Wirtschaft
Anzeige

Europa ist bereit für einen Goldstandard

Die Staaten Europas haben die Grundlage für einen neuen Goldstandard geschaffen. Gemeinsam mit den Schwellenländern können sie die Dollar-Herrschaft beenden.
Autor
21.12.2022 17:00
Lesezeit: 1 min
Europa ist bereit für einen Goldstandard
Europa und weite Teile der Welt sind gut positioniert für einen neuen globalen Goldstandard. (Foto:dpa) Foto: Bundesbank

Europa will etwas verändern. Seit dem Ende von Bretton Woods haben die europäischen Zentralbanken ihre Goldreserven im Verhältnis zur Wirtschaftskraft immer weiter angeglichen, sowohl untereinander als auch im Verhältnis zu den großen Zentralbanken außerhalb Europas. Mit der gleichmäßigen Verteilung der Goldreserven sind die Voraussetzungen geschaffen, um einen stabilen Übergang zu einem neuen Goldstandard zu ermöglichen.

Der Analyst Jan Nieuwenhuijs beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem Thema und ist zu dem Schluss gekommen, dass es schon seit den 1970er Jahren geheime Vereinbarungen zwischen den Staaten Europas und mit den großen Zentralbanken der Welt geben muss, in denen sie sich zum Kauf beziehungsweise zum Verkauf von Gold verpflichten, damit die Goldreserven global angeglichen werden.

Europa plant einen neuen Goldstandard

Als Nieuwenhuijs die Deutsche Bundesbank im vergangenen Jahr fragte, ob sie eine Aufwertung des Goldes in Erwägung ziehe, um Schulden zu tilgen, antwortete sie: „Wir ziehen es vor, nicht über Entscheidungen zu spekulieren, die in der Zukunft getroffen werden könnten oder nicht.“ Man wollte bei der Bundesbank also die Möglichkeit einer Aufwertung des Goldes nicht ausschließen – zumindest klingt es so. Es würden damit alle Staaten profitieren, nur nicht die USA. Könnte man dies schon als einen Angriff deuten?


DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung macht EU-Versand für kleine Händler zum Verlustgeschäft
23.08.2026

Europa verspricht kleinen Unternehmen einen grenzenlosen Binnenmarkt, doch neue Verpackungsregeln bewirken zunehmend das Gegenteil....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Herbert Wertheim macht aus Geduld Milliarden und aus 35 Millionen Euro einen Ferrari
23.08.2026

35 Millionen Euro für einen elektrischen Ferrari wirken selbst unter Milliardären außergewöhnlich. Für Herbert Wertheim folgt der...

DWN
Technologie
Technologie Roboter rücken in den Supermarkt vor: Beginnt der Wandel am Arbeitsmarkt?
23.08.2026

In Dänemark sollen humanoide Roboter nachts Supermarktregale auffüllen. Gesteuert werden sie zunächst von Menschen mit VR-Headset, doch...

DWN
Technologie
Technologie KI-Sicherheitsrisiken außer Kontrolle? Wenn Maschinen selbstständig angreifen
23.08.2026

KI-Systeme finden selbstständig Sicherheitslücken, führen Cyberangriffe aus und können sogar neue Viren entwerfen. Die technologische...

DWN
Finanzen
Finanzen ETF-Risiken: Die gefährliche Macht der großen Indexfonds
23.08.2026

ETF gelten als günstig, bequem und vergleichsweise sicher. Doch je mehr Kapital automatisch in dieselben Aktien fließt, desto stärker...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Handel: Deutschland wird zum größten Warnsignal für Europa
23.08.2026

Chinas Exportoffensive trifft Europas Industrie immer härter, besonders Deutschland gerät unter Druck. Brüssel sucht nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Echt oder Kopie? Billige Labordiamanten erobern den Markt
22.08.2026

Labordiamanten kosten nur einen Bruchteil natürlicher Steine und erobern den wichtigsten Diamantenmarkt der Welt. Für Juweliere,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Bahn: Vandalismusschäden in Höhe von 34 Millionen Euro
22.08.2026

Graffitis an Bahnhofswänden, Kabeldiebstahl, zerkratzte Scheiben in Zügen - die Deutsche Bahn ist ständig mit Vandalismus konfrontiert....