Finanzen

Fast 3000 Dollar: Goldpreis erreicht neuen Höchststand

Zölle, Gegenzölle, Strafzölle: Der von den USA entfachte Handelsstreit treibt Anleger zum Gold als sicheren Hafen. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump am 20. Januar 2025 hat das Edelmetall neun Prozent an Wert gewonnen - vorerst ist kein Ende in Sicht.
13.03.2025 17:38
Aktualisiert: 13.03.2025 18:00
Lesezeit: 1 min
Fast 3000 Dollar: Goldpreis erreicht neuen Höchststand
Ein Goldstück geht iummer noch: Benjamin Summa, Mitarbeiter bei pro aurum, hat Weihnachten 2024 einen Weihnachtsbaum aus Gold errichtet. Der Edelmetallhändler benötigte 2.024 Wiener Philharmoniker-Münzen für das Kunstwerk - 2025 müssen wohl noch ein paar Münzen hinzugefügt werden. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Der Goldpreis hat am Donnerstag mit einem deutlichen Preissprung ein Rekordhoch erreicht. Geopolitische Risiken und ein eskalierender Zollstreit sorgten für eine starke Nachfrage nach dem sicheren Anlagehafen Gold. Im Nachmittagshandel verteuerte sich eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London um rund 39 Dollar auf ein Rekordhoch bei 2.974 Dollar.

Seit drei Handelstagen ging es mit dem Goldpreis nach oben, wobei der Höhenflug zuletzt deutlich Fahrt aufgenommen hat. Sichere Anlagehäfen sind an den Finanzmärkten stärker gefragt, nachdem es keine Fortschritte bei den Bemühungen um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg zu geben scheint.

Ein wesentlicher Treiber beim Goldpreis bleibt auch die Sorge vor den Folgen der aggressiven Zollpolitik der neuen US-Regierung. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar hat das Edelmetall mehr als neun Prozent an Wert gewonnen. In dieser Zeit zählte die Zollpolitik von Trump zu den stärksten Preistreibern am Goldmarkt. Zuletzt eskalierte der Zollstreit zwischen den USA und Kanada. Nach den von Trump verhängten Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent sind kanadische Gegenzölle in Kraft getreten.

Im Handelsverlauf stützte auch eine neue Preisprognose der australischen Macquarie Bank den Goldpreis. Die Experten haben das Kursziel für das Edelmetall erhöht und rechnen im dritten Quartal mit einem Anstieg auf 3.500 Dollar je Feinunze.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Fachkräftemangel: Einwanderer 2025 in vielen Berufen unverzichtbar
29.09.2026

Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland hat Wurzeln im Ausland. Besonders in Berufen, in denen händeringend Fachkräfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
29.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Wall Street schließt im Minus, während sich der Anleiheausverkauf fortsetzt
28.09.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Erfahren Sie, welche entscheidenden Faktoren die Wall Street heute in Atem hielten.

DWN
Politik
Politik Geran-5: Wie die Ukraine auf Russlands schnelle Drohne reagiert
28.09.2026

Russlands schnelle Angriffsdrohnen stellen die ukrainische Luftverteidigung vor ein neues Problem. Während ältere Geran-5-Modelle...

DWN
Politik
Politik Europa schließt Fabriken und träumt von strategischer Autonomie
28.09.2026

Da es keine Antwort auf die heute und jetzt hohen Energiepreise gibt, zu denen auch die Politik der EU beigetragen hat, verkauft Ursula von...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsfähigkeit: Bericht zu Verteidigungsbereitschaft der EU offenbart Lücken
28.09.2026

Signifikante Lücken bei der Luftverteidigung, bei Drohnen und bei Munitionsbeständen: Vor dem Treffen der europäischen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardeninvestition richtet Hunderte Satelliten auf Putin
28.09.2026

Die finnische Satellitenfirma Iceye spielt bereits eine wichtige Rolle für die Ukraine und ihre Angriffe auf russische Ziele. Nun will das...

DWN
Politik
Politik Erneuerbare Energien: Solarstromproduktion übertrifft Vorjahreswert
28.09.2026

Bereits Ende September hat die Solarstromproduktion in Deutschland den Vorjahreswert übertroffen. Welche Faktoren zu diesem Rekord...