Wirtschaft
Anzeige

BRICS+ mit massiver Rohstoff-Dominanz

Mit der jüngsten Erweiterung des BRICS-Staatenbündnisses gewinnt dieses einige weitere bedeutende Rohstoffnationen hinzu. Damit steigert die Gruppe sowohl Marktmacht als auch geopolitischen Einfluss erheblich.
23.10.2023 19:19
Lesezeit: 2 min
BRICS+ mit massiver Rohstoff-Dominanz
Die Rohstoffkonzentration im neuen BRICS-Bündnis gibt den Staaten extreme Macht in Sachen Exportbeschränkungen. (Foto: jasonbenee/iStock) Foto: jasonbennee

War schon bisher die Verteilung der BRICS-Basisgruppe über vier Kontinente hinweg von geopolitischem Vorteil, so erhöht deren umfassende Erweiterung ihr Gewicht weiter. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Einfluss von „BRICS+“ auf die internationalen Rohstoffmärkte. Sowohl im Nahrungsmittelbereich als auch bei den Sektoren Energie und Metalle spielen gerade jene Länder bedeutende Rollen, und das nicht nur auf der Angebots- sondern, insbesondere mit China und Indien, auch auf der Nachfrageseite.

Mit der nun beschlossenen Aufnahme der Rohstoffschwergewichte Argentinien, Iran, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate vergrößert sich der Einfluss von „BRICS+“ bei den angesprochenen kritischen Risikofeldern erheblich. Diese Konzentration, die mit sowohl Produktion als auch Konsum, beide Seiten der Bilanz betrifft, dürfte die Mitgliedsstaaten ermutigen, Mechanismen für den Handel mit Rohstoffen außerhalb der Reichweite des G7-Finanzsektors einzurichten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich daraus ein koordiniertes Vorgehen in Bezug auf Exportbeschränkungen für den Rest der Welt entwickeln wird.

Auch der US-Dollar bekommt Konkurrenz

Nun wickeln die BRICS-Staaten bereits heute eine wachsende Zahl ihrer Geschäfte untereinander ohne den US-Dollar ab und nutzen dafür den chinesischen Renminbi (RMB) oder verwenden direkt Gold als Tauschmittel. Saudi-Arabien akzeptiert mittlerweile RMB für seine Erdölexporte – und, zumindest vereinzelt, ebenso Gold.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass eine wirklich große Umwälzung nötig ist, um eine Reservewährung aus ihrer Rolle zu reißen und durch eine mindestens gleichwertige Alternative zu ersetzen. Dennoch dürfte die Bedeutung des US-Dollars zukünftig abnehmen und sich ein paralleles System entwickeln, welches in der unbestreitbaren Rohstoffmacht der BRICS-Staaten seine Wurzeln hat. Doch von welch einem Zeitrahmen sprechen wir hier? Lesen Sie mehr dazu in unserem DWN-Magazin.


DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Apple übertrifft Prognosen: iPhone-Umsatz erzielt Allzeitrekord
29.01.2026

Apple gab am Donnerstag seine Ergebnisse für das erste Quartal bekannt und übertraf dank starker iPhone-Verkäufe die Erwartungen der...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Microsofts freier Fall zog US-Börsen ins Minus
29.01.2026

Der Kurssturz der Microsoft-Aktie um mehr als 10 Prozent löste am Donnerstag einen Börsenabschwung aus.

DWN
Politik
Politik Iran erlässt Notstandsverordnung: Vorsorge angesichts eines möglichen Militärangriffs der USA
29.01.2026

Die iranische Regierung erlässt eine Notstandsverordnung, mit der sie zentrale Befugnisse an die Provinzen überträgt. Damit trifft das...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs zum Handelsschluss im Minus: SAP-Kurseinbruch belastet
29.01.2026

Der DAX-Kurs ist am Donnerstag unter Druck geraten, nachdem das DAX-Schwergewicht SAP die Anleger enttäuschte. Gleichzeitig verunsichern...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis stoppt Rekordlauf: Edelmetallmärkte drehen plötzlich – Trendwende oder Korrektur?
29.01.2026

Ein Goldpreis-Rekordhoch gab es am Donnerstagmorgen genau wie in den vergangenen Tagen, mal wieder. Jeden Tag ein Goldpreis-Rekordhoch....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Industrieemissions-Richtlinie für Klimaschutz: Neue Schadstoffregeln für Industrie beschlossen
29.01.2026

Das Bundeskabinett verabschiedet einen Gesetzesentwurf, der eine Richtlinie der EU zu Industrieemissionen bis zum 1. Juli in nationales...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Novo Nordisk-Aktie wieder unter Druck: Holt Eli Lilly den Vorsprung endgültig auf?
29.01.2026

Die Novo Nordisk-Aktie steht nach einem kurzen Zwischensprint wieder unter Druck: Im Frankfurter Börsenhandel am Donnerstag verliert die...

DWN
Panorama
Panorama Europäische Investitionsbank (EIB): EU-Förderbank verstärkt Engagement in der Verteidigung
29.01.2026

Europa steht sicherheitspolitisch unter Druck: Russlands Angriffskrieg und globale Machtverschiebungen zwingen die EU zum Handeln. Die...