Finanzen

Bitcoin-Kurs aktuell: Stabilisierungsversuch nach Kursverlusten

Nach der kräftigen Korrektur in den vergangenen Tagen zeigt sich der Bitcoin-Kurs aktuell moderat erholt – was steckt hinter dieser Entwicklung und wie geht es weiter?
13.11.2025 13:16
Aktualisiert: 13.11.2025 13:16
Lesezeit: 2 min
Bitcoin-Kurs aktuell: Stabilisierungsversuch nach Kursverlusten
Nach einer Phase mit zeitweise hohen Kursverlusten, wagt der Bitcoin aktuell einen Stabilisierungsversuch (Foto: pixabay.com).

Bitcoin-Kurs aktuell: Kursrutsch verdaut?

Der Bitcoin-Kurs wagt am Donnerstag einen Stabilisierungsversuch: Zeitweise ist die wichtigste Kryptowährung um annähernd 2 Prozent gestiegen und hat an der Marke von 104.000 US-Dollar gekratzt. Bereits in den vergangenen Tagen war ein leichter Aufwärtstrend beim Bitcoin-Kurs zu erkennen, nachdem er im November deutlich an Wert verloren hatte und kurzzeitig sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 100.000 Dollar gefallen war.

Seit Anfang November steht beim Bitcoin-Kurs unter dem Strich weiterhin ein Minus von mehr als 6 Prozent. Die Hauptursache für die Schwächephase liegt in der US-Geldpolitik. „Solange die US-Notenbank keine klaren Hinweise in puncto Dezember-Zinssenkung signalisiert, dürfte der Risikoappetit überschaubar bleiben“, so Marktexperte Timo Emden in einem Interview mit boerse.de Anfang November. Von seinem Allzeithoch bei 125.965,52 US-Dollar, aufgestellt am 6. Oktober 2025, ist die bekannteste Digitalwährung folglich trotz des Stabilisierungsversuchs ein gutes Stück entfernt.

Bitcoin-Kursentwicklung: Das sind die Gründe

Die jüngste Stabilisierung beim Bitcoin-Kurs aktuell lässt sich durch mehrere Einflussfaktoren erklären:

  • Zinspolitik: Für eine neuerliche Bitcoin-Kursrallye fehlt derzeit eine klare Aussicht der US-Notenbank Fed. Der Bitcoin reagiert entsprechend sensibel.
  • Inflation: Eine hohe Inflation macht Kryptowährungen wie den Bitcoin in der Wahrnehmung als Inflationsschutz attraktiver – ähnlich wie Gold. Der Goldpreis zeigt aktuell übrigens eine vergleichbare Kursentwicklung.
  • Geopolitik und institutionelles Interesse: Große Investoren (Institutionen) nehmen vermehrt Positionen ein, die dem Bitcoin-Kurs aktuell Rückhalt geben. Gleichzeitig können politische oder wirtschaftliche Krisen kurzfristige Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen auslösen.

Chart­technische Marken beim Bitcoin

Aus charttechnischer Sicht könnte das Niveau von rund 100.000 bis 110.000 US-Dollar als zentraler Unterstützungsbereich wirken, den der Bitcoin-Kurs aktuell testet. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde Abwärtsrisiken eröffnen, eine Fortsetzung über 120.000 US-Dollar könnte Potenziale für eine neuerliche Aufwärtsrallye freisetzen.

Analysten sehen zudem eine Phase der Konsolidierung. Anleger zeigen sich zwar derzeit eher vorsichtig, Gewinnmitnahmen wurden aber bislang weitgehend vermieden, was die Stabilitätsbemühungen unterstützt.

Bitcoin-Kurs: So geht es weiter und so sollten sich Anleger verhalten

Für die kommenden Wochen gilt: Wenn die Geldpolitik sich weiter restriktiv zeigt, könnte der Bitcoin-Kurs aktuell unter Druck geraten und sich seitwärts bis leicht rückläufig entwickeln. Gelingt jedoch ein Durchbruch über die Marke von ca. 120.000 US-Dollar, könnte ein kräftiger Aufwärtsimpuls folgen. Auch institutionelle Zuflüsse oder regulatorische Klarheit könnten als Katalysator fungieren. Anleger sollten jedoch volatilen Schwankungen Rechnung tragen.

Wer sich mit einer Investition in den Bitcoin-Kurs aktuell beschäftigt, sollte drei zentrale Aspekte beachten: Setzen Sie nur Kapital ein, dessen Verlust Sie ertragen können – die Volatilität bleibt hoch. Definieren Sie für sich einen klaren Zeithorizont sowie ein Ausstiegs- bzw. Stop-Loss-Konzept. Schauen Sie nicht nur auf die Bewegung beim Bitcoin-Kurs aktuell, sondern behalten Sie jederzeit auch Umfeldfaktoren im Blick. Dazu gehören beispielsweise die Zinslage, mögliche Regulierungspläne und technische Chartmarken. In der aktuellen Phase kann eine konservative Teilposition sinnvoll sein, um Risiken zu begrenzen und Chancen wahrzunehmen.

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Markus Gentner

Zum Autor:

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

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