Panorama

Bildungsmonitor 2025: Sachsen bleibt Spitzenreiter im Bundesländervergleich

Sachsen behauptet erneut seine Spitzenposition im deutschen Bildungssystem. Laut dem aktuellen „Bildungsmonitor“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) liegt das Bundesland vor Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg. Am unteren Ende der Rangliste finden sich erneut Bremen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.
09.09.2025 11:54
Aktualisiert: 09.09.2025 12:57
Lesezeit: 1 min

Bewertung aus bildungsökonomischer Sicht

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand von 98 Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. Die Bewertung erfolgt nach Angaben der Autoren ausdrücklich aus bildungsökonomischer Sicht.

In der Studie werden beispielsweise die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten.

Ergebnisse in wichtigen Bereichen verschlechtert

Die Autoren sehen in den vergangenen Jahren steigende Anstrengungen bei den Bildungsausgaben, mehr Ganztagsbetreuung und Verbesserungen beim Betreuungsschlüssel oder bei Fremdsprachenkompetenzen. Sie verweisen aber darauf, dass sich in wichtigen Bereichen Ergebnisse verschlechtert haben, etwa bei den Leistungen der Schüler, beim Thema Schulabbruch und bei der Bildungsgerechtigkeit – hier geht es um den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. „Das heißt, das Geld wird nicht effizient und optimal eingesetzt“, kritisierte die INSM.

Warum immer wieder Sachsen?

Die Studie hebt die Ganztagsbetreuung im Freistaat hervor. Demnach wird in Sachsen ein besonders großer Anteil der Kinder ganztägig in Schule oder Kita betreut. Die Autoren betonen positive Effekte: Eine hochwertige Förderung besonders in frühen Bildungsphasen könne dazu beitragen, Lernrückstände frühzeitig auszugleichen. Und sie führen einen Punkt an, der Arbeitgebern wichtig ist, die Eltern in Vollzeit beschäftigen wollen: „Verlässliche Ganztagsinfrastrukturen unterstützten Eltern dabei, einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können und ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern.“

Gelobt wird auch, dass der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss in Kitas in Sachsen im Ländervergleich am höchsten sei, bei gleichzeitig weniger Ungelernten als im Bundesschnitt. Und es wird auf sehr gute Ergebnisse sächsischer Schülerinnen und Schüler bei jüngsten Lese- oder Mathematikvergleichstests verwiesen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Volatile Siemens Energy-Aktie: Kurssprung nach schwachem Start – was Anleger jetzt wissen müssen
23.03.2026

Ein turbulenter Handelstag bringt die Siemens Energy-Aktie erneut in den Fokus. Zwischen Kursverlusten und kräftiger Erholung schwankt der...

DWN
Politik
Politik Von der Leyen will Wege finden, Ukraine-Kredit trotz Ungarn auszuzahlen
23.03.2026

Die EU sucht nach Lösungen, um die zugesagten 90 Milliarden Euro an die Ukraine auszuzahlen, obwohl Ungarn weiterhin blockiert.

DWN
Panorama
Panorama Hybride Angriffe: Kein Strom, kein Geld, kein Arzt – was Menschen Sorgen bereitet und was hilft
23.03.2026

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen rechnet mit schweren Krisen durch hybride Angriffe. Dennoch fühlen sich nur 15 Prozent der Haushalte...

DWN
Politik
Politik Ukraine im Schatten des Iran-Kriegs: Droht ein strategischer Nachteil?
23.03.2026

Der Ukraine-Krieg gerät zunehmend aus dem Fokus der Weltpolitik, während der Iran-Krieg neue Prioritäten setzt. Droht der Ukraine...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf geopolitische Eskalation
23.03.2026

An den Märkten herrscht Alarmstimmung: Der DAX-Kurs verliert deutlich, Ölpreise steigen, selbst der Goldpreis schwächelt. Was steckt...

DWN
Finanzen
Finanzen Salzgitter-Aktie: Umsatz soll wieder wachsen – Anleger von Salzgitter-Zahlen nicht überzeugt
23.03.2026

Die jüngsten Salzgitter-Zahlen sorgen für Aufmerksamkeit an den Märkten. Der Konzern hat seinen Verlust deutlich reduziert und peilt...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Historischer Absturz schockt Anleger – was steckt dahinter?
23.03.2026

Ein dramatischer Einbruch erschüttert den Goldpreis aktuell und stellt alte Marktregeln infrage. Trotz Krisen fällt der Goldkurs...

DWN
Politik
Politik Verbrenner-Aus 2030? BGH-Urteil bringt Klarheit zu Klagen gegen Autobauer
23.03.2026

Das Verbrenner-Aus bleibt eines der umstrittensten Themen der deutschen Wirtschaft. Während die Politik ringt, schafft ein BGH-Urteil...