Politik
Anzeige

Ist unser Rentensystem am Ende? Zwei Werktätige finanzieren einen Rentner

Die geburtenstarken Jahrgänge verlassen den Arbeitsmarkt – das deutsche Rentensystem steht vor großen Umwälzungen. Lösungen scheinen weit und breit nicht in Sicht. Wir versuchen dennoch, welche zu finden.
21.07.2022 16:08
Lesezeit: 2 min

Ein ganzes Leben arbeiten und dann die wohlverdiente Rente? Klingt gut – oder besser klang. Die Generationen der 1950er und 1960er Jahren sind die geburtenstärksten nach dem Krieg. Besonders in den zehn Jahren zwischen 1955 und 1965 kamen viele Kinder auf die Welt, wobei das Jahr 1964 mit mehr als 1,35 Millionen Neugeborenen (beide damaligen deutschen Staaten zusammen) ein historisches Allzeithoch markierte. Nie zuvor und nie mehr danach wurden in Deutschland so viele Kinder geboren.

Derzeit müssen rein rechnerisch etwa zwei Werktätige einen Rentner mit ihren Sozialabgaben versorgen. Analysten schätzen, dass schon Anfang der 2030er Jahre ein Beschäftigter einen Rentner finanzieren muss. Seit etwa 2020 gehen bereits die ersten geburtenstarken Jahrgänge der Anfang der 1950er Jahre Geborenen in Rente. Ab Mitte dieses Jahrzehnts wird die Entwicklung an Dynamik zulegen, weil dann die um 1960 Geborenen den Arbeitsmarkt im Alter von etwa 65 Jahren verlassen. Ab etwa 2030 wird es eng: Dann fangen auch die großen Jahrgänge um 1964 an, in Rente zu gehen.

Lösungen händeringend gesucht

Klar ist: Prognosen treten nie exakt ein, weil die Zukunft von zahlreichen heute noch unbekannten Faktoren und Entwicklungen beeinflusst und gelenkt wird. Dass das Arbeitskräftepotenzial Deutschlands in den kommenden Jahren aber schmelzen und das umlagefinanzierte Rentensystem unter erhöhten Stress geraten wird, ist inzwischen realistisch absehbar. Was kann also getan werden? Wir haben ein paar Lösungsansätze.


DWN
Politik
Politik Geheimdienst-Reform: BND und Verfassungsschutz bekommen mehr Macht
12.08.2026

Die geplante Reform der Geheimdienste soll laut dem CDU-Politiker Henrichmann mehr Befugnisse bringen: Nachrichtendienste sollen künftig...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg verändert sich: Putins Hinterland wird zur neuen Front
12.08.2026

Die Front bewegt sich kaum noch, doch der Ukraine-Krieg bekommt eine neue Dimension. Ukrainische Drohnen und Raketen treffen Raffinerien,...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Wagenknecht könnte AfD zur Macht verhelfen
12.08.2026

Knapp vier Wochen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Umfragen weit vorn. Und das BSW kann sich Hoffnung auf den Sprung über...

DWN
Technologie
Technologie KI-Wasserzeichen: Claude wird unsichtbar markiert und Unternehmen müssen reagieren
12.08.2026

Claude soll künftig unsichtbare Spuren in Texten und Dateien hinterlassen. Anthropic reagiert damit auf neue Vorgaben des EU AI Act, doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues DAX-Rekordhoch: Warum Anleger Deutschlands Krise ignorieren
12.08.2026

Deutschlands Industrie verliert Arbeitsplätze, Investitionen fehlen und die Konjunktur kommt kaum vom Fleck. Trotzdem jagt der DAX von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland: Arbeitszeit pro Kopf sinkt leicht - Ältere arbeiten mehr
12.08.2026

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf ist besonders bei Männern und Jüngeren gesunken. Bei Frauen hingegen blieb sie stabil. Woran...

DWN
Politik
Politik Städtetags-Präsident warnt Bundesregierung: "Stimmung in den Rathäusern explosiv"
12.08.2026

Die Kommunen stehen finanziell unter Druck. Die Stimmung in den Rathäusern sei noch nie so schlecht gewesen, heißt es vom Städtetag. Er...

DWN
Technologie
Technologie ChatGPT & Co: Welche Risiken Unternehmen im E-Commerce drohen
12.08.2026

Die Spielregeln im Handel ändern sich radikal: Kunden verlagern ihre Suche in KI-Interfaces, Kaufentscheidungen treffen bald autonome...