Warum die ZEW-Konjunkturerwartungen ein Warnsignal senden
Die ZEW-Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland haben sich im November unerwartet eingetrübt. Das ZEW-Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW sank gegenüber dem Vormonat um 0,8 Punkte auf 38,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim berichtete. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Anstieg auf 41,0 Punkte gerechnet.
Das Forschungsinstitut ZEW spricht von nahezu stabilen Erwartungen. "Allerdings ist das Stimmungsbild durch einen Rückgang der Zuversicht in die wirtschaftspolitische Handlungsfähigkeit der Regierung geprägt", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Das Investitionsprogramm dürfte einen konjunkturellen Impuls geben, aber die strukturellen Probleme sind weiterhin vorhanden."
ZEW-Stimmungsbarometer zeigt skeptische Tendenz
Besonders negativ bewerten die Befragten weiterhin die aktuelle Lage. Der zugehörige Indikator stieg lediglich um 1,3 Punkte auf minus 78,7 Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 78,2 Punkte erwartet. Diese Entwicklung unterstreicht, dass die ZEW-Konjunkturerwartungen zwar leicht nachgeben, aber zugleich ein Spiegel der Unsicherheit über die deutsche Wirtschaftspolitik bleiben. Das ZEW-Stimmungsbarometer dient weiterhin als wichtiger Frühindikator, um die ZEW-Konjunkturerwartungen und ihre Bedeutung für die Finanzmärkte zu beurteilen. Insgesamt zeigen die aktuellen ZEW-Konjunkturerwartungen, dass die Experten trotz leichter Schwankungen kaum an eine schnelle Erholung glauben.


