Finanzen

Bank of Cyprus: Kunden dürfen wieder an ihr Geld

Lesezeit: 1 min
30.01.2014 17:30
Die Bank of Cyprus gibt wieder Einlagen ihrer Kunden frei. Grund seien eine „verbesserte Liquidität“ der Bank und eine Stabilisierung der Wirtschaft Zyperns. Im Zuge der Finanz-Krise wurden Sparguthaben in Höhe von 950 Millionen Euro eingefroren.
Bank of Cyprus: Kunden dürfen wieder an ihr Geld

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Bank of Cyprus gibt erstmals 950 Millionen Euro an Kundeneinlagen frei, die sie vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Krise eingefroren hat. Grund für den Schritt seien eine „verbesserte Liquidität“ und „Signale für eine Stabilisierung der Einlagen“, teilte die Bank am Donnerstag in Nikosia mit.

Im Gegenzug für seine Rettung hat sich das Geldhaus dazu verpflichtet, Einlagen in Höhe von mehr als 100.000 Euro in eine Bankbeteiligung umzuwandeln. Dazu gehörten auch zahlreiche Konten wohlhabender Russen, die ihr Geld auf der Mittelmeer-Insel angelegt hatten. Das war eine der Voraussetzungen für Hilfskredite von zehn Milliarden Euro, mit denen die Troika Zypern vor der Staatspleite bewahrt hat.

Darüber hinaus musste Zyperns Regierung drastischen Sparmaßnahmen im sogenannten im Memorandum of Understanding (MoU) zustimmen. Der deutsche Rechtsprofessor Andreas Fischer-Lescono kommt in einem Rechtsgutachten zu dem Schluss, dass die MoUs gegen die europäische Grundrechte-Charta verstoßen (mehr hier).

In einem Interview mit den DWN berichtet der Botschafter Zyperns über die Hintergründe der Verhandlungen mit der Troika und die Einstellung der Bevölkerung zu den Kapitalverkehrskontrollen. Zudem warnt er die Europäer, dass Zypern nur eine Blaupause für eine europaweite Zwangsabgabe war (hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trumps Energie-Politik wird revidiert: Biden bittet die Saudis um „bezahlbares Öl“

In den USA findet eine Umkehr von bislang herrschenden Dogmen in der Energiepolitik statt.

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Politik
Politik Türkische Militärstrategen loben deutsches „Kriegertum“ und Bundeswehr

In einer Sendung über die Nato und den Ukraine-Konflikt sagten türkische Militärstrategen, dass Deutschland, Russland, die Türkei und...

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...

DWN
Politik
Politik Volksgesundheit geht vor: Dänemark verzichtet komplett auf AstraZeneca-Impfstoff

Deutschlands nördlichster Nachbar Dänemark verabschiedet sich als erstes EU-Land komplett vom Einsatz des Corona-Impfstoffes...

DWN
Politik
Politik USA kündigen bedingungslosen Abzug aus Afghanistan an

Die USA kündigen an, ihre Truppen bis September aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland und die anderen Alliierten müssen mitziehen. Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Kapazitätsgrenze erreicht: Essener Klinik-Chef warnt vor "Triage vor den Mauern der Krankenhäuser"

Der Chef der Essener Uniklink spricht von einer "Selektion von Zuweisungen."