Politik

Putin lehnt Verhandlungen im Ukraine-Krieg derzeit ab

Kremlchef Wladimir Putin will angesichts der ukrainischen Gegenoffensive im russischen Gebiet nicht mit Kiew verhandeln. Laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow plant Putin, eine Einschätzung zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg zu geben.
19.08.2024 20:27
Lesezeit: 1 min

"Der Präsident hat sehr deutlich gesagt, dass nachdem die Angriffe, genauer gesagt die Invasion im Gebiet Kursk begonnen hat, von Verhandlungen keine Rede sein kann", sagte Lawrow im russischen Staatsfernsehen am Rande von Putins Besuch in Aserbaidschan. Putin werde zudem in Kürze eine Einschätzung der Lage geben, kündigte Lawrow an.

Berichte über Kontakte zwischen den Kriegsparteien, die von Mittlern wie Katar oder der Türkei hergestellt worden seien, seien nichts weiter als Gerüchte, erklärte Lawrow weiter.

Die Ukraine, die sich seit mehr als zwei Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt, hat vor rund zwei Wochen eine Gegenoffensive gestartet und ist dabei in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen. Erstmals hat Kiew damit den Ukraine-Krieg auf das Gebiet des Gegners verlagert. Russland hält dabei weiterhin große Teile im Osten und Süden der Ukraine besetzt.

Putin hatte vor dem ukrainischen Gegenschlag als Voraussetzung für Friedensverhandlungen von Kiew weitere Gebietsabtretungen gefordert. Das derzeitige Schweigen des russischen Präsidenten zur Krise des eigenen Militärs ist keine neue Erscheinung. Auch bei vorherigen Niederlagen der russischen Armee hat sich der Kremlchef erst nach längerer Pause und teilweise nach dem Aussitzen der Krise zu Wort gemeldet.

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