Politik

Regierungsfrust wächst: Umfrage zeigt historischen Tiefstand der Zufriedenheit

Die Zustimmung zur Arbeit der Bundesregierung ist laut einer aktuellen Insa-Erhebung so niedrig wie noch nie. Nur 22 Prozent der Befragten äußern Zufriedenheit mit der schwarz-roten Koalition – ein Rückgang um zwei Punkte gegenüber Anfang November. Während eine deutliche Mehrheit von 67 Prozent unzufrieden ist, äußerte sich rund jeder Zehnte nicht näher zur Regierungsbilanz.
24.11.2025 08:46
Lesezeit: 1 min
Regierungsfrust wächst: Umfrage zeigt historischen Tiefstand der Zufriedenheit
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung "Zukunft gestalten in einer unberechenbaren Welt" (Foto: dpa). Foto: Kay Nietfeld

Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind 25 Prozent der Befragten zufrieden, zwei Prozentpunkte weniger als bei der vorherigen Umfrage. 64 Prozent sind mit seinem Agieren unzufrieden, 11 Prozent machten keine Angabe.

Zur Zufriedenheit von Regierung und Kanzler wurden 1.004 Personen am 20. und 21. November befragt. Konkret wurde gefragt: "Alles in allem: Sind Sie mit der Arbeit von Friedrich Merz als Bundeskanzler zufrieden oder unzufrieden?" sowie "Alles in allem: Sind Sie mit der Arbeit der aktuellen Bundesregierung zufrieden oder unzufrieden?"

AfD bleibt in Sonntagsfrage knapp vor der Union

Die Umfragewerte für die Parteien im Insa-"Sonntagstrend" blieben im Vergleich zur Vorwoche weitgehend unverändert. Die Union käme auf 25 Prozent, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD stagniert bei 15 Prozent. Die AfD bleibt stärkste Kraft mit 26 Prozent. Die Grünen erreichen 11 Prozent, die Linke 10 Prozent (-1). BSW (4 Prozent) und FDP (3 Prozent) würden den Einzug in den Bundestag verpassen.

Für die Sonntagsfrage befragte Insa vom 17. bis 21. November 1.208 Wahlberechtigte. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,9 Prozentpunkten.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

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