Technologie

Deutsche Unternehmen nutzen Blockchain-Technologie

In Deutschland nutzen viele Unternehmen die Blockchain-Technologie bereits für ihre Geschäftsprozesse. In der Autobranche sind es immerhin schon 13 Prozent. Und andere Branchen sind noch weiter.
28.06.2023 10:10
Aktualisiert: 28.06.2023 10:10
Lesezeit: 1 min

In Deutschland nutzen derzeit 6,9 Prozent der Unternehmen die Blockchain-Technologie für ihre Geschäftsprozesse oder planen deren Einsatz. 18,7 Prozent aller befragten Firmen diskutieren über eine Einführung, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte.

"Offensichtlich gibt es in unterschiedlichsten Branchen bereits zahlreiche Pilotprojekte, die auf der Blockchain aufbauen", sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. "Langfristig hat sie das Potenzial, Wirtschaftsleistung deutlich zu erhöhen."

Bei der Blockchain handelt es sich um eine Technologie, die aus Krypto-Währungen hervorgegangen ist. Sie kann Daten in einer verteilten Infrastruktur ohne zentrale Instanz verwalten. So entstehen bei Transaktionen Transparenz, Sicherheit und Vertrauen, wie das Institut erklärte.

"Schaut man genauer in die einzelnen Wirtschaftssektoren, sieht man, dass das Verarbeitende Gewerbe vergleichsweise weit ist, was den Einsatz von Blockchain angeht", sagte Wolf. Dort nutzen zwölf Prozent der Unternehmen die Technologie oder planen einen Einsatz, fast jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) diskutiert darüber.

Besonders weit in Sachen Blockchain ist demnach die Chemische Industrie: Dort nutzen 14 Prozent der Unternehmen die Technologie für ihre Geschäftsprozesse. In der Automobilindustrie sind es 13 Prozent, während rund jedes fünfte Unternehmen einen Einsatz plant.

Bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln, Druckerzeugnissen, Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen Ausrüstungen, Möbeln und im Maschinenbau wird die Blockchain-Technologie von mindestens jedem zehnten Unternehmen eingesetzt, oder ihr Einsatz ist geplant. "Im Dienstleistungssektor, im Handel und Bauhauptgewerbe sind es hingegen deutlich weniger."

Die Frage nach der Einstellung zur Blockchain-Technologie wurde von den Münchner Forschern im Auftrag des Hanseatic Blockchain Institute e.V. im Juni bei den Ifo-Konjunkturumfragen erhoben, die auf rund 9000 Meldungen von Unternehmen beruhen. (Reuters)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Soll ich mein Geld in ein Auto ohne Fahrer stecken?
03.11.2026

Die Uber-Aktie ist in diesem Jahr deutlich gefallen. Das Unternehmen läuft operativ gut, doch seine Zukunft wird davon abhängen, wie es...

DWN
Politik
Politik Stromumlage ab 2031: Damit sollen neue Gaskraftwerke finanziert werden
03.11.2026

Elf Kraftwerksprojekte erhalten Geld dafür, Strom für Dunkelflauten bereitzuhalten. Die Kosten sollen auf alle Stromverbraucher umgelegt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Autozulieferer Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und Tausende...

DWN
Politik
Politik Die Amerikaner haben uns bislang erfolgreich gespalten
03.11.2026

Russland gilt seit Jahren als Meister der Einflussnahme auf Europa. Doch inzwischen richtet sich der Blick zunehmend auf Washington. Auch...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell um 3.900 Dollar: Edelmetallpreise rutschen ab – Warnsignal für die Weltkonjunktur?
03.11.2026

Beim Goldpreis gerät die leichte Erholung vom Wochenbeginn am Dienstag mächtig ins Stocken. Zinsrisiken und Inflationssorgen drücken...

DWN
Finanzen
Finanzen Konto in Zürich, Kredit in London: Die neue EU-Bankenfalle ab 2027
03.11.2026

Millionen-Finanzierung in New York oder Vermögen in der Schweiz? Ab 2027 gelten im EU-Binnenmarkt neue Spielregeln für Auslandsbanken....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Räumungsverkauf im November: Filialschließungen setzen den Einzelhandel unter Druck
03.11.2026

Räumungsverkäufe prägen in zahlreichen deutschen Innenstädten den Herbst 2026. Hinter den Rabattschildern stehen nicht nur günstige...

DWN
Finanzen
Finanzen Abfindungswelle in der Autobranche: Wie der Fiskus zuschlägt - und wer ganz leer ausgeht
03.11.2026

Microsoft, Google und Meta – die Tech-Konzerne verschlanken ihre Belegschaft weltweit mit saftigen Abfindungen, damit Mitarbeiter...