Wirtschaft

EU und USA steigern Metall-Importe aus Russland massiv

Die EU und die USA importieren trotz des Ukraine-Kriegs viel mehr russische Industriemetalle als im Vorjahr. Die Sanktionen des Westens haben hier nichts bewirkt.
07.09.2022 09:44
Aktualisiert: 07.09.2022 09:44
Lesezeit: 1 min
EU und USA steigern Metall-Importe aus Russland massiv
Der russische Präsident Wladimir Putin applaudiert am Mittwoch während einer Plenarsitzung auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. (Foto: dpa) Foto: Sergei Bobylev

Die Europäische Union (EU) und die USA haben Handelsdaten zufolge trotz des Ukraine-Kriegs ihre Einfuhren von wichtigen Industriemetallen aus Russland deutlich gesteigert.

Wie aus von Reuters zusammengestellten Informationen von der internationalen Datenbank United Nations Comtrade hervorgeht, importierten die EU und die USA von März bis Juni bis zu 70 Prozent mehr Aluminium und Nickel im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum.

Der Gesamtwert der Einfuhr dieser zwei Metalle belief sich im Berichtszeitraum auf 1,98 Milliarden Dollar. Die Preise für diese beiden Metalle kletterten kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar auf Rekordhöhen.

Der Westen hat wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine Sanktionen gegen diverse russische Produkte, Personen und Einrichtungen verhängt, jedoch die Industriemetalle größtenteils ausgespart.

Mit den Strafmaßnahmen gegen Russland wollen die EU und die USA die Einnahmequellen Moskaus zur Kriegsfinanzierung austrocknen. Russland zählt zu den Ländern mit den reichsten Rohstoffvorkommen.

Neben den Energieträgern Erdöl und Erdgas sowie Kohle verfügt das Land über wichtige Bodenschätze wie Eisenerz, Nickel, Kupfer, Aluminium und Gold.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde tritt vorzeitig ab: Rennen um die EZB-Spitze beginnt früher
29.10.2026

Christine Lagarde verlässt die Spitze der Europäischen Zentralbank früher als geplant. Damit müssen die Eurostaaten ihre Nachfolge...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie rutscht ab: Vonovia muss Sparen und senkt Erwartungen für 2026 und 2028
29.10.2026

Die Vonovia-Aktie steht am Donnerstag mächtig unter Druck. Der Immobilienkonzern nimmt seine Wachstumsziele zurück und will Investitionen...

DWN
Politik
Politik Spritpreisdeckel lässt auf sich warten: SPD drängt Reiche zur Eile
29.10.2026

Im September hatte sich die schwarz-rote Koalition auf einen erneuten Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel verständigt. Während der...

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie: Abfindungen bei Autobauer gehen in neue Runde – warum der Sparkurs teuer bleibt
29.10.2026

Mercedes-Benz will ab Dezember 2026 erneut freiwillige Abfindungen für Beschäftigte in Deutschland anbieten. Die jüngste Quartalsbilanz...

DWN
Politik
Politik Pflegeversicherung unter Druck: Linnemann schließt Leistungskürzungen nicht aus
29.10.2026

Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen, gleichzeitig steigen die Kosten immer weiter. Gesundheitsminister Carsten...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie im Fokus: Milliardenverlust bei VW – es läuft noch schlechter als gedacht
29.10.2026

Die VW-Aktie hat am Donnerstag im frühen Börsenhandel im Minus tendiert, weil es beim Autobauer noch schlechter läuft als gedacht....

DWN
Politik
Politik Haushaltskrise der Länder: Kommunale Schulden steigen um fast zehn Prozent
29.10.2026

4.907 Euro je Einwohner: Die Verschuldung der Kommunen ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Dabei fällt die Belastung regional sehr...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Banken: Höhere Zinsen dämpfen bereits die Kreditnachfrage
29.10.2026

Vor ihrer Zinssitzung veröffentlichte die EZB einen Bericht über den Stand der Kreditvergabe der Banken. Daraus geht hervor, dass ihre...