Politik

FTX-Gründer Bankman-Fried auf den Bahamas verhaftet

Lesezeit: 1 min
13.12.2022 10:00  Aktualisiert: 13.12.2022 10:40
Der Gründer und ehemalige Chef der inzwischen bankrotten Kryptowährungsbörse FTX, Sam Bankman-Fried, ist auf den Bahamas verhaftet worden.
FTX-Gründer Bankman-Fried auf den Bahamas verhaftet
Sam Bankman-Fried, der Gründer und Geschäftsführer von FTX am 26. April 2022 in Nassau, Bahamas. (Foto: dpa)
Foto: Erika P. Rodriguez

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Der Gründer und ehemalige Chef der inzwischen bankrotten Kryptowährungsbörse FTX, Sam Bankman-Fried, ist auf den Bahamas verhaftet worden. Das Büro des Generalstaatsanwalts der Bahamas teilte mit, Bankman-Fried sei am Montag verhaftet worden, nachdem die US-Staatsanwaltschaft ihn strafrechtlich angeklagt habe. Man erwarte seine Auslieferung an die USA.

Ein Sprecher der US-Staatsanwaltschaft in Manhattan bestätigte die Verhaftung Bankman-Frieds. "Heute Abend haben die Behörden der Bahamas Samuel Bankman-Fried auf Ersuchen der US-Regierung verhaftet, basierend auf einer versiegelten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft der Vereinigten Staaten für den südlichen Bezirk von New York", teilte US-Staatsanwalt Damian Williams mit. Er erwarte, dass die Anklageschrift am Dienstagmorgen entsiegelt werde. Dann gebe es mehr Informationen.

Die Polizei in den Bahamas erklärte, Bankman-Fried sei am Montag kurz nach 18.00 Uhr (Ortszeit) in seinem Wohnkomplex in Albany, Nassau, wegen Finanzvergehen gegen die Gesetze der USA verhaftet worden. Dabei habe es keine Zwischenfälle gegeben. Sam Bankman-Fried werde am Dienstag vor dem Magistratsgericht in Nassau erscheinen.

Mark Cohen, ein Anwalt Bankman-Frieds, hat nicht sofort auf Anfragen reagiert.

FTX hatte am 11. November in den USA Gläubigerschutz beantragt, nachdem Kunden als Reaktion auf die heimliche Verschiebung von Einlagen im Volumen von zehn Milliarden Dollar massenhaft Gelder abgezogen hatten.

Bankman-Fried hat jegliche Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. "Ich habe nie versucht, einen Betrug zu begehen", sagte er in einem einstündigen Video-Interview auf einer Veranstaltung der Zeitung "New York Times" am 30. November. Er glaube nicht, dass er strafrechtlich haftbar sei.


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