Wirtschaft

Indiens Wirtschaft überholt Großbritannien - und bald auch Deutschland

Indien hat Großbritannien überholt und ist nun die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Laut IWF wird das Land in wenigen Jahren auch Deutschland überholen.
Autor
17.09.2022 11:32
Aktualisiert: 17.09.2022 11:32
Lesezeit: 1 min
Indiens Wirtschaft überholt Großbritannien - und bald auch Deutschland
Narendra Modi, Premierminister von Indien, am Freitag beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. (Foto: dpa) Foto: Sergei Bobylev

Noch vor einem Jahrzehnt war die indische Wirtschaft lediglich die elftgrößte der Welt. Im laufenden Jahr erreicht Indien voraussichtlich ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 7 Prozent, wie aus den jüngsten Zahlen des Internationalen Währungsfonds hervorgeht.

Damit hat Indien - auch dank seiner vorteilhaften Energiegeschäfte mit Russland - den einstigen Kolonialherren Großbritannien überholt und wird die fünftgrößte Wirtschaftskraft der Welt. Laut einer Prognose des IWF wird die indische Wirtschaft bereits im Jahr 2026 größer sein als die deutsche.

Während Indien dieses Jahr ein starkes Wirtschaftswachstum erreicht, verzeichnet Großbritannien eine massive Inflation, die zu einer Krise bei den Lebenshaltungskosten geführt hat und das Risiko einer Rezession birgt, die nach Angaben der Bank of England bis ins Jahr 2024 andauern könnte.

Diese Situation, gepaart mit einer turbulenten politischen Periode und den anhaltenden Nachwirkungen des Brexit, führte dazu, dass die indische Wirtschaftsleistung die von Großbritannien bereits im letzten Quartal 2021 überholte, was im ersten Quartal 2022 angehalten hat.

Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert der IWF, dass dies der neue Status quo sein wird. Indiens Vorsprung vor dem Vereinigten Königreich wird weiter wachsen. Bereits 2027 wird Indien die viertgrößte Volkswirtschaft, hinter den USA, China und Japan.

Allerdings könnte Indien Deutschland schon deutlich früher überholen, wenn die andauernde Energiekrise tatsächlich die erwarteten Spuren der Zerstörung in der deutschen und europäischen Industrie hinterlässt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Angst vor dem Älterwerden: Wie aus Sorge neue Freiheit wird und was Experten raten
12.09.2026

Der Blick in den Spiegel, ein runder Geburtstag oder erste körperliche Beschwerden können plötzlich Angst vor dem Älterwerden...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Berufswahl und KI: Warum junge Menschen mehr auf Praxiserfahrungen achten sollten
12.09.2026

Die traditionellen Ratschläge zur Berufsorientierung greifen nicht mehr. Lange Zeit galt das Absolvieren eines rein akademischen Studiums...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Handel schließt trotz heißgelaufener Inflationsdaten im grünen Bereich
11.09.2026

Überraschende Wende an der Wall Street: Warum eine vermeintliche Hiobsbotschaft die Märkte beflügelt.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Existenzgründungen in Deutschland: Positiver Trend trotz lahmender Konjunktur
11.09.2026

Trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung verzeichnen Experten ein Plus bei den Gewerbegründungen. In einzelnen Bundesländern fiel...

DWN
Politik
Politik Teilzeitrepublik: Teilzeit boomt, Vollzeit schrumpft: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
11.09.2026

Der Staat klagt über Personalmangel – hat aber selbst die höchste Teilzeitquote unter den Beschäftigten. Eine Studie schlägt nun die...

DWN
Politik
Politik Klage eingereicht: BUND geht gegen Atomproduktion für russische Reaktoren vor
11.09.2026

Die geplante Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke russischer Bauart im emsländischen Lingen soll mithilfe russischer Technik...

DWN
Politik
Politik Haushaltsdebatte im Bundestag: Koalition mahnt Geschlossenheit und Tatkraft an
11.09.2026

Anstehende Verhandlungen versprechen Brisanz: Während die Regierungsfraktionen zur Einigkeit und Handlungsbereitschaft aufrufen, übt die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tiefkühlproduzent Frosta: „Unsere eigenen Mitarbeiter wollten die Gerichte nicht mehr essen“
11.09.2026

Zu wenig Nährstoffe, zu viele Geschmacksverstärker – Tiefkühlgerichte haben keinen guten Ruf. Die Frosta AG verzichtet seit 2003 mit...