Finanzen

Deutsche Wohnen-Aktie: Steigende Mieten treiben Gewinne der Vonovia-Tochter Deutsche Wohnen

Steigende Mieten, wachsende Gewinne und ein angespanntes Wohnungsangebot – die Deutsche Wohnen-Aktie profitiert von stabiler Nachfrage, doch gleichzeitig bleibt der Markt herausfordernd.
11.11.2025 08:07
Lesezeit: 1 min

Deutsche Wohnen-Aktie: Profiteur des angespannten Wohnungsmarkts

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen (ISIN: DE000A0HN5C6) hat in den ersten neun Monaten des Jahres vor allem durch höhere Mieten deutlich mehr verdient. Auch das Development-Geschäft steigerte das operative Ergebnis. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im fortgeführten Geschäft legte um 16 Prozent auf rund 568 Millionen Euro zu, wie der MDAX-Konzern am Dienstag in Berlin erklärte.

Die Vonovia-Tochter erwartet bei dieser Kennziffer im laufenden Jahr weiterhin einen klaren Anstieg, was sich positiv auf die Deutsche Wohnen-Aktie auswirken dürfte. Im vorbörslichen Handel in Frankfurt zeigt sich die Deutsche Wohnen-Aktie über 1,5 Prozent höher bei annähernd 21,10 Euro.

Der Konzern profitiert – wie andere große Vermieter – von einer starken Nachfrage nach Wohnraum, besonders in der Hauptstadt Berlin. Die monatliche Kaltmiete erreichte Ende September durchschnittlich 8,23 Euro pro Quadratmeter – das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung stärkt zusätzlich das Vertrauen in die Deutsche Wohnen-Aktie.

Milliardengewinn stärkt Vertrauen in die Deutsche Wohnen-Aktie

Unter dem Strich blieb gut eine Milliarde Euro Gewinn. Ein Jahr zuvor hatte die Vonovia-Tochter (ISIN: DE000A1ML7J1) wegen einer Abwertung ihrer Immobilien noch einen Verlust von rund 256 Millionen Euro verzeichnet. Für Anleger der Deutschen Wohnen-Aktie gilt das als klares Signal für Stabilität und Erholung.

Vonovia hatte die Deutsche Wohnen 2021 übernommen und in den vergangenen Jahren immer enger integriert. Aktuell hält Vonovia rund 77 Prozent der Anteile, etwas mehr als zwölf Prozent liegen im Streubesitz. Damit bleibt die Vonovia-Aktie ebenfalls eng mit der Entwicklung der Deutschen Wohnen-Aktie verbunden – ein Aspekt, der für Investoren beider Unternehmen zunehmend relevant wird.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Audi China-Modelle: Diese Elektroautos will Audi in Deutschland stoppen
24.09.2026

Audi entwickelt Elektroautos eigens für China, doch plötzlich stehen sie bei Händlern in Deutschland. Was wie ein Erfolg der eigenen...

DWN
Politik
Politik EuGH-Urteil zu Energiepreisen: Grundsatzentscheidung stärkt Rechte der Verbraucher und widerspricht dem BGH
24.09.2026

Jahrelang zu hohe Beträge für Wärme gezahlt? Nach einer Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs verjähren...

DWN
Technologie
Technologie Rückgang bei Industrierobotern: Deutschland droht im weltweiten Wettlauf den Anschluss zu verlieren
24.09.2026

Trotz seiner führenden Rolle bei der industriellen Automatisierung in Europa gerät der Standort Deutschland im globalen Vergleich ins...

DWN
Politik
Politik Atempause beim Tanken vorbei? Spritpreise steigen wieder an
24.09.2026

Autofahrer müssen nach einer kurzen Verschnaufpause an den Zapfsäulen wieder mit höheren Ausgaben rechnen. Obwohl Benzin und Diesel im...

DWN
Technologie
Technologie Experten schlagen Alarm: Forderungen nach grundlegendem Umdenken bei KI-Konzernen
24.09.2026

Angesichts potenziell unkontrollierbarer Gefahren durch Künstliche Intelligenz dringen Fachleute auf neue Regeln für die führenden...

DWN
Politik
Politik Subventionen für Europas Industrie: Deutschland und Frankreich uneins bei EU-Förderregeln
24.09.2026

Um der teuren Energie sowie dem Druck aus China und den USA zu trotzen, fordert die europäische Industrie staatliche Hilfen. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen Gute Noten mit Schwachstellen: Deutsche Banken bestehen Krisencheck
24.09.2026

Ein umfassender Belastungstest der Aufsichtsbehörden bescheinigt den kleineren und mittleren Finanzinstituten in Deutschland eine...

DWN
Politik
Politik Grundrechte in Gefahr? BND-Reform sieht weitgehende Befugnisse vor und sorgt für Streit
24.09.2026

Eine geplante Gesetzreform zur Stärkung von BND und Verfassungsschutz heizt die politische Debatte in Berlin an. Während Koalition und...