Politik

Griechenland: Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhoch von 28 Prozent

Lesezeit: 1 min
13.02.2014 19:35
Die Lage für die griechische Bevölkerung wird immer schlimmer: Die Arbeitslosigkeit steigt unaufhaltsam weiter. Beobachter erwarten weitere Entlassungen im ersten Quartal 2014.
Griechenland: Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhoch von 28 Prozent

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Griechenland ist die Arbeitslosigkeit trotz erster Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung auf einen neuen Rekord gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag im November mit 28 Prozent so hoch wie nie zuvor, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten der griechischen Statistikbehörde zeigen. Im Oktober waren es nach revidierten Zahlen 27,7 Prozent gewesen. Eklatant ist die Jugendarbeitslosigkeit: In der Gruppe der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden 15- bis 24-Jährigen waren im November 61,4 Prozent ohne Job.

Der Ökonom Nikos Magginas von National Bank führte den Anstieg auch auf weniger Touristen in dem Herbstmonat zurück. Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Stütze der griechischen Wirtschaft. In anderen Sektoren wie Einzelhandel, Industrie und Bau gab es zuletzt Hinweise darauf, dass das milliardenschweren Hilfen gestützte Euro-Land seine Rezession überwindet.

Die Regierung erwartet für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent und sieht sich zudem bei der Haushaltssanierung auf gutem Weg. Sie steht aber vor den Kommunal- und der Europawahlen im Mai unter massiven Druck, auch auf dem Arbeitsmarkt Erfolge zu präsentieren. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2008, als die Krise begann. Sie ist derzeit zugleich mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der Euro-Zone. Volkswirt Magginas geht von einem weiteren Anstieg im laufenden Quartal aus. Die Entlassungswelle der Unternehmen sei noch nicht zu Ende.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Warum die Sanktionen des Westens an Russland abprallen

Analysten sind überrascht, dass die Sanktionen des Westens der russischen Wirtschaft kaum Schaden zufügen. Russland war offenbar gut auf...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Nach Niederlage in Mariupol: Ukraine fürchtet russische Offensive im Donbass

Nachdem die russischen Truppen die Hafenstadt Mariupol erobert haben, befürchtet die Ukraine nun eine Offensive im nahegelegenen Donbass.

DWN
Deutschland
Deutschland ADAC startet bundesweite Fahrrad-Pannenhilfe

Pannenhilfe und individuelle Mobilität stehen für den ADAC weiterhin an erster Stelle. Nun auch, wenn ein Mitglied mit dem Fahrrad...

DWN
Deutschland
Deutschland Beschwerden wegen IBAN-Problemen halten an

SEPA wurde vor fünf Jahren eingeführt, damit man schnell Geld ins Ausland überweisen kann. Doch die Beschwerdestelle zu IBAN-Problemen...

DWN
Deutschland
Deutschland Andrij Melnyk: Der Mann mit dem Zeigefinger

Der ukrainische Botschafter mag noch so sehr im Recht sein - er läuft Gefahr, potentielle Unterstützer zu verprellen.