Wirtschaft

Millionen ohne Strom: Teile der USA versinken im Schnee

In den USA führt eine extreme Kaltfront zu schweren Behinderungen.
24.02.2023 11:00
Aktualisiert: 24.02.2023 11:21
Lesezeit: 2 min

Ein heftiger Wintersturm hat Teile der USA lahmgelegt. Betroffen waren vor allem der Mittlere Westen und der Nordwesten des Landes, wie US-Medien am Freitag berichteten. Rund eine Million Haushalte und Betriebe waren demnach zeitweise ohne Strom, weil gefrierender Regen, Sturm und umstürzende Bäume die Leitungen beschädigten.

Besonders hart traf es Michigan, wo laut der Seite poweroutage.us in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) noch rund 725 000 Kunden keine Elektrizität hatten. In dem Bundesstaat sei zudem ein Feuerwehrmann durch eine herabstürzende Stromleitung ums Leben gekommen. Landesweit galten zeitweise für rund 60 Millionen Menschen Unwetterwarnungen. In einigen Gegenden Wyomings fiel rund ein Meter Schnee, in Montana waren es etwa 80 Zentimeter. Der Sender CNN sprach von «brutalen Winterstürmen».

Die Kaltfront beeinträchtigte auch den Flugverkehr. Allein am Donnerstag fielen den Berichten zufolge rund 2000 Flüge aus, fast 4000 waren verspätet. Vielerorts waren zudem Straßen wegen Schnee und Glätte unpassierbar, wie es weiter hieß.

Am Freitag werde der «ungewöhnlich kalte und langsam verlaufende Wintersturm» sehr starken Schneefall und Winde in den Bundesstaat Kalifornien bringen, teilte der Wetterdienst mit. Erstmals seit Jahrzehnten gilt für Teile des oft sonnenverwöhnten US-Bundesstaates eine Blizzard-Warnung. Heftige Schneestürme mit starken Temperaturstürzen in Nordamerika werden Blizzards genannt. Anhaltender heftiger Wind kann dabei bei starkem Schneefall für Sichtbehinderungen sorgen.

Die Meteorologen warnten auch vor Überschwemmungen im Süden Kaliforniens. In anderen Regionen würden der heftige Schneefall und die eisigen Winde allmählich nachlassen. Die «rekordverdächtige Wärme» im Südosten, etwa in Florida, sei nun auch vorbei - die Temperaturen blieben aber über der Norm.

Der Wintereinbruch führte auch zu einer Verschiebung am ersten Spieltag der US-Fußball-Liga. Die Partie von Sporting Kansas City mit den deutschen Profis Erik Thommy, Tim Leibold und Robert Voloder bei den Portland Timbers wurde von Samstag auf Montag verschoben, wie die Clubs am Donnerstag mitteilten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik USA: Senat stimmt gegen Trumps eigenmächtige Iran-Kriegsführung
24.06.2026

Der US-Kongress will Trump beim Krieg gegen den Iran Grenzen setzen. Die auch von einigen Republikanern getragene Resolution gilt vor...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vom Hoffnungsträger zum Problemflieger: Behörde zwingt 16 Airbus A380 zum Check
24.06.2026

Risse an den Tragflächen: 16 Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen auf Anordnung der EASA kurzfristig überprüft werden. Fünf...

DWN
Politik
Politik Bundestag: Ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat Nebeneinkünfte
24.06.2026

Mehr als ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat in der laufenden Legislaturperiode meldepflichtige Nebeneinkünfte bezogen - neben...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmer Dräger fordert klare Kante statt Kurswechsel
24.06.2026

Ständige Richtungswechsel schaden nach Ansicht von Unternehmer Stefan Dräger dem Standort Deutschland und untergraben Vertrauen bei...

DWN
Finanzen
Finanzen EU Listing Act entfesselt Europas Kapitalmärkte
24.06.2026

Europa will seine Unternehmen zurück an die Börse locken. Der EU Listing Act verspricht kürzere Prospekte, niedrigere Kosten und mehr...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Chip-Ausverkauf zieht Nasdaq-Titel nach unten
23.06.2026

Erfahren Sie, welche Faktoren die Technologiewerte unter Druck setzen und wo Anleger jetzt noch Chancen sehen.

DWN
Politik
Politik Putin: "Nato bereitet sich auf Krieg mit uns vor"
23.06.2026

Wladimir Putin wirft der Nato offen Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor und kritisiert die steigenden Militärausgaben im Westen. Seine...

DWN
Finanzen
Finanzen Urlaubseuro 2026: In diesen Ländern bekommen Sie am meisten Urlaub für Ihr Geld
23.06.2026

100 Euro klingen nach 100 Euro, doch im Urlaub entscheidet das Reiseziel über ihren wahren Wert. Eine neue Analyse zeigt, wo Reisende 2026...