Politik

Ein symbolischer Akt: Putin trennt sich von Schweizer Uhr

Der Kreml-Chef ersetzt demonstrativ seine Schweizer Uhr mit einem russischen Fabrikat an seinem Handgelenk.
03.08.2022 14:00
Lesezeit: 1 min

Die Schweizer Uhrenindustrie wird es verkraften können: Wladimir Putin versäumt es in Kriegszeiten nicht nur, die russische Wirtschaft über den grünen Klee zu loben, sondern ereifert sich jetzt auch mit einem symbolischen Akt, sie zu unterstützen.

Nach Angaben der Onlinezeitung gazeta.ru fördert Russlands Präsident demonstrativ die heimische Wirtschaft, indem er jetzt ein Schweizer Fabrikat mit einer Armbanduhr aus russischer Herstellung an seinem Handgelenk ersetzt hat.

Dabei soll es sich um die Marke Imperial Peterhof Factory des russischen Herstellers Raketa handeln. Immer nach Angaben des Onlinedienstes hat er dafür 1,5 Millionen Rubel auf den Tisch geblättert. Das entspricht rund 24.000 Euro. Zum Vergleich: Die Rolex des Fußballstars Ronaldo kostet stolze 434.000 Euro.

Da es sich in Kriegszeiten wohl nicht ziemt, allzusehr zu protzen, darf zumindest der schwarze Onyx, der für die Einfassung der Präsidenten-Uhr verwendet wurde, nicht mehr von anderen Kunden bestellt werden.

Nach Angaben der Tageszeitung «Kommersant», die zuerst über Putins neue Uhr berichtete, trug der Kremlchef bislang oft Modelle der Schweizer Hersteller Blancpain oder IWC. «Den Unterschied nicht zu bemerken, ist, als würde man den ehemaligen Mercedes-Benz Pullman Guard des Präsidenten mit seiner jetzigen Aurus Senat Limousine verwechseln», schreibt der Kommentator der Tageszeitung. (ps)

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Pharma-Aktien am Wendepunkt: Bringt 2026 eine Trendwende?
24.01.2026

Nach schwachen Kursjahren rückt der Gesundheitssektor wieder in den Fokus internationaler Investoren. Stehen Pharma-Aktien vor einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Leadership in der Dauerkrise: Wie Führungskräfte neue Stabilität schaffen
24.01.2026

Ob Handelskonflikte, Regulierung oder Digitalisierung: Unsicherheit ist im Mittelstand zur Konstante geworden. Wie Führungskräfte dennoch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Löhne in Deutschland steigen: Wird nun alles teurer? Ein Warnsignal aus Südosteuropa
24.01.2026

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2026 steigen in Deutschland aktuell die Löhne. Was auf den ersten Blick sehr gut klingt, kann sich auf den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Consultingbranche: Warum Wachstum Berater immer teurer macht
24.01.2026

Berater sind gefragter denn je, doch der Boom hat seinen Preis. Während Unternehmen immer stärker auf externe Expertise setzen, drücken...

DWN
Technologie
Technologie Wie viel Fortschritt braucht das Elektroauto? 3 E-Auto-Trends im Check
24.01.2026

Das Elektroauto steht an der nächsten Schwelle: Nicht mehr nur Reichweite zählt, sondern Komfort, Tempo und cleverer Energieeinsatz....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europa im KI-Wettbewerb: Microsoft-CEO sieht Energiekosten als Schlüsselfaktor
24.01.2026

Der globale Wettbewerb um Künstliche Intelligenz verschiebt sich zunehmend auf grundlegende Kosten- und Standortfaktoren. Welche Bedeutung...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Streets wechselhafte Woche: Trumps Entscheidung beruhigte, Intel verschreckte und Gold lockte
23.01.2026

Eine turbulente Woche an der Wall Street endete in einer Stimmung, in der geopolitische Fragen auf die Abkühlung im Technologiesektor und...

DWN
Politik
Politik Drei Mächte, ein Krisengebiet: Neue Verhandlungen über den Donbass
23.01.2026

Nach langer Funkstille nehmen die Ukraine und Russland erstmals wieder direkte Gespräche auf – unter Beteiligung der USA. Im Zentrum...