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Klima-Aktivisten behindern Einsatz der Berliner Feuerwehr

Lesezeit: 1 min
31.10.2022 15:00  Aktualisiert: 31.10.2022 15:13
Erneut haben Klima-Extremisten den Verkehr in Berlin großflächig blockiert. Die Feuerwehr kam dadurch nicht zu einem schweren Verkehrsunfall.
Klima-Aktivisten behindern Einsatz der Berliner Feuerwehr
Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr stehen an der Bundesallee in Berlin-Wilmersdorf, wo eine Radfahrerin bei dem Verkehrsunfall mit einem Lastwagen lebensgefährlich verletzt wurde. Die Verletzte sei unter dem Betonmischer eingeklemmt worden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Auch der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr sind nach Angaben eines Sprechers wegen Protesten von Klimademonstranten zudem verspätet am Unfallort eingetroffen. (Foto: dpa)
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Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr sind nach Angaben eines Sprechers wegen Protesten von Klima-Extremisten verspätet an einem Unfallort eingetroffen. Die Kollegen hätten mit einem sogenannten Rüstwagen mit Spezialtechnik, die etwa zum Anheben schwerer Lasten eingesetzt wird, eine "recht relevante Zeit" im Stau auf der Stadtautobahn A100 gestanden, sagte Sprecher Rolf Erbe am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Rettung hat sich dadurch zeitlich verzögert." Da die Technik nicht zur Verfügung stand, habe man an der Unfallstelle improvisieren müssen.

Nach Angaben des Sprechers sollte die Spezialtechnik bei der Bergung einer lebensgefährlich verletzten Radfahrerin helfen, die am Montag bei einem Unfall in Berlin-Wilmersdorf unter einen Betonmischer geraten war. Nach dem Unfall kam es noch zu einem Angriff auf den Lkw-Fahrer: Der Mann wurde nach Angaben einer Polizeisprecherin von einer unbekannten Person mit einem Messer attackiert und verletzt, als er ausgestiegen sei, um nach der Frau zu schauen. Laut Polizei war zunächst unklar, wie es zu dem Unfall gekommen war.

Die Klima-Protestgruppe "Letzte Generation" teilte mit, sie sei bestürzt und könne nicht ausschließen, dass die Verspätung des Rüstwagens auf einen durch sie verursachten Stau zurückzuführen sei. "Wir hoffen inständig, dass sich ihr Gesundheitszustand durch die Verspätung nicht verschlimmert hat", erklärte Sprecherin Carla Hinrichs. "Bei all unseren Protestaktionen ist das oberste Gebot, die Sicherheit aller teilnehmenden Menschen zu gewährleisten."

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte erneut die Aktionen: "Es gibt keine Rechtfertigung dafür, das Leben anderer zu gefährden", sagte sie dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ob die Aktivisten eine Schuld tragen oder nicht, bleibe durch Justiz zu klären.

Klima-Extremisten hatten am Montagmorgen erneut an mehreren Stellen in Berlin mit Blockaden für Behinderungen im Verkehr gesorgt.


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