Finanzen

Verdienen im Schlaf: Diese Dividenden-Aktien zahlen Ihnen Geld fürs Nichtstun

Während andere schuften, kassieren clevere Anleger jeden Monat Geld – sogar im Schlaf. Drei Dividenden-Aktien machen Sie zum Profiteur der Börsenmaschine.
23.08.2025 12:21
Lesezeit: 3 min

Dividendenaktien: Drei Geldmaschinen, die auch dann zahlen, wenn Sie Pause machen

Anleger, die auf stabile Cashflows setzen, suchen Aktien mit hoher Dividendenrendite. Ein Analyst von The Motley Fool nennt drei Titel, die genau das bieten: Hohe Ausschüttungen bei monatlicher Dividendenzahlung. Der Kauf solcher Hochdividendenaktien ist ein einfacher Weg, sich zusätzliches Einkommen zu sichern. Zahlreiche an US-Börsen notierte Unternehmen zahlen ihren Aktionären monatliche Dividenden – und ermöglichen damit einen stetigen, passiven Zufluss. Das berichtet das Wirtschaftsportal Äripäev.

Die auf Immobilien spezialisierten Realty Income (Börsenkürzel: O), EPR Properties (EPR) und Main Street Capital (MAIN) stechen laut The Motley Fool-Analyst Matt DiLallo durch ihre hohe monatliche Dividendenrendite hervor.

Realty-Aktie: Ein Immobilienfonds als Einzelaktie

Der Immobilienfonds Realty Income hat seine Dividenden seit dem Börsengang 1994 bereits 131 Mal erhöht. DiLallo stuft das Unternehmen daher als attraktive Aktie für passives Einkommen ein. In diesem Jahr hat Realty Income die Dividende bereits viermal angehoben, insgesamt wächst die Ausschüttung seit 111 Quartalen in Folge. Am 15. Juli zahlt Realty Income eine Dividende von 0,269 Dollar je Aktie – das sind 0,2 Prozent mehr als im Vormonat. Die Jahresdividende steigt damit auf 3,228 Dollar je Aktie, was einer Dividendenrendite von mehr als 5,8 Prozent entspricht. Auch künftig sollte Realty Income keine Probleme haben, die Dividende zu steigern. Das Unternehmen besitzt ein breit gestreutes Portfolio aus über 15.600 Einzelhandels-, Industrie-, Freizeit- und anderen Immobilien. Zu den bedeutenden Mietern zählen 7-Eleven, Dollar General, FedEx, Home Depot und Walmart. Die Immobilieninvestments mit langfristigen Netto-Mietverträgen sorgen für stabile Cashflows, die Mieter tragen sämtliche Betriebskosten – einschließlich Wartung, Grundsteuern und Gebäudeversicherung.

Realty Income schüttet konservativ einen Teil seines stabilen Cashflows aus – im ersten Quartal 75 Prozent des bereinigten operativen Ergebnisses (FFO). Das verschafft laut DiLallo Spielraum, um weiter in ertragsstarke Immobilien zu investieren. Im ersten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete Realty Income nach Dividendenzahlungen rund 238 Millionen Dollar bereinigtes FFO. Das geschätzte Gesamtvolumen des US-Marktes für Immobilien mit Netto-Mietverträgen liegt bei 5,5 Billionen Dollar, in Europa sogar bei 8,5 Billionen Dollar. Kürzlich erweiterte Realty Income das Portfolio um US-Freizeitimmobilien (Volumen 400 Milliarden Dollar) und US-Datenzentren (500 Milliarden Dollar). Zudem expandiert das Unternehmen in Europa, hat eine Kreditinvestitionsplattform aufgebaut und bringt in den USA einen Private-Equity-Fonds an den Start.

Der Realty-Aktienkurs rutschte zwischen August 20924 und August 2025 zwar über 10 Prozent ab, die Dividendenrendite war in diesem Zeitraum aber deutlich stabiler.

EPR Properties-Aktie: Dividendenrendite von 6 Prozent

Dieser REIT (Real Estate Investment Trust) fokussiert sich auf Freizeitimmobilien. Das Portfolio umfasst 331 Objekte in den USA und Kanada, vermietet an über 200 Mieter aus verschiedenen Branchen – darunter Golfanlagen, Kinos, Sportclubs, Kasinos, Skigebiete, Wasserparks und Freizeitparks. Die Strategie von EPR Properties nutzt den Konsumtrend in den USA, bei dem rund 75 Prozent der Amerikaner Erlebnisse materiellen Gütern vorziehen – angetrieben vor allem von der jungen Generation. Das Portfolio ist im Vergleich zu Realty Income konzentrierter und stärker vom Konsumgütersektor abhängig, was EPR Properties in Rezessionsphasen anfälliger machen kann.

EPR Properties zahlt monatlich eine Dividende von 0,295 Dollar je Aktie – hochgerechnet 3,54 Dollar pro Jahr. Das entspricht einer Dividendenrendite von 6 Prozent. Die Serie stetiger Dividendenerhöhungen wurde durch die Corona-Krise unterbrochen, in deren Folge die Ausschüttungen gekürzt und zu Beginn der Pandemie kurzzeitig ausgesetzt wurden. EPR Properties schüttet etwa 70 Prozent der stabilen Cashflows als Dividende aus. Das unterstützt den Plan, in diesem Jahr 200 bis 300 Millionen Dollar in neue Immobilien zu investieren.

Mit diesem Tempo kann das Unternehmen den Cashflow je Aktie um etwa 3 bis 4 Prozent pro Jahr steigern – was wiederum den Dividendenanstieg auf ähnlichem Niveau absichern sollte. Anfang dieses Jahres hat EPR Properties die Ausschüttungen um 3,5 Prozent erhöht.

Main Street Capital-Aktie: Dividendenrendite der Beteiligungsgesellschaft bei über 5 Prozent

Main Street Capital ist eine Beteiligungsgesellschaft, die kleinen und mittleren Unternehmen vorwiegend aus dem unteren Segment – mit einem Jahresumsatz von 10 bis 150 Millionen Dollar – Fremd- und Eigenkapital zur Verfügung stellt. Auch größere Unternehmen erhalten über den Fonds Finanzierungen. Das Geschäftsmodell basiert auf maßgeschneiderten Kapitalstrukturen und sorgt für wiederkehrende Erträge, die monatlich an die Investoren ausgezahlt werden. Die nächste Zahlung von 0,255 Dollar je Aktie erfolgt am 15. Juli an Anleger, die die Aktie bis spätestens 8. Juli halten. Die aktuelle Jahresdividende beträgt 3,06 Dollar je Aktie, die Dividendenrendite liegt bei über 5 Prozent.

Main Street Capital erhöht regelmäßig die monatliche Dividendenrate. Diese liegt aktuell 2 Prozent über dem Durchschnitt des Vorquartals und 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Zusätzlich zahlt das Unternehmen Sonderdividenden in bar, um die vorgeschriebene Ausschüttungsquote zu erfüllen. Wie klassische REITs sind auch Beteiligungsgesellschaften verpflichtet, jährlich 90 Prozent des steuerpflichtigen Gewinns an die Aktionäre auszuschütten. Die besicherten Fremdkapitalinvestitionen des Unternehmens bringen hohe Renditen – die gewichtete durchschnittliche Cash-Coupon-Rate des Portfolios liegt bei 12,4 Prozent.

Das ermöglicht stabile Zinserträge für die Dividendenausschüttung. In den vergangenen 18 Monaten hat Main Street Capital quartalsweise zusätzliche Dividenden in Höhe von 0,30 Dollar je Aktie gezahlt. Das treibt die gesamte Dividendenrendite auf über 8 Prozent.

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