Technologie

Boeing: Der Traum vom unbemannten E-Flugtaxi

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat ein Konzept ausgearbeitet, wonach es in Zukunft unbemannte E-Flugtaxis geben soll. Doch davor müssen einige Hürden überwunden werden.
Autor
03.10.2022 08:47
Lesezeit: 1 min
Boeing: Der Traum vom unbemannten E-Flugtaxi
Viele Hersteller arbeiten an Lufttaxis, hier ein Volocopter 2X. Jetzt mischt auch Boeing auf dem Markt mit. (Foto: dpa) Foto: Then Chih Wey

Der US-Flugzeughersteller Boeing und seine Partner beschäftigen sich derzeit mit der Möglichkeit elektrische Flugtaxis zu bauen, die selbstfliegend und ohne Piloten an Bord Normalbürger tagtäglich in Städten von A nach B befördern: umweltfreundlich, leistbar und rund um die Uhr.

Das Konzept für diese Urban Air Mobility (UAM) hat neben Boeing selbst viele Väter. Darunter befinden sich auch US-Behörden, US-Branchenverbände, Fluggesellschaften, Standardisierungsgremien, Luftfahrzeugtester sowie die NASA, US-Politiker und verschiedene Unternehmen. Das Flugtaxi ist in erster Linie für die USA gedacht, soll aber Grundlage für eine weltweite Anwendung werden.

Vertikal abheben und landen

Die unbemannten Flugtaxis sollen vertikal abheben, vorgegebenen Routen folgen und vertikal landen können, alles über eine Aufsichtszentrale fernüberwacht. Allerdings soll jedes Luftfahrzeug, unerwartet anfallende Hindernisse und Gefahren erkennen und imstande sein, ihnen autonom auszuweichen sowie bei Bedarf auch außerplanmäßig sicher landen können.

Schon zum Ende der Dekade 2030 soll dieses noch schwer vorstellbare Szenario Wirklichkeit werden. Allerdings: Voraussetzung dafür ist, dass Boeing die vielen Hürden meistert, die der Flugzeughersteller noch zu nehmen hat. Das betrifft technische, rechtliche wie auch gesellschaftliche Details.

Gleich zu Beginn des Konzepts betonen die Autoren, dass ihnen viel daran gelegen sei, Mobilität quer durch alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen. Deshalb soll das Flugtaxi nicht nur Spaß für Reiche sein, sondern vor allem ein alltagstaugliches Vehikel.

Die Herausforderungen sind vielfältig: Sie reichen von der IT-Sicherheit über zu entwickelnde Technik, zu ändernde Rechtsnormen und zu schaffende Infrastruktur bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.

Unter anderem soll zur noch fehlenden Infrastruktur neben zahlreichen gemanagten Flugtaxistartplätzen, die die Fluggeräte warten, aufladen und reinigen auch das Stromnetz ausgebaut werden, damit die Akkus der Flugtaxis schnell geladen werden können.

Zudem müssen Luftfahrtbehörden Vorschriften anpassen und Ausnahmegenehmigungen erteilen, sowie die Öffentlichkeit davon überzeugt werden, dass das künftige Angebot leistbar und sicher ist.

Zu guter Letzt sieht das Konzept vor, dass neue Berufe entstehen werden, für die einschlägige Ausbildungsprogramme auszuarbeiten sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
03.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Werke und Jobs werden Opfer der Sparmaßnahmen
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Trumps Korruption und Kleptokratie haben ihn eingeholt
03.11.2026

Kurz vor den Zwischenwahlen rückt ein Thema überraschend an die Spitze der Sorgen amerikanischer Wähler: Korruption. Donald Trumps...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger US-Diplomat: Trumps Regierung wird von persönlichen Interessen angetrieben
03.11.2026

Der frühere US-Diplomat George Kent erwartet auch nach den Zwischenwahlen keinen Kurswechsel von Donald Trump. Er wirft der Regierung vor,...

DWN
Technologie
Technologie Energiefresser Rechenzentren: KI-Boom lässt Strombedarf drastisch steigen
03.11.2026

Schon 2026 verbrauchen deutsche Rechenzentren so viel Strom wie rund 6,5 Millionen Haushalte. Bis 2035 könnte der Bedarf nochmals stark...

DWN
Finanzen
Finanzen Soll ich mein Geld in ein Auto ohne Fahrer stecken?
03.11.2026

Die Uber-Aktie ist in diesem Jahr deutlich gefallen. Das Unternehmen läuft operativ gut, doch seine Zukunft wird davon abhängen, wie es...