Wirtschaft

Goldpreis: Rekordjagd geht weiter - Leitzinssenkungen beflügeln Edelmetallmarkt

04.04.2024 13:10
Aktualisiert: 04.04.2024 14:10
Lesezeit: 1 min
Goldpreis: Rekordjagd geht weiter - Leitzinssenkungen beflügeln Edelmetallmarkt
Gold glänzt aktuell im Scheinwerferlicht des Marktes und erreicht neue Höchstwerte (Foto: dpa). Foto: Sven Hoppe

Der Rekordlauf des Goldpreises geht ungebremst weiter. In der Nacht auf Donnerstag stieg das Edelmetall in London zeitweise bis auf 2304 US-Dollar (2133 Euro) je Feinunze (rund 31,1 Gramm). Rückenwind liefert weiterhin die Aussicht auf Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr.

Fed-Chef Jerome Powell hatte am Mittwoch bekräftigt, dass die US-Notenbank «irgendwann in diesem Jahr» mit der Senkung der Leitzinsen beginnen dürfte. Niedrigere Zinssätze sind im Allgemeinen positiv für Edelmetalle, die keine Zinsen abwerfen.

Gold erlebt seit Anfang März einen Höhenflug und hat in dieser Woche bisher jeden Tag einen Preisrekord aufgestellt. Die Anleger wetten darauf, dass der Goldpreis von der bevorstehenden Zinswende der Fed profitieren wird. Zusätzliche Unterstützung erfährt der Goldpreis durch die geopolitischen Risiken, etwa im Nahen Osten und in der Ukraine.

Deutsche Anleger wenden sich von Goldmünzen ab

Im vergangenen Jahr hatten sich viele Anlegerinnen und Anleger in Deutschland vor allem im zweiten Halbjahr 2023 noch von Investmentprodukten in Form von Münzen und Barren getrennt. Im Jahresvergleich sei die Nachfrage nach Goldmünzen und -barren in Deutschland um 75 Prozent eingebrochen, in Europa um 59 und weltweit um 3 Prozent, hieß es von der Fachvereinigung Edelmetalle. «Wenn der Preis steigt, machen Menschen Edelmetalle zu Geld», sagte Thomas Weiß von der Fachvereinigung am Donnerstag in Pforzheim.

Die Gesamtnachfrage nach Gold – also nicht nur als Investmentprodukt – sei hingegen im vergangenen Jahr auf 4899 Tonnen gestiegen und damit auf den höchsten jemals erreichten Stand.

(dpa)

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