Finanzen

Untersuchung: Half Commerzbank bei der Enteignung der Sparer in Zypern?

Lesezeit: 1 min
21.01.2014 21:14
Die zypriotische Börsenaufsicht untersucht, ob die Commerzbank der Pleite-Bank Laiki geholfen hat, Vermögen zu verschieben. Um etwa 50 Millionen sollen die zypriotischen Sparer bei er ersten Zwangs-Rasur in der EU geschädigt worden sein
Untersuchung: Half Commerzbank bei der Enteignung der Sparer in Zypern?

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Eine von der Commerzbank eingefädelte Finanztransaktion für die inzwischen untergegangene zypriotische Laiki Bank soll nun auch von der britischen Wertpapieraufsicht untersucht werden. Die zypriotsche Aufsichtsbehörde hat nach eigenen Angaben vom Dienstag ihre Kollegen in London um Hilfe gebeten. Angestoßen hatte die Untersuchung die zypriotische Unterhaus-Abgeordnete Irene Charalambides. Sie hegt den Verdacht, dass mit dem Geschäft das Verbot umgangen werden sollte, dass Unternehmen ohne Zustimmung ihrer Aktionäre in eigene Anteilsscheine investieren.

Charalambides wirft der Commerzbank vor, zwei strukturierte Papiere arrangiert zu haben. Darüber habe Laiki in eigene Aktien und solche verbundener Unternehmen investiert. Die Emission war nach ihren Angaben von der Londoner Filiale der Commerzbank organisiert worden. Die britische Finanzaufsicht FCA wollte sich am Dienstag ebenso wenig äußern wie die deutsche Finanzaufsicht BaFin, an die sich Charalambides zuvor gewandt hatte. Auch die Commerzbank lehnte eine Stellungnahme ab.

Charalambides versucht den ehemaligen Kunden von Laiki zu helfen, die beim Zusammenbruch der Bank 4,3 Milliarden Euro verloren hatten. Die Abgeordnete schätzt den Verlust, der den Sparern durch die Geschäfte der Commerzbank entstanden sei, auf rund 50 Millionen Euro.

Die EU hatte damals europäischen Banken geholfen, wesentliche Teile ihres Geldes in Sicherheit zu bringen (mehr zu diesem Krimi hier). Die Zeche zahlten die kleinen Sparer. Der zypriotische Präsident bekam ein 5,8-Millionen-Geschenk vor einer Bank (mehr hier).

Laiki, die einst zweitgrößte Bank Zyperns war im März 2013 unter Zwangsverwaltung gestellt worden, nachdem sie den Verlusten aus ihren Engagements in Griechenland Tribut zollen musste. Es war das erste Mal, dass die EU auch die Einleger von Banken hatte bluten lassen. Ihnen blieben nur die von der Einlagensicherung geschützten 100.000 Euro (mehr hier).


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vom Erfolg zur Krise: Wie Adidas seine Dominanz im Sportmarkt verlor
19.05.2024

Adidas, einst ein Riese im Sportmarkt, kämpft nach katastrophalen Kooperationen und einem Börsenabsturz gegen den Aufstieg von Nike. Mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditanstalt für Wiederaufbau in der Kritik, nutzt Potenzial unzureichend
19.05.2024

Eine neue Studie der Stiftung Klimaneutralität zieht eine kritische Bilanz zur Rolle der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Demnach...

DWN
Politik
Politik Scholz verspricht Hilfe - Überschwemmungen im Saarland zeigen Naturgewalt
19.05.2024

Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte Kleinblittersdorf im Saarland, um nach den heftigen Regenfällen und Überschwemmungen Hilfe zu...

DWN
Politik
Politik Putin fördert intensivere Geschäftspartnerschaften mit China
18.05.2024

Putin hat während seines Staatsbesuchs in China eine Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation betont und die Sanktionen des Westens...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Überraschende Wende: China nicht mehr Deutschlands Top-Handelspartner
18.05.2024

Für eine beträchtliche Zeit war die Volksrepublik Deutschland der primäre Handelspartner. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass China...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nike schnappt Adidas die Nationalmannschaft weg: Der DFB kennt keine Gnade
18.05.2024

Über 70 Jahre waren sie eine Einheit – die deutsche Nationalmannschaft in ihren Adidas-Trikots und ihren Schuhen mit den drei Streifen....

DWN
Finanzen
Finanzen Günstiger Urlaub? Versteckte Kosten, die Sie unbedingt im Blick haben sollen!
18.05.2024

Sie haben Ihren Sommerurlaub bestimmt schon geplant und freuen sich darauf, eine schöne Zeit am Strand zu verbringen und sich zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Schulden-Restrukturierung: Ukraine braucht weitere Zugeständnisse von Investoren
18.05.2024

Die Ukraine will möglichst schnell ihre Finanzierung über den Kapitalmarkt neu aufstellen. Es geht um bereits am Markt platzierte...