Wirtschaft

Landesbank Baden-Württemberg verstärkt Aktivitäten in China

Die Landesbank Baden-Württemberg intensiviert ihre Aktivitäten in Asien und baut Schanghai dafür zur Niederlassung aus.
23.09.2022 09:00
Aktualisiert: 23.09.2022 09:32
Lesezeit: 2 min

Die Landesbank Baden-Württemberg schreibt in einer Medienmitteilung:

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) intensiviert ihre Aktivitäten in Asien und baut in diesem Zug ihre Repräsentanz in Schanghai zu einer Niederlassung aus. Damit verfügt die LBBW in Asien nun mit Schanghai, Singapur und Seoul über drei Standorte mit Banklizenz und kann ab sofort auch in China ihren Kunden Handelsfinanzierungen, Kredite und Konten in der Landeswährung CNY, Euro und US-Dollar anbieten.

Die Begleitung der exportorientierten deutschen Wirtschaft in die internationalen Märkte gehört zum Kern des Geschäftsmodells der LBBW. Deshalb ist sie schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Asien aktiv und steuert von ihrer Niederlassung in Singapur aus insgesamt sieben Standorte in der Region. Die Repräsentanz in Schanghai besteht bereits seit 22 Jahren und wird zum 1. September 2022 von einem reinen Beratungsbüro in eine vollwertige Filiale aufgewertet.

„Asien bleibt trotz Covid-19 die dynamischste Wachstumsregion der Welt. Insofern ist die operative Präsenz der LBBW ein logischer und insbesondere mittel- bis langfristig ein sinnvoller und notwendiger Schritt in unserer Internationalisierungsstrategie“, sagt Dr. Christian Ricken, der als Kapitalmarktvorstand der LBBW auch das internationale Geschäft verantwortet. „Wir haben die Umwandlung sehr gründlich und von langer Hand vorbereitet und sie ist ein wichtiger Bestanteil unserer Asienstrategie. Nun freuen wir uns sehr, endlich mit einem breiten Leistungsspektrum für unsere Kunden in China an den Start zu gehen“, sagt Jens Rübbert, Leiter der Region Asia/Pacific.

Lesen Sie dazu: Das Zeitalter Asiens hat begonnen: Eine inoffizielle Investment-Strategie für das 21. Jahrhundert

Der Fokus des Geschäfts der Shanghai Branch liegt auf dem Corporate Banking, insbesondere auf der Betreuung von Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Außenhandelsfinanzierungen. Die Leitung der Niederlassung und des gesamten China-Geschäfts hat Martin Broda übernommen, der bereits seit 2019 für die LBBW in Shanghai tätig ist und die Weiterentwicklung des Standorts maßgeblich vorbereitet hat. Der 56-Jährige verfügt über langjährige Asienerfahrung und ist im Markt bestens vernetzt. So engagiert er sich als Mitglied des Vorstands und Schatzmeister der German Chamber of Commerce in China – East China und gehört dem Beirat des China Netzwerk Baden-Württemberg (CNBW) an.

„Sicherlich sind der chinesische Markt und die ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen komplexer geworden. Trotzdem ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ungebrochen“, sagt Martin Broda zur aktuellen Situation. „Wir freuen uns, unseren Kunden bei ihren Aktivitäten nicht nur – wie in der Vergangenheit – mit umfassender Beratung, sondern zukünftig auch mit passgenauen Finanzierungslösungen zur Seite zu stehen.“

Die LBBW ist nicht nur in Asien, sondern weltweit für ihre Kunden präsent. Das Auslandsnetzwerk der LBBW umfasst insgesamt 17 Standorte in 16 Ländern. Dazu kommen vier „German Centre“ in Singapur, Peking, Mexiko und Moskau sowie eine Kooperation mit dem „German Business Incubator Vietnam“ in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kennzeichnung im Produktionstempo: Wie Brady die Industrie neu taktet

Produktionslinien laufen schneller denn je, doch die Rückverfolgbarkeit hinkt oft hinterher. Brady setzt genau hier an und zeigt, wie sich...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street im Aufwind durch nachlassende Iran-Spannungen und schwächere Inflationsdaten
14.04.2026

Überraschende Entwicklungen abseits des Handelsparketts sorgen für neuen Schwung an den Finanzmärkten. Erfahren Sie, welche Faktoren die...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer-Erhöhung finanziert Entlastungsprämie 2026: Doch nicht nur Raucher gehen bei der Ausgleichprämie leer aus
14.04.2026

Günstigeres Tanken und eine 1.000-Euro-Prämie: Doch die Entlastungen kommen noch längst nicht bei den Bürgern an. Auch werden viele...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt: Bau-Reform mit einem erweitertem Vorkaufsrecht der Kommunen für Grundstücke geplant
14.04.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Baurechts, das den Kommunen deutlich mehr Eingriffsmöglichkeiten als bisher auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Anthropic-Manager Guillaume Princen über den Wettbewerb mit OpenAI und den Konflikt mit Trump
14.04.2026

Der Wettbewerb im KI-Markt spitzt sich zu: Anthropic, das Unternehmen hinter dem populären KI-Assistenten Claude, fordert den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Debatte um den Bitcoin-Erfinder: Steckt Adam Back hinter Satoshi Nakamoto?
14.04.2026

Die Debatte um die Identität des Bitcoin-Erfinders gewinnt neue Dynamik, nachdem eine umfassende Recherche einen konkreten Namen in den...

DWN
Politik
Politik Debatte um EU-Wettbewerbsfonds: Milliarden für Schlüsselindustrien geplant
14.04.2026

Die EU plant mit dem EU-Wettbewerbsfonds einen milliardenschweren Fonds, um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China zu...

DWN
Politik
Politik Teuer und ineffizient: CDU-Generalsekretär Linnemann will Krankenkassen streichen
14.04.2026

CDU-Generalsekretär Linnemann fordert weniger Krankenkassen. Warum er weniger Kassen für ausreichend hält und welche Reformen er noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Krankenstatistik im Unternehmen: Wie Sie Fehlzeiten auswerten – mit und ohne Software
14.04.2026

Fehlzeiten sind eine betriebswirtschaftliche Größe und keine bloße HR-Kennzahl. Wer Fehlzeiten korrekt definiert, strukturell auswertet...