Politik

Merz zum Gipfel für die Ukraine: „Erwartungen übertroffen“

Bundeskanzler Friedrich Merz zieht nach dem Ukraine-Gipfel im Weißen Haus in Washington eine positive Bilanz. Laut Merz wurden seine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Der CDU-Politiker betonte zugleich, dass er zunächst unsicher gewesen sei, wie das Treffen zur Ukraine verlaufen würde.
19.08.2025 11:13
Lesezeit: 1 min
Merz zum Gipfel für die Ukraine: „Erwartungen übertroffen“
Bundeskanzler Merz zieht positive Bilanz nach dem Ukraine-Gipfel in Washington (Foto: dpa). Foto: Alex Brandon

Es handele sich um „schicksalshafte Tage für die Ukraine und für Europa“, sagte Merz. Das Gespräch mit US-Präsident Donald Trump sei sehr offen gewesen. Echte Verhandlungen könne es nur auf einem Gipfel geben, an dem auch die Ukraine teilnehme. „Ein solcher Gipfel ist nur denkbar, wenn die Waffen schweigen“, betonte der Kanzler.

Frage zu Sicherheitsgarantien besprechen

Eine sehr intensive Diskussion habe es in den Beratungen im Weißen Haus zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Friedensschluss gegeben. „Wir haben sehr nachdrücklich die Ankündigung von Präsident Trump begrüßt, der Ukraine Sicherheitsgarantien zu geben.“

Die Frage, wer sich in welchem Umfang an diesen Sicherheitsgarantien beteilige, müsse man zwischen den europäischen Partnern und der US-Regierung besprechen. „Völlig klar ist, dass sich ganz Europa daran beteiligen sollte“, sagte Merz.

Deutschland habe „eine hohe Verantwortung“, dies zu tun. In welchem Umfang müsse in Europa und in der Koalition in Berlin besprochen werden - „bis hin zu der Frage, ob wir hier möglicherweise mandatspflichtige Beschlüsse zu fassen haben“. Es sei aber zu früh, um darauf eine endgültige Antwort zu geben.

Mandatspflichtige Beschlüsse bedeutet, dass der Bundestag darüber entscheidet, Bundeswehrsoldaten in die Ukraine zu schicken.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: US-Aktien schließen im Minus; Trump schießt gegen die Fed
04.09.2026

Spannung an der Wall Street: Was die Märkte jetzt bewegt und warum Anleger aufmerksam bleiben sollten.

DWN
Technologie
Technologie Samsung-Streit: Stadt darf vorerst keine neuen iPads kaufen
04.09.2026

Viele Kommunen setzen bei der Digitalisierung ihrer Schulen auf Tablets von Apple. Doch ein Rechtsstreit mit Samsung zwingt die Stadt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Apple-Aktie: Die vier wichtigsten Herausforderungen für Apples neuen Chef John Ternus
04.09.2026

Und so beginnt es. John Ternus hat Tim Cook offiziell als Vorstandschef von Apple abgelöst. Und was für ein Imperium er erbt.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Neura: Roboter-Attacke aus Schwaben
04.09.2026

Humanoide Roboter verlassen die Labore und sollen bald Fabriken, Krankenhäuser und Haushalte erobern – ein deutsches Unternehmen setzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft So geht China mit Photovoltaik gegen Kohle vor
04.09.2026

China baut die Solarenergie in einem Tempo aus, das den globalen Energiemarkt verändert. Die installierte Leistung der Solarkraftwerke...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 41: Die Woche im Rückblick – KW 36
04.09.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie: Milliardenübernahme von Hugging Face stärkt KI-Geschäft
04.09.2026

Die Nvidia-Aktie rückt nach der Übernahme von Hugging Face erneut in den Fokus. Der Chiphersteller kauft die führende...

DWN
Politik
Politik Thüringen: BSW-Fraktion zerfällt und stürzt Koalition in Krise
04.09.2026

Der Streit im BSW eskaliert: In Thüringen wollen weitere Abgeordnete die regierungstragende Fraktion und die Partei verlassen. Unter ihnen...