Wirtschaft

Angola tritt aus der Opec aus - Ölpreis fällt

Angola kehrt der Opec den Rücken. Eine Mitgliedschaft liege nicht mehr im Interesse des Landes.
21.12.2023 14:49
Lesezeit: 1 min
Angola tritt aus der Opec aus - Ölpreis fällt
Luanda bei Nacht. (Foto: istockphoto.com/Frederico Santa Martha) Foto: Frederico Santa Martha

Angola hat seinen Rücktritt aus der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) angekündigt. Die Mitgliedschaft sei nicht im nationalen Interesse des afrikanischen Landes, sagte Öl-Minister Diamantino Azevedo am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Zudem habe Angola innerhalb des Energie-Kartells keine relevante Rolle gespielt.

Würde man weiter Mitglied bleiben, könnte man früher oder später zu Produktionskürzungen gezwungen werden. Dies würde den Zielen des Landes entgegenstehen. Eine Stellungnahme der Opec lag nicht vor. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Angop den Schritt gemeldet.

Nach der Veröffentlichung der Entscheidung baute der Öl-Preis zunächst seine Verluste aus. Die Sorte Brent lag mehr als zwei Prozent im Minus bei 78,11 Dollar.

Angola war 2007 der Opec beigetreten. Im vergangenen Monat hatte die erweiterte Opec+ Ölproduzentengruppe das Förderziel des Landes auf 1,11 Millionen Barrel pro Tag (bpd) gesenkt, was grob der gegenwärtigen Produktion entspricht. Azevedo schickte daraufhin eine Protestnote an die Opec. Die Opec als Ganzes fördert etwa 28 Millionen bpd.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: SanDisk und Micron führen Erholung der Chipaktien an, während Großbanken nachgeben
19.10.2026

Verfolgen Sie die entscheidenden Entwicklungen an der Wall Street und entdecken Sie, welche Sektoren die Märkte am Montag bewegten.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Traditionsunternehmen Miele: Mittelständler mit Milliarden-Umsatz - Chef stirbt im Alter von 98 Jahren
19.10.2026

Als Hersteller für Haus- und Gewerbegeräte ist Miele weltweit bekannt. In Westfalen wurde das Traditionsunternehmen 1899 gegründet. Als...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bald treffen die Giganten aufeinander: Die Wette auf Indien könnte lukrativer sein als die auf China
19.10.2026

Wenn nur zehn Prozent der Inder, die heute kein Auto besitzen, in den kommenden Jahrzehnten Eigentümer eines Neuwagens würden, sprächen...

DWN
Politik
Politik Steuerzinsen 2027: Nachzahlungen sollen doppelt verzinst werden
19.10.2026

100.000 Euro Steuernachzahlung, zwei volle Zinsjahre: Heute können daraus 3.600 Euro Zinsen werden. Unter dem geplanten neuen Satz wären...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW ID. Buzz im Test: Übernachten im Elektroauto wird zum Geduldsspiel
19.10.2026

Im Elektroauto schlafen, morgens Kaffee kochen und dabei unabhängig vom Campingplatz bleiben. Der neue Campingmodus des VW ID. Buzz soll...

DWN
Finanzen
Finanzen Was wäre, wenn ich statt des S&P 500 einfach seine Mutter kaufen würde?
19.10.2026

Ohne das Unternehmen S&P Global könnten die Finanzmärkte nur schwer funktionieren. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr jedoch auf ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin und Co.: Sparkassen starten schrittweise Kryptohandel
19.10.2026

Der Wettbewerb im Kryptohandel nimmt zu: Nun wollen auch die Sparkassen mit einem eigenen Angebot Privatkunden ansprechen. Sie rollen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Anthropic: Milliardenverluste, Millionengehälter und ein gigantischer Börsenplan
19.10.2026

18 Millionen Dollar Vergütung für den Chef, fast 42 Milliarden Dollar Verlust für das Unternehmen: Beim KI-Entwickler Anthropic liegen...