Politik

Umfrage: Hälfte der Deutschen geht Israels Vorgehen in Gaza zu weit

Der Hälfte der Deutschen geht das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen zu weit. Laut einer aktuellen Umfrage halten weniger als ein Drittel der Deutschen die Reaktion auf den Terroranschlag der islamistischen Hamas am 7. Oktober für angemessen.
09.03.2024 07:00
Aktualisiert: 09.03.2024 08:40
Lesezeit: 1 min

Die Umfrage führte das Institut Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend durch. Exakt 50 Prozent der Befragten geht Israels Vorgehen in Gaza zu weit, das sind den Angaben nach 9 Prozentpunkte mehr als bei einer vergleichbaren Umfrage im November. 28 Prozent halten die Reaktion demnach für angemessen, weiteren 5 Prozent geht sie nicht weit genug.

Nur 23 Prozent sind demnach der Meinung, dass israelische Militäraktionen auch dann gerechtfertigt sind, wenn die palästinensische Zivilbevölkerung davon ebenfalls betroffen ist. 61 Prozent halten solche Aktionen dann nicht für gerechtfertigt.

Auf die Frage, wer für die katastrophalen Zustände im Gazastreifen verantwortlich sei, nannten rund drei Viertel der Befragten die Terrororganisation Hamas – 39 Prozent sehen sie voll und ganz in der Verantwortung, 34 Prozent eher in der Verantwortung. 62 Prozent weisen Israel Verantwortung zu. 19 Prozent meinten, Israel sei voll und ganz für die Zustände verantwortlich, weitere 43 Prozent halten das Land für eher verantwortlich.

Auslöser des Gaza-Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel verübt hatten. Israel reagierte mit massiven Bombardierungen und kurz darauf mit einer Bodenoffensive im Gazastreifen. Die Hamas-Gesundheitsbehörde bezifferte die Zahl der Toten seither auf 30.800 und der Verletzten auf fast 72.300. (dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street schiebt Unsicherheit beiseite und legt zu
18.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen den Tag im Plus. Der S&P 500 stieg um 0,56 %, der Nasdaq Composite um 0,78 % und der Dow Jones Industrial...

DWN
Technologie
Technologie Ostsee-Stromprojekt: Baltic-German PowerLink geplant
18.02.2026

Das Ostsee-Stromprojekt zwischen Deutschland, Lettland und Litauen nimmt konkrete Formen an. Mit dem Baltic-German PowerLink entsteht ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Dürr-Aktie springt nach Quartalszahlen deutlich an – jetzt Dürr-Aktie kaufen?
18.02.2026

Der Dürr-Aktienkurs ist nach überraschend starken Quartalszahlen nach oben geschossen. Vor allem der Nettogewinn überzeugt Investoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Steuerstreit: Koalition ringt um Spitzensteuersatz – Deutschland bisher im Mittelfeld
18.02.2026

Der Steuerstreit zwischen CDU und SPD spitzt sich in Zeiten schwacher Konjunktur und angespannter Haushaltslage zu. Setzt die Koalition auf...

DWN
Politik
Politik Autonome Kampfdrohnen: Elon Musk steigt in Pentagon-Innovationswettbewerb ein
18.02.2026

Elon Musk bindet SpaceX und xAI in ein sensibles Pentagon-Projekt zur Entwicklung autonomer Kampfdrohnen ein. Welche sicherheitspolitischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Handelspolitik: Regierung prüft Anpassungen bei Stahl- und Aluminiumzöllen
18.02.2026

Die US-Regierung signalisiert Bereitschaft, den Anwendungsbereich und die Durchsetzung der Stahl und Aluminiumzölle anzupassen, hält...

DWN
Finanzen
Finanzen Brüsseler Personalpoker: Spekulationen um vorzeitigen Rückzug von EZB-Chefin Lagarde
18.02.2026

Christine Lagarde könnte die EZB vor Ende ihrer Amtszeit verlassen. Hintergrund sind offenbar Sorgen, dass nach den Wahlen in Frankreich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stellenabbau durch KI-Einsatz: Ergo streicht 1000 Arbeitsplätze bis 2030
18.02.2026

Künstliche Intelligenz verändert die Versicherungsbranche und wirkt sich zunehmend auch auf Arbeitsplätze aus. Wird der Stellenabbau bei...