Politik

Wahlumfrage: AfD gewinnt in Sonntagsfrage an Zustimmung, Regierung verliert

Die aktuelle Sonntagsfrage offenbart politische Verschiebungen, schwindende Zustimmung und wachsende Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Während einige Parteien zulegen, verlieren andere an Rückhalt.
25.07.2025 15:56
Lesezeit: 1 min
Wahlumfrage: AfD gewinnt in Sonntagsfrage an Zustimmung, Regierung verliert
Blick in den Plenarsaal des Bundestags: Bei Wahlumfragen legt die AfD zu, die Union verliert (Foto: dpa). Foto: Kay Nietfeld

Wahlumfrage: Regierung verliert an Zustimmung in der Sonntagsfrage

Wie fällt das Urteil der Bevölkerung zur Regierungsarbeit aus? Die aktuelle Sonntagsfrage zeigt: Die Zustimmung schwindet im Vergleich zum Vormonat spürbar. Etwa 80 Tage nach Amtsantritt der neuen Bundesregierung zeigt sich zunehmende Skepsis gegenüber dem Bündnis aus CDU/CSU und SPD. Der neuesten Sonntagsfrage zufolge, die das ZDF-Politbarometer gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen erhoben hat, beurteilen derzeit 49 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der Regierung als "eher gut" – im Juni waren es noch 60 Prozent. Dagegen sehen 41 Prozent die Regierungsarbeit nun "eher schlecht".

Im Rückblick schneidet die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP nach gleicher Zeit besser ab. Ende Februar 2022 äußerten sich 64 Prozent der Befragten zufrieden, während 26 Prozent unzufrieden waren. Diese Vergleichswerte stammen ebenfalls aus einer Sonntagsfrage der Forschungsgruppe Wahlen.

AfD: Umfrage heute sieht Weidel-Partei nur knapp hinter Union

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union laut aktueller Sonntagsfrage auf 27 Prozent (-2). Die AfD erreicht 24 Prozent (+2) und liegt damit nur knapp dahinter. Die SPD bleibt mit 15 Prozent konstant, die Grünen sinken auf 11 Prozent (-1). Auch die Linke würde laut Wahlumfrage 11 Prozent (+1) erzielen. BSW und FDP liegen bei jeweils 3 Prozent und verfehlten somit weiterhin die Mandatshürde. Alle weiteren Parteien kommen zusammen auf 6 Prozent.

Diese Wahlumfrage basiert auf telefonischen Interviews der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, die zwischen dem 22. und 24. Juli 1.367 Wahlberechtigte in Deutschland befragt hat. Die statistische Schwankungsbreite beträgt rund zwei Prozentpunkte bei einem Wert von 10 Prozent und etwa drei Prozentpunkte bei einem Wert von 40 Prozent.

Hinweis: Die Prozentwerte stammen aus der repräsentativen Wahlumfrage der Forschungsgruppe Wahlen, durchgeführt vom 22. bis 24. Juli unter 1.367 Wahlberechtigten. Schwankungsbreite: ±2/–3 Prozentpunkte je nach Parteistärke.

Bedeutung der Sonntagsfrage: Momentaufnahme, keine Vorhersage

Grundsätzlich gilt: Eine Sonntagsfrage wie diese stellt stets eine Momentaufnahme dar. Die Wahlumfrage liefert kein genaues Ergebnis der künftigen Wahl, sondern gibt nur ein Bild der politischen Stimmung zum Erhebungszeitpunkt. Die Meinungsforschung wird zusätzlich erschwert durch sinkende Parteibindungen und zunehmend kurzfristige Wahlentscheidungen der Bevölkerung.

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