Immobilien

Geywitz' Bau-Offensive: Einfacher, Schneller, Günstiger!

Die Bauwirtschaft in Deutschland steckt in einer Krise, dennoch zeigt sich die zuständige Ministerin zuversichtlich.
12.06.2024 17:07
Lesezeit: 1 min
Geywitz' Bau-Offensive: Einfacher, Schneller, Günstiger!
Klara Geywitz (SPD), Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, betrachtet während ihres Besuchs in Sachsen auf der Baustelle zum Bau des ersten öffentlichen Gebäudes mit Carbonbeton eine Betonplatte mit Carbon (Foto: dpa). Foto: Robert Michael

Klara Geywitz, Bundesbauministerin und Mitglied der SPD, sieht optimistisch in die Zukunft des Wohnungsbaus in Deutschland. Trotz der aktuellen Krise habe die Branche bei den Baufertigstellungen Stabilität bewiesen, erklärte Geywitz in Berlin unter Verweis auf die rund 295.000 neuen Wohnungen, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurden.

Geywitz betonte jedoch, dass das kommende Jahr aufgrund der schwachen Konjunktur herausfordernd werde. Die Anzahl der Bauanträge sei gesunken, sagte sie am Dienstag beim Tag der Immobilienwirtschaft.

Manuell oder seriell?

Um das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr zu erreichen, seien erhebliche Produktivitätssteigerungen erforderlich, so Geywitz. Die Regierung hatte sich verpflichtet, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen. Geywitz sprach sich erneut für serielles Bauen aus, also für den Bau in Serie, jedoch ohne die Monotonie vergangener Jahrzehnte.

"Schön oder hässlich kann man sowohl manuell als auch seriell bauen", erklärte Geywitz. Hohe Anforderungen an Energieeffizienz, Ästhetik und andere Aspekte würden das Wohnen teurer machen, sodass es sich nur noch wenige leisten könnten. "Das ist nicht mein Modell", betonte sie.

Weniger Bauvorgaben gefordert

Geywitz kündigte eine Reihe von Neuregelungen an, die das Bauen einfacher, günstiger und schneller machen sollen. Dazu gehöre die Einführung des sogenannten Gebäudetyp-E, einer einfacheren Bauweise mit reduzierten Standards, um kostengünstiger zu bauen. "Es gibt unendlich viele Regeln, die wir beachten müssen", sagte sie. Dies betreffe auch Lärm- und Luftschutzvorgaben. Bestimmte Anforderungen für Autostellplätze sollen entfallen. Außerdem sind weitere steuerliche Anreize, Zinssubventionen und punktuelle Förderungen für den Umbau von Bestandsimmobilien und die Umnutzung leerstehender Geschäftsimmobilien als Wohnraum geplant.

Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Verbessern Sie die Lieferketten-Transparenz

Identifizieren, scannen und übermitteln von eindeutigen Komponentendaten

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Immobilien Neu Gedacht

***

Immobilien-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und beschäftigt sich mit den Themen Hauskauf und Hausbau in allen Facetten.

DWN
Technologie
Technologie Blackout-Vorsorge: Notstromlösung mit Solaranlagen auf Balkon oder Dach – was dabei wichtig ist
02.03.2026

Ein plötzlicher Blackout kann Haushalte und Unternehmen unvorbereitet treffen. Immer mehr Eigentümer setzen deshalb auf eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hapag-Lloyd übernimmt ZIM: Machtverschiebung in der globalen Container-Schifffahrt
02.03.2026

Hapag-Lloyd treibt mit der Übernahme von ZIM die Konzentration im globalen Containerverkehr weiter voran. Wie verschiebt diese Transaktion...

DWN
Panorama
Panorama Nahost-Krieg: Tschechien evakuiert Bürger und ergreift innenpolitische Sicherheitsmaßnahmen
02.03.2026

Tschechien schickt erste Armeeflugzeuge für Evakuierungsflüge in den Nahen Osten. In dem EU- und Nato-Mitgliedstaat selbst werden...

DWN
Panorama
Panorama EU sagt Ministertreffen ab: Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern
02.03.2026

EU sagt Ministertreffen ab: Eine Drohne soll den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen haben. Sirenen heulen,...

DWN
Politik
Politik Wadephul: Werden uns am Iran-Krieg nicht beteiligen
02.03.2026

Der Außenminister warnt: Der Iran bedroht nicht nur Israel, sondern auch Deutschland und Europa – mit Raketen, Cyberangriffen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Historischer Schlag gegen Iran. Aber wie endet dieser Krieg?
02.03.2026

Die Tötung von Irans oberstem Führer durch US-Angriffe markiert eine historische Zäsur. Doch ein klarer Plan für das Danach fehlt....

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Iran-Krieg treibt Goldpreis in Richtung Rekordhoch – wie weit trägt die Rally?
02.03.2026

Der Goldpreis springt auf über 5.390 Dollar und nähert sich erneut seinem Rekordhoch. Der Iran-Krieg und die Eskalation im Nahen Osten...

DWN
Panorama
Panorama Iran-Konflikt weitet sich aus - Hisbollah greift Israel an
02.03.2026

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Chamenei setzen die USA und Israel ihre Angriffe fort. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen -...