulden zu übernehmen.

Sachsicherheiten verwertet die kreditgebende Bank dann, wenn die Ratenzahlungen ausbleiben. Dabei hängt der Wert einer Sicherheit mit dem Umstand zusammen, wie sicher und schnell sich diese in Geldmittel umsetzen lässt. Folgende Sachsicherheiten werden von den meisten Banken akzeptiert:

  • Sparguthaben
  • Bausparverträge
  • Immobilien
  • Fahrzeuge
  • Maschinen
  • Wertpapiere und Aktien
  • Kapitallebensversicherungen

In vielen Fällen besteht die Bank auf einer Sicherungsübereignung. Das ist eine Art Pfandrecht für Sachen wie Fahrzeuge und Maschinen. Die Gegenstände werden der Bank während der Laufzeit des Kredits überschrieben, können allerdings weiter ohne Einschränkungen genutzt werden.

Kreditaufnahme ohne Sicherheiten

Einige Banken zahlen auch einen Kredit aus, wenn der Kreditnehmer nicht über die nötigen Sicherheiten verfügt. Wer einen Bürgen vorweisen kann, hat sehr gute Chancen, auch ohne materiellen Rückhalt an das notwendige Kapital zu kommen. Wem ein Bürge versagt bleibt, dem stehen folgende Möglichkeiten offen:

Crowdlending

Diese Art der Kapitalbeschaffung wird von sogenannten Crowdlending-Plattformen online gemanagt. Diese bringen Kreditsuchende mit Personen in Kontakt, welche sich nach neuen Anlageformen umsehen. Aufgrund der schon seit Jahren niedrigen Zinssätze suchen Anleger nach Möglichkeiten wie Crowdlending, um ihr Geld gewinnbringend anzulegen.

Dabei werden die Risiken einer Kreditvergabe auf mehrere Köpfe verteilt. Dadurch sind die Anforderungen an die Bonität und die Sicherheiten der Kreditnehmer nicht so streng ausgeprägt wie bei gewöhnlichen Banken. Allerdings ist bei ungenügender Bonität mit einem relativ hohen Zinssatz zu rechnen, wodurch das Risiko einer Überschuldung ansteigt.

Bürgschafts- und Förderbanken

Eine interessante Option für Gründer, an Kapital zu kommen, sind Bürgschaftsbanken. Die bekannteste davon ist die KfW. Bürgschaftsbanken werden von Bund und Ländern unterstützt. Unter bestimmten Voraussetzungen vergeben diese Geldhäuser Bürgschaften, um bei der Hausbank einen Firmenkredit zu beantragen. Diese Kredite sind an klar definierte Unternehmensziele gebunden, explizit an Gründer, KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) sowie innovative Firmen gerichtet und warten mit günstigen Zinssätzen auf.

Jedes Bundesland beherbergt zudem eine regionale Förderbank, die mit der KfW in Verbindung steht und in gewissen Fällen Fördermittel freigibt. Es empfiehlt sich, im Einzelfall eine Fördermittelberatung in Anspruch zu nehmen.

Quelle: unsplash


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