Politik

Neues Ranking: Wer jetzt über Europas Zukunft entscheidet

Donald Trumps Aufstieg an die Spitze des aktuellen Politico-Rankings zeigt, wie stark externe Kräfte Europas Politik inzwischen bestimmen. Die neue Liste deutet an, dass die Machtachsen des Kontinents neu geordnet werden. Europas Regierungen stellen sich nun auf ein politisches Jahr ein, das von Unsicherheit, Konkurrenz und wachsendem Einfluss äußerer Player geprägt sein wird.
20.12.2025 05:45
Lesezeit: 1 min

Einfluss und politische Dynamik in Europa

Das Magazin Politico hat auch in diesem Jahr die Liste Politico 28 veröffentlicht. Sie zeigt jene Persönlichkeiten, die nach Einschätzung der Redaktion die europäische Politik im kommenden Jahr besonders stark prägen werden. Die Auswahl bewertet weniger formale Ämter als die Fähigkeit, politische Prozesse in Europa zu verändern und Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen. An der Spitze des aktuellen Rankings steht der amerikanische Präsident Donald Trump. Obwohl die Liste traditionell auf europäische Akteure beschränkt ist, sieht Politico seinen Einfluss auf Verteidigung, Handel und europäische Gesetzgebung inzwischen als so ausgeprägt, dass eine Ausnahme unvermeidlich gewesen sei. Auf den nächsten Plätzen folgen die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, die sich beide gezwungen sehen, auf Trumps Prioritäten zu reagieren und ihre Strategien daran anzupassen.

Politico führt außerdem zehn aufstrebende Persönlichkeiten auf, die langfristig die politische Landschaft Europas verändern könnten. Sie sollen Entwicklungen prägen, die über das kommende Jahr hinausreichen und bereits neue politische Machtachsen erkennen lassen.

Die vollständige Liste der einflussreichsten Personen

  1. Donald Trump, amerikanischer Präsident
  2. Mette Frederiksen, Regierungschefin von Dänemark
  3. Friedrich Merz, deutscher Bundeskanzler
  4. Marine Le Pen, französische Politikerin
  5. Vladimir Putin, russischer Präsident
  6. Nigel Farage, britischer Politiker
  7. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission
  8. Mark Rutte, Generalsekretär der Nato
  9. Giorgia Meloni, italienische Ministerpräsidentin
  10. Keir Starmer, Regierungschef des Vereinigten Königreichs
  11. Manfred Weber, Abgeordneter des Europäischen Parlaments
  12. Viktor Orbán, ungarischer Ministerpräsident
  13. Alexander Stubb, finnischer Präsident
  14. Wolodimir Selenski, ukrainischer Präsident
  15. Gabriel Zucman, Ökonom
  16. Kaja Kallas, Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik
  17. Teresa Ribera, EU-Kommissarin für Wettbewerbsfragen
  18. Daniel Ek, Vorstandschef von Spotify
  19. Emmanuel Macron, französischer Präsident
  20. Mario Draghi, früherer EZB-Chef und früherer italienischer Premier
  21. Andrej Babiš, tschechischer Regierungschef
  22. Alexus Grynkewich, Nato-Befehlshaber in Europa
  23. Karol Nawrocki, polnischer Präsident
  24. Heidi Reichinnek, deutsche Politikerin
  25. Andrea Orcel, Vorstandschef der Bank UniCredit
  26. Rima Hassan, Abgeordnete des Europäischen Parlaments
  27. Rob Jetten, dänischer Politiker
  28. Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbands Fifa

Bedeutung für Deutschland und politische Einordnung

Für Deutschland besitzt die diesjährige Liste besondere Relevanz, da Bundeskanzler Friedrich Merz auf Platz drei geführt wird. Dies spiegelt wider, wie stark europäische Partner sein wirtschafts- und sicherheitspolitisches Gewicht einschätzen und wie eng die deutsche Politik mit den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten verknüpft ist. Auch die Platzierung deutscher Akteure wie Heidi Reichinnek zeigt, dass deutsche Positionen innerhalb der europäischen Debatten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Was wäre, wenn ich statt des S&P 500 einfach seine Mutter kaufen würde?
19.10.2026

Ohne das Unternehmen S&P Global könnten die Finanzmärkte nur schwer funktionieren. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr jedoch auf ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin und Co.: Sparkassen starten schrittweise Kryptohandel
19.10.2026

Der Wettbewerb im Kryptohandel nimmt zu: Nun wollen auch die Sparkassen mit einem eigenen Angebot Privatkunden ansprechen. Sie rollen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Anthropic: Milliardenverluste, Millionengehälter und ein gigantischer Börsenplan
19.10.2026

18 Millionen Dollar Vergütung für den Chef, fast 42 Milliarden Dollar Verlust für das Unternehmen: Beim KI-Entwickler Anthropic liegen...

DWN
Politik
Politik Heil statt Klingbeil? Ex-Arbeitsminister schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz nicht aus
19.10.2026

Bekommt Lars Klingbeil jetzt Konkurrenz? Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil bekommt nach eigenen Worten aus der SPD viele Ermutigungen, für...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Generationenkaufgelegenheit? Weniger Technologie, mehr Gesundheit
19.10.2026

Der S&P 500 verzeichnet zwar ein Plus von zwölf Prozent, doch unter der Oberfläche zeichnet sich ein weitaus schwächeres Bild ab. Der...

DWN
Politik
Politik Steuerzinsen 2027: Nachzahlungen sollen doppelt verzinst werden
19.10.2026

100.000 Euro Steuernachzahlung, zwei volle Zinsjahre: Heute können daraus 3.600 Euro Zinsen werden. Unter dem geplanten neuen Satz wären...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zeekr greift BMW und Mercedes an: Ex-BMW-Manager rechnet mit Europas Autobauern ab
19.10.2026

In chinesischen Autofabriken verschwinden die Menschen, Roboter übernehmen ihre Arbeit. Während BMW, Mercedes und Audi unter Kostendruck...

DWN
Technologie
Technologie Farizon V7E im Test: Chinas Angriff auf Europas Transporter
19.10.2026

Europas Transporterhersteller bekommen Konkurrenz aus China. Der Farizon V7E will mit viel Ladefläche, moderner Technik und einem...