Panorama

Drei volle Tage pro Woche im Internet – ein neuer Spitzenwert

Mittlerweile verbringen die Bundesbürger im Schnitt 72 Stunden pro Woche online – das entspricht drei vollen Tagen. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch bei 56 Stunden. Immer mehr Menschen ziehen daraus nun ihre eigenen Schlüsse.
23.09.2025 07:03
Lesezeit: 1 min

Die Menschen in Deutschland verbringen so viel Zeit im Internet wie noch nie. Inzwischen surfen sie pro Woche knapp 72 Stunden, also umgerechnet fast drei volle Tage. Vor fünf Jahren lag die wöchentliche Internetnutzung noch bei rund 56 Stunden, wie aus der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2025“ hervorgeht.

Jüngere Bundesbürger sind den Angaben zufolge deutlich online-affiner als ältere: Die 18- bis 39-Jährigen verbringen pro Woche fast 86 Stunden im Internet, bei den ab 40-Jährigen sind es mehr als 65 Stunden.

Fast 26 Stunden Smartphone pro Woche

Mit keinem anderen Gerät verbringen die Bundesbürger mehr Zeit im Internet als mit dem Smartphone: Fast 26 Stunden sind sie damit pro Woche online - knapp zehn Stunden mehr als noch vor fünf Jahren. Dahinter rangieren Notebooks und Laptops mit gut 11 Stunden und Desktop-PCs mit fast 10 Stunden.

Mehr als 80 Prozent checken mehrmals pro Woche bis täglich Messenger-Apps wie WhatsApp oder Signal. Sieben von zehn Befragten suchen gezielt nach News und Infos, ebenso viele sind regelmäßig in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook aktiv. Jeweils rund die Hälfte der Befragten schaut Videos auf Youtube und Filme oder Serien auf Streaming-Plattformen oder erledigt online Bankgeschäfte.

36 Prozent der Jüngeren wollen weniger online sein

Die intensive Nutzung führt den Angaben zufolge bei vielen aber auch zu einer Sättigung: 72 Prozent wollen ihre Online-Aktivität nicht weiter steigern. Ein knappes Fünftel möchte die Zeit im Internet sogar bewusst einschränken. Vor allem den Jüngeren macht dieser Punkt zu schaffen, wie die Umfrage ergab: 36 Prozent der 18- bis 39-Jährigen wollen künftig weniger online sein und sich zum Beispiel persönlich mit Familie und Freunden treffen.

Für die „Postbank Digitalstudie 2025 - die digitalen Deutschen» wurden zwischen Mai und Juni dieses Jahres 3.050 Menschen befragt. Um eine der Bevölkerung repräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Zum Abgleich wurde der Mikrozensus 2022 des Statistischen Bundesamtes als Referenz genutzt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Trügerische Sicherheit: Warum Ihr Lieblingspasswort eine Gefahr ist
16.05.2026

Die meisten Internetnutzer wiegen sich in Sicherheit, während sie Hackern die Tür sperrangelweit offen stehen lassen. Obwohl die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesischer Ökonom Zhang mit Hinweis an Europa: Chinas Erfolg wird falsch erklärt
16.05.2026

Chinas wirtschaftlicher Aufstieg gilt vielen als Beleg für die Stärke staatlicher Steuerung. Der Ökonom Prof. Weiying Zhang widerspricht...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Materialrückverfolgbarkeit in der Produktion: Wie Unternehmen MES-Software gezielt einsetzen
16.05.2026

Die Materialrückverfolgbarkeit entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Faktor für Qualität, Effizienz und regulatorische Sicherheit...

DWN
Politik
Politik Iran-Konflikt: 440 Kilo Uran und das iranische Atomprogramm verschärfen den Druck auf Teheran
16.05.2026

440 Kilogramm hoch angereichertes Uran sorgen weltweit für Sorge. Israel, die USA und der Iran ringen um Kontrolle, Sicherheit und...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic entfacht den teuersten Machtkampf der KI-Branche
16.05.2026

Fast eine Billion Dollar Bewertung für einen KI-Konzern, der erst vor wenigen Jahren zum Herausforderer wurde. Anthropic will mit frischem...

DWN
Politik
Politik US-Verzicht auf Mittelstreckenwaffen in Deutschland: EU sucht Alternativen
16.05.2026

Der US-Marschflugkörper Tomahawk wird vorerst nicht in Deutschland stationiert. Die Verlegung von US-Mittelstreckenwaffen nach Deutschland...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EIB-Vizepräsident erklärt neue Sicherheitsstrategie: Warum Europas Verteidigung zunehmend von Banken abhängt
16.05.2026

Die Europäische Investitionsbank öffnet sich zunehmend der Verteidigungsfinanzierung und rückt damit näher an Europas neue...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Dynamik des US-Marktes verlangsamt sich, während Anleiherenditen steigen
15.05.2026

Erfahren Sie, welche treibenden Kräfte aktuell die Märkte bewegen und was Anleger jetzt unbedingt beachten sollten.