Deutschland

Warn-Streik verursacht Chaos am Frankfurter Flughafen

Lesezeit: 1 min
21.02.2014 15:39
Weil das Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen streikt, finden dort am Freitag keine Kontrollen mehr statt. Die Reisende wurden aufgefordert, nicht mehr zum Flughafen zu kommen und stattdessen die Bahn zu nutzen.
Warn-Streik verursacht Chaos am Frankfurter Flughafen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Viele Passagiere, die ins Wochenende starten wollten, sitzen fest oder müssen auf die Bahn ausweichen.

Das Problem sei, dass die Passagiere nicht durch die Fluggastkontrolle kämen, hier gebe es sehr lange Wartezeiten, sagte ein Flughafen-Sprecher. Wegen der Arbeitsniederlegung seien lediglich zwei Drittel der Kontrollstationen besetzt. Deshalb verpassten Gäste ihre Flüge, viele Plätze in den Maschinen blieben leer. „Wir raten den Passagieren von einer Anreise zum Flughafen ab.“

Die Situation spitzte sich am Mittag zu: Wegen des Passagierandrangs wurden die Zugänge zu den Sicherheitskontrollen vorübergehend geschlossen. An dem Freitag rechnete der Flughafenbetreiber Fraport mit 150.000 Passagieren.

Schwer getroffen ist von dem Ausstand die Lufthansa, die knapp 40 Flüge absagte. Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen seien „erheblich“, sagte ein Konzernsprecher. „Wir empfehlen daher allen innerdeutschen Fluggästen der Lufthansa, wenn möglich alternative Verkehrsmittel zu nutzen und beispielsweise auf die Bahn auszuweichen.“ Passagiere, die die Bahn nutzten, erhalten den Wert des ungenutzten Flugscheins erstattet.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeiter aller privaten Sicherheitsfirmen an Deutschlands größtem Flughafen dazu aufgerufen, die Arbeit bis 23.00 Uhr ruhen zu lassen. In dem Bereich arbeiten 5.000 Beschäftige. Verdi verleiht damit der Forderung nach einem einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro Nachdruck.

Der Arbeitgeberverband BDSW nannte die Vorstellungen von Verdi überzogen und kritisierte das Vorgehen scharf. „Wenn den ganzen Tag gestreikt wird, ist das kein Warnstreik mehr“, sagte BDSW-Geschäftsführer Harals Olschok.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Erzbischof Carlo Maria Viganò: Der Tiefe Staat und die Tiefe Kirche verfolgen die gleiche Agenda

Im großen DWN-Interview legt der umstrittene Erzbischof Carlo Maria Viganò, der als Gegenspieler von Papst Franziskus gilt, seine Sicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Tödliche Corona-Verläufe in Berlin am geringsten, in Sachsen-Anhalt am höchsten

Der Johns Hopkins University zufolge ist der Anteil der tödlichen Verläufe der Corona-Erkrankungen in Berlin und NRW deutschlandweit am...

DWN
Politik
Politik China wird aggressiver: Zwangsassimilation in der Inneren Mongolei

Peking hat verfügt, dass an den mongolisch-sprachigen Schulen in der Inneren Mongolei diverse Fächer nur noch auf Chinesisch unterrichtet...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Dänemark erklärt Teile Syriens für sicher: Druck auf Flüchtlinge wächst

Dänemark hat Teile Syriens für sicher erklärt und einigen Flüchtlingen die Aufenthaltserlaubnis entzogen.

DWN
Politik
Politik Menschenaffen werden gegen Corona geimpft

Weil Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind, werden sie gegen Corona geimpft.

DWN
Politik
Politik Orban-Regierung spricht von "sehr starker dritter Welle" und legt Ungarn lahm, auch Niedersachsen droht mit Oster-Lockdown

Lesen Sie im Folgenden den Corona-Ticker, den wir selbstverständlich laufend für sie aktualisieren.