Technologie

Ausstieg aus ISS: Russland plant eigenen Raumstation

Der Ausstieg Russlands aus der ISS wird wahrscheinlicher. Das Land präsentierte jetzt ein Modell einer eigenen Raumstation.
16.08.2022 11:49
Aktualisiert: 16.08.2022 11:49
Lesezeit: 1 min
Ausstieg aus ISS: Russland plant eigenen Raumstation
Die internationale Zusammenarbeit auf der ISS wird offenbar bald beendet. (Foto: dpa) Foto: -

Russland hat am Montag ein Modell einer geplanten eigenen Raumstation vorgestellt und damit Spekulationen über einen Ausstieg Russlands aus der ISS genährt. Die russische Weltraumagentur Roskosmos hatte unlängst erklärt, die Zusammenarbeit mit der NASA gekündigt zu haben und sich nach 2024 aus der Internationalen Weltraumstation (ISS) zurückziehen zu wollen. Nach Angaben der NASA soll die Kooperation aber doch bis mindestens 2028 weitergehen. Traditionell haben die USA und Russland auch in Zeiten politischer Spannungen ihre Raumfahrt-Kooperation aufrechterhalten. Doch die Präsentation der von russischen Staatsmedien als „ROSS“ bezeichneten russischen Raumstation deutet nun in eine andere Richtung.

Das bei einer Rüstungs- und Industriemesse in der Nähe von Moskau von der Raumfahrtbehörde Roskosmos vorgestellte Modell zeigt, dass die Station nach aktueller Planung nicht ständig, sondern nur zwei Mal im Jahr für einen längeren Zeitraum bemannt werden soll. Roskosmos hatte zuvor erklärt, die Station werde den russischen Kosmonauten einen viel breiteren Blick auf die Erde zu Überwachungszwecken bieten, als sie derzeit auf der ISS hätten. Dmitri Rogosin, der frühere Chef von Roskosmos, hatte angedeutet, die neue Raumstation könne bei Bedarf auch einen militärischen Zweck erfüllen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung macht EU-Versand für kleine Händler zum Verlustgeschäft
23.08.2026

Europa verspricht kleinen Unternehmen einen grenzenlosen Binnenmarkt, doch neue Verpackungsregeln bewirken zunehmend das Gegenteil....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Herbert Wertheim macht aus Geduld Milliarden und aus 35 Millionen Euro einen Ferrari
23.08.2026

35 Millionen Euro für einen elektrischen Ferrari wirken selbst unter Milliardären außergewöhnlich. Für Herbert Wertheim folgt der...

DWN
Technologie
Technologie Roboter rücken in den Supermarkt vor: Beginnt der Wandel am Arbeitsmarkt?
23.08.2026

In Dänemark sollen humanoide Roboter nachts Supermarktregale auffüllen. Gesteuert werden sie zunächst von Menschen mit VR-Headset, doch...

DWN
Technologie
Technologie KI-Sicherheitsrisiken außer Kontrolle? Wenn Maschinen selbstständig angreifen
23.08.2026

KI-Systeme finden selbstständig Sicherheitslücken, führen Cyberangriffe aus und können sogar neue Viren entwerfen. Die technologische...

DWN
Finanzen
Finanzen ETF-Risiken: Die gefährliche Macht der großen Indexfonds
23.08.2026

ETF gelten als günstig, bequem und vergleichsweise sicher. Doch je mehr Kapital automatisch in dieselben Aktien fließt, desto stärker...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Handel: Deutschland wird zum größten Warnsignal für Europa
23.08.2026

Chinas Exportoffensive trifft Europas Industrie immer härter, besonders Deutschland gerät unter Druck. Brüssel sucht nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Echt oder Kopie? Billige Labordiamanten erobern den Markt
22.08.2026

Labordiamanten kosten nur einen Bruchteil natürlicher Steine und erobern den wichtigsten Diamantenmarkt der Welt. Für Juweliere,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Bahn: Vandalismusschäden in Höhe von 34 Millionen Euro
22.08.2026

Graffitis an Bahnhofswänden, Kabeldiebstahl, zerkratzte Scheiben in Zügen - die Deutsche Bahn ist ständig mit Vandalismus konfrontiert....