Politik
Anzeige

Geburtenrückgang gefährdet unseren Wohlstand

Überalterung ist eines der größten wirtschaftlichen Risiken unserer Zeit. Wenn die Gesellschaft vergreist, kann die Wirtschaft kaum noch wachsen. Was geschieht also mit Deutschland in hundert Jahren?
19.07.2022 11:53
Lesezeit: 1 min
Geburtenrückgang gefährdet unseren Wohlstand
Es klingt absurd, doch das bevölkerungsreichste Land der Welt steht vor ernsthaften Problemen der Entvölkerung. (Foto: dpa) Foto: Zhang Nan

Die Menschheit wächst: Aktuell leben fast acht Milliarden Menschen auf der Erde. Die UNO prognostiziert für 2100 eine Weltbevölkerung von 8,8 Milliarden, was der omnipräsente Tesla-Chef Elon Musk anscheinend für deutlich zu optimistisch hält. Was er nicht erwähnt, ist, dass eine tendenziell steigende Lebenserwartung ebenfalls berücksichtigt werden muss, auch wenn dieser Faktor durch sinkende Geburtenzahlen negiert werden könnte. Gänzlich aus der Luft gegriffen sind seine kontroversen Aussagen auf jeden Fall nicht. Die Weltbevölkerung wächst von Jahrzehnt zu Jahrzehnt langsamer. Abgesehen von Afrika und Teilen des Nahen Ostens sind überall auf der Welt mehr oder weniger rapide fallende Geburtenraten zu verzeichnen, selbst im aufstrebenden (Südost-)Asien.

Chinas großes demografisches Problem

Chinesischen Behörden befürchten gar schon heute eine drohende Überalterung. Die 1979 eingeführte und 2016 gelockerte Einkind-Politik sollte damals einer Überbevölkerung entgegenwirken – nun dreht sich langsam das Bild. Chinas Ambitionen im Hochtechnologie-Bereich („Technologie-Führerschaft bis 2050“) haben demnach nicht nur geopolitische Gründe. Hohe Produktivitätssteigerungen sollen dem perspektivischen Mangel an jungen Arbeitskräften in der Industrie entgegenwirken. Die angestrebte Transformation zu einer modernen Dienstleistungsökonomie hat also auch einen demografischen Hintergrund.

Doch sollte China scheitern, wer rückt dann auf?


DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktüberblick: Wall-Street-Rallye hält an, da Arbeitsmarktbericht Zeichen von Widerstandsfähigkeit zeigt
02.06.2026

Überraschende Entwicklungen und starke Unternehmenszahlen sorgen für Bewegung – was Anleger jetzt wissen müssen.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB: Bedeutung des Euro an den weltweiten Finanzmärkten wächst
02.06.2026

Die Notenbank will die globale Rolle des Euro stärken, nicht zuletzt als Antwort auf Trump. Sie sieht mehr Potenzial für Europas Währung...

DWN
Politik
Politik Begeht Amerika gerade wirtschaftlichen Selbstmord?
02.06.2026

Die USA galten über Jahrzehnte als Motor der Weltwirtschaft, doch unter Trump geraten genau jene Kräfte unter Druck, die ihren Aufstieg...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf 3,2 Prozent
02.06.2026

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges treibt die Verbraucherpreise im Euroraum weiter nach oben. Damit wächst der Druck auf die...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic attackiert Europas Banken mit sechs Prozent Zinsen
02.06.2026

Sechs Prozent Zinsen, Brad Pitt im Werbespot und ein deutscher Anbieter, der in Polen plötzlich klassische Banken herausfordert. Trade...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit schnappt sich offenbar mehr als 30 Prozent von Commerzbank
02.06.2026

Unicredit kommt ihrem Ziel bei der Commerzbank einen entscheidenden Schritt näher. Mit dem Überschreiten der 30-Prozent-Marke stärkt die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mythos Fachkräftemangel beendet: Deutschlands Arbeitsmarkt bricht langfristig ein
02.06.2026

Schwache Frühjahrsbelebung, keine Trendumkehr: Der deutsche Arbeitsmarkt kippt langfristig in eine neue Massenarbeitslosigkeit. Warum es...

DWN
Politik
Politik Nukleare Abschreckung wird zur Machtprobe für Europa
02.06.2026

Norwegen rückt an Frankreichs Atomschirm heran, und plötzlich wirkt Europas Sicherheitsarchitektur weniger stabil als lange behauptet....